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Neue Zeitrechnung für Schonungen

Größtes Bauprojekt der Nachkriegsgeschichte findet langsam seinen Abschluss – Eröffnung von Tagespflege und Sozialstation

Was wurde nicht schon alles über Schonungens „Neue Mitte“ berichtet, gesendet und geschrieben. Die Altlastsanierung ab 2012, dann später die städtebauliche Weiterentwicklung hin zu einem völlig neuem Wohnquartier und jetzt schließlich die Fertigstellung der Großprojekte markie-ren eine neue Zeitrechnung in Schonungen. Alles in allem findet jetzt mit der Eröffnung und Einweihung von Wohn- und Geschäftshäusern, und dem Pflegezentrum die größte Baumaßnahme der Einheitsgemeinde in der Nachkriegsgeschichte seinen Schlusspunkt.

 

Schonungens städtebauliche Metamorphose und Imagewandel brachte der Großgemeinde aus der ganzen Region viel Respekt und Anerkennung ein. Zusammengerechnet könnten dort in so kurzer Zeit schätzungsweise fast 65 Mio. Euro vergraben oder verbaut worden sein. Gerade die Städtebauliche Entwicklung sorgte für eine spürbare Aufwertung des etwa 10 Hektar großen Areals. Neue Fuß- und Radwege, Quartiersplätze, Brücken, Parkplatz- und Grünflächen, optimierte Straßenführungen, E-Ladestationen und nicht zuletzt die Umverlegung des Baches mit Ufer- und Mauergestaltung sorgen jetzt für einen positiven Gesamteindruck. Darüber hinaus wurden auch weitestgehend Ver- und Entsorgungsleitungen im Untergrund erneuert.

 

So aufwendig und gewaltig die Projekte für Schonungen und seine Gesamtgemeinde waren, so ausgiebig und ausdauernd werden die Eröffnungen und Einweihungen jetzt der Reihe nach gefeiert. Diesmal war das neue Wohn- und Geschäftshaus am Schonunger Hegholz im Fokus.

 

Neben zwölf hochwertigen barrierefreien Wohnungen dürfen sich auch die Sozialstation Liborius-Wagner und die Tagespflege der Arbeiterwohlfahrt dort in Bach- und Waldnähe Zuhause fühlen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Vereinen und Kirche sind der Einladung nachgekommen. Durch die Eröffnungsfeierlichkeiten führten Pflegedienstleiterin Heike Nebes (Caritas) und Einrichtungsleiter Sebastian Neubauer (AWO). Passend dazu übernahmen die Kindergartenkinder Liborius-Wagner (Caritas) und des Waldkindergartens (AWO) in Schonungen die musikalische Umrahmung. Nicht nur reine Symbolik, sondern eine Philosophie, die die beiden Pflegeeinrichtungen gemeinsam unter einem Dach leben wollen. Synergien und Teamgeist sollen zum Wohle der Menschen gebündelt werden, davon waren auch Johanna Nicklaus, die Vorsitzende der Sozialstation und der Bezirksvorsitzende der AWO, Stefan Wolfshörndl überzeugt.

 

Bürgermeister Stefan Rottmann zeigte sich stolz und zufrieden, was hier in kürzester Zeit geleistet wurde. Er erinnerte an die vielen Spatensti-che, Eröffnungen und Einweihungen der letzten Jahre: „So soll es weiter gehen!“, kündigt Rottmann an. Bereits nächsten Freitag wird dann schon das neue Senioren- und Pflegezentrum seiner Bestimmung übergeben. Ganz neue Maßstäbe setzt der hoch moderne und zweckmäßige Gebäudekomplex mit dem so genannten Wohngruppenkonzept. 84 Pflegeplätze, eine Cafeteria, Geronto- und Sinnesgarten warten auf seine Nutzung. Dazu wurden auch weitere Parkplätze sowie E-Lademöglichkeiten geschaffen. Seinen Dank sprach der Bürgermeister allen Beteiligten, insbesondere den Ehrenamtlichen Arbeitsgruppen der Agenda und Bürgerstimme aus, aber auch dem Bauträger Glöckle, für die termingerechte und zuverlässige Zusammenarbeit.

 

Perspektivisch wird sich das Wohnquartier aber noch weiter wandeln: Auch das Bachstraßenareal nahe dem Rathaus wird schon bald neu bebaut. Hier entstehen ebenfalls durch die Bauträgerschaft von Glöckle attraktive barrierefreie Wohnungen mit Tiefgarage und einer Passage hin zum Alten Friedhof, der künftig als Grünanlage umgenutzt werden soll, informiert Bürgermeister Stefan Rottmann. Interessenten könnten sich beim Bauunternehmen Glöckle melden. Mittel- bis langfristig soll der Bauhof in Schonungen nach Marktsteinach ins Gewerbegebiet Hainach verlegt werden – entsprechende Flächen hat die Gemeinde schon erworben und damit eine wichtige Grundlage geschaffen. Damit gäbe es weitere Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich des Pflegezentrums, vor allem hinsichtlich der Errichtung weiterer Parkstellflächen. Die Feuerwehr soll dann zu einer Art Einsatzzentrum ausgebaut und saniert werden: Dann könnten künftig DLRG, Feuerwehr und Rotes Kreuz unter einem Dach zusammenarbeiten.