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Nein zu Gewalt an Frauen Nein zu Gewalt an Frauen

ver.di Frauen übergeben 1.111,11 Euro an Frauen helfen Frauen

 

 

Schweinfurt: „Bei unseren Veranstaltungen sammeln wir seit Jahrzehnten für ‚Frauen helfen Frauen‘. Es ist uns eine Freude, dass nun 1.111,11 Euro zusammengekommen sind“, so die Vorsitzende des ver.di Frauenrates Schweinfurt Kathi Petersen. Leider sei das Thema häusliche Gewalt immer noch ein Tabuthema, das mehr Aufmerksamkeit brauche. „Wir danken dem ganzen Team, ob im Frauenhaus oder in der Beratungsstelle für die so wichtig Arbeit“.

Die Geschäftsführerin des Frauenhauses Dagmar Flakus stellte bei dieser Gelegenheit die relativ neuen Räume am Markt 31 vor. „In den letzten Jahren hat sich unsere finanzielle Situation zum Glück verbessert“, so Flakus. Für die Finanzierung sind derzeit noch der Freistaat und die Kommunen gemeinsam verantwortlich, in unserem Fall Stadt und Landkreis Schweinfurt und die Landkreise Hassberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.  „Dennoch brauchen wir auch immer einen Eigenanteil“, erklärt Flakus. Mit Sorge sieht der Verein auf die nächsten Jahre. „Zum einen wegen der angespannten Lage in den Kommunen und zum anderen zur konkreten Ausgestaltung des Gewalthilfegesetzes“, so die Geschäftsführerin.

Die Frauen begrüßen die Änderungen, die Bundestag und Bundesrat Anfang des Jahres beschlossen haben. „Frauen, die von Gewalt bedroht und betroffen sind, brauchen Hilfe. Leider zeigt sich, dass die Gewalt meist im eigenen Sozialraum erlebt wird“, so die Geschäftsführerin von ver.di Schweinfurt Marietta Eder. Das bedeute, dass Frauen die Täter kennen. Es ist der eigene Mann oder Freunde, Kollegen oder Nachbarn. Also Männern, denen Frauen eigentlich Vertrauen können sollten. „ver.di und der DGB haben dazu auch eine große Aufklärungskampagne gestartet. Denn die Scham muss zu den Tätern“, so Eder.

Die ver.di Schweinfurt Vorsitzende Doris Berz ergänzt dazu: das neue Gewalthilfegesetz ist gut, wir müssen gemeinsam an der Ausgestaltung arbeiten. So müssen nach Berz Überzeugung die Begriffe „komplette“ und „notwendige“ Finanzierung noch geklärt werden.

Dagmar Flakus erzählte bei der Übergabe von ganz konkreten Schicksalen der betroffenen Frauen.  „Ein Thema bleibt für uns Wohnraum“, so Flakus. Zum einen brauchen wir in Zukunft zusätzlich eine barrierefreie Unterkunft und zum anderen muss darauf der Auszug auch in bezahlbaren Wohnraum möglich sein. Gerade Frauen, die mehrere Kinder haben und somit eine größere Wohnung brauchen, haben immer noch Schwierigkeiten.

 

Übergabe Spende an " Frauen helfen Frauen ". Foto: by Martin Schmidl

Foto: by Verdi Schweinfurt