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Neujahrsempfang SPD Kreisverband Kitzingen

Obernbreit  Beim Neujahrsempfang der KreisSPD im Sitzungssaal des historischen Rathauses in Obernbreit begrüßte der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Kößler die Anwesenden darunter die fränkische Weinprinzessin Emmi Wendemuth, stellvertretenden Landräte, Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisratsmitglieder sowie Vertretende von Vereinen und Verbänden.

Die stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD Eva-Maria Weimann bedankte sich in ihrem Grußwort für die Interstützung im Wahlkampf zum Landtag. Sie bat die Anwesenden um die Teilnahme an Demonstrationen gegen rechts, denn die sind noch nie so wichtig wie jetzt. Der SPD-Landesverband habe als erster ein Prüfverfahren zur Rechtsstaatlichkeit der AfD beschlossen.

MdL Volkmar Halbleib sieht den Bund und die Länder vor großen Herausforderungen stehen. Auch der Landkreis Kitzingen ist auch betroffen mit von der Barrierefreiheit des Kitzinger Bahnhofes, dem Bau des Staatsarchivs und der Zukunft der Mainschleifenbahn, der Sicherung von Arbeitsplätzen und nachhaltigen Lösungen für die Landwirtschaft.

Tanyel Tas nutzte den Neujahrsempfang sich im Kitzinger Teil des Wahlkreises als SPD-Kandidat für die Europawahl vorzustellen Der 34-jährige Familienvater engagiert sich bei der IG Metall. Er arbeitet als freigestellter Betriebsrat mit dem Schwerpunkt Transformation sowie Aus- und Weiterbildung bei Schaeffler Technologies. Tanyel Taş‘ Ziel ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass alle Europäerinnen und Europäer in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität leben können.

Mit seinem Rückblick auf das Jahr 2023 ist MdB Markus Hümpfer mit der Arbeit der Regierung zufrieden. Deutschland hat zu Beginn diesen Jahres so viel Beschäftigung wie nie zuvor, wir sind seit ein paar Monaten die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, die große Inflationswelle ist vorüber, die Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr entgegen allen Befürchtungen kaum geschrumpft, sogar ein leichtes Wachstum wird für dieses Jahr von den einschlägigen Instituten geschätzt.  Auch die Deindustrialisierung ist bisher ausgeblieben. Das Land hat eine Jahrhundertpandemie überstanden, die befürchtete Gasmangellage verhindert, ist heute weniger abhängig von russischer Energie. Sogar der CO₂-Ausstoß ist gesunken. Und doch ist eine große Unzufriedenheit spürbar. Wir leben in einer Zeit multipler Krisen. Finanzkrise, Corona-Krise, Energiekrise, Klimakrise, der Krieg in der Ukraine und der in Israel. Das sorgt für Stress, für ein Gefühl der Ohnmacht. In mitten dieser multiplen Krisen hat die Ampel für noch mehr Verunsicherung gesorgt. „Für die miserable Kommunikation kann ich mich nur entschuldigen,“ so Hümpfer unter großem Beifall. Er fuhr fort: „Aber oftmals sind auch wir ohnmächtig, weil für ein funktionierendes Land alle Ebenen Bund, Länder, Kommunen Hand in Hand arbeiten müssen.“

Der Bundestagsabgeordnete sprach auch eine Krise an, die für ihn viel tiefergreifender ist. Die Krise der Demokratie. Auf all die Krisen, die ich aufgezählt habe gibt es keine einfachen Antworten. Wir können nicht alle Ausländer abschieben, das Bundesverfassungsgericht hat uns verboten das Bürgergeld, das Existenzminimum zu kürzen und auch sonst können wir uns nicht einigeln, die Augen verschließen. Es gibt aber Parteien in unserem Land die behaupten, dass alles ganz einfach ist. Dass komplexe Probleme, Krisen, sich mit einfachen Mitteln lösen lassen. Die an der Seite der Landwirte demonstrieren, obwohl sie in ihrem Grundsatzprogramm die Abschaffung aller landwirtschaftlichen Hilfen fordern. Wer aber nur Schlagzeilen und Sprüche von schönen Bildern liest, vergisst, dass am Ende der Inhalt zählt. Das, was wirklich im Parteiprogramm, das was wirklich im Artikel steht. Auch wenn wir einfache Antworten lieben, muss man gerade die hinterfragen.

Hümpfer beendete seine Rede mit den Sätzen: „Politik für die Mitte, Mehrheit der Menschen in unserem Land. Ja, wir leben in einer schwierigen Zeit. Und deshalb wünsche ich Ihnen, wünsche ich mir für dieses Jahr mehr wir und weniger ich, mehr Solidarität und ehrenamtliches Engagement, mehr Demokratie und weniger Streit und ihnen allen Gesundheit und Erfolg in allen Lebenslagen. Am Ende kommts auf uns alle an.“

Die musikalische Gestaltung der Veranstaltung übernahm Sepp Nusko und Wolfgang Partheymüller.