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Leihen statt kaufen – Studie zur „Bibliothek der Dinge“

Stadtbücherei und Universität kooperieren

WÜRZBURG - Zu oft werden teure Gegenstände gekauft, die nur sporadisch verwendet werden. Diese Dinge nehmen nicht nur viel Platz in den Wohnungen ein, vielmehr bedroht ihre Großproduktion die begrenzten Ressourcen unserer Erde. Die „Bibliothek der Dinge“ des Goethe-Instituts in Bratislava hat sich die Stadtbücherei zum Vorbild genommen und am Hubland ein neues Leihangebot eingeführt. Sobald die Stadtbücherei ihre Türen für das Publikum wieder öffnen darf, können neben der reichen Auswahl an Medien auch rund 100 Dinge ausgeliehen werden. Von der Nähmaschine über den Akkuschrauber, Wanderstöcke, Jongliersachen, Fahrradtaschen und Bluetooth Lautsprechern bis hin zu programmierbaren Robotern, Spielkonsolen oder Leinwänden findet sich viel Nützliches im Bestand. Die Idee dahinter: Menschen zu befähigen, an den technischen Entwicklungen der Gesellschaft teilhaben zu können, die Gemeinschaft zu fördern, wenn z.B. auf dem grünen Band des Stadtteilparks ein spontanes Volleyballspiel stattfinden soll und nicht zuletzt das Prinzip der Nachhaltigkeit zu unterstützen, denn wer tauscht und teilt, wirft weniger weg.

 

Aber so vielversprechend das Konzept auch klingen mag, bei der „Bibliothek der Dinge“ handelt es sich derzeit noch um ein Nischenphänomen. Deswegen befassen sich Forschende in verschiedenen Ländern mit der Frage, durch welche Faktoren die Nutzung dieses Angebots begünstigt werden kann. Auch an der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Würzburg wurde bereits eine entsprechende Studie durchgeführt. Nun haben sich die Stadtbücherei und die Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Würzburg zusammengeschlossen, um der Frage „Wie muss ein Leihangebot in Form einer “Bibliothek der Dinge” gestaltet sein, damit es von möglichst vielen Menschen genutzt wird?

“ weiter auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis soll die Stadtbücherei in der weiteren Ausgestaltung und Verbesserung ihres Angebotes unterstützen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Erforschung alternativer Arten von Konsum leisten.

 

Wer Interesse hat, an der Studie mitzuwirken, kann noch bis zum 16. Februar über folgenden Link teilnehmen: www.unipark.de/uc/bibliothekwuerzburg/. Die Bearbeitung der Studie dauert circa 15 Minuten. Und zu guter Letzt gilt es, mit ein klein wenig Glück eine von drei Jahresmitgliedschaften im Wert von jeweils 20 €, die die Stadtbücherei unter den Teilnehmenden verlost, zu gewinnen. Für weitere Informationen steht das Team der Stadtbücherei unter der Rufnummer 0931/37 34 38 oder per E-Mail unter stadtbuecherei@stadt.wuerzburg.de zur Verfügung.

Bildunterschrift: Eva Eichhorn und Lambert Zumbrägel von der Stadtbücherei testen ihre Neuerwerbung für die „Bibliothek der Dinge“ in der Stadtteilbücherei am Hubland. Foto: Danijel Katic