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Nicht das ICH, sondern das WIR zählt

Rendezvous in Schwarz der CSU Gerolzhofen

Gerolzhofen „Die Politik muss wieder viel näher am Menschen sein. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich verstanden fühlen“, sagte Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm. Die bestens aufgelegte und unterhaltsam redende Barbara Stamm sorgte für eine kurzweilige Veranstaltung der CSU Gerolzhofen im Pfarrer-Hersam-Haus.

 

Beim „Rendezvous in Schwarz“ stellten sich insbesondere die Frauen der Gerolzhöfer CSU-Stadtratsliste vor. Dass eine Frau an der Spitze der Liste steht und sowohl Ortsvorsitzender wie auch Bürgermeister diesen Spitzenplatz nicht beanspruchen, ist äußerst bemerkenswert, sagte die ehemalige Landtagspräsidentin. Das zeigt: „Nicht das ‘Ich‘, sondern das ‘Wir‘ zählt.“

 

„Politik für Frauen. Frauen für die Politik“ war das Thema der Veranstaltung. Dabei ging Stamm auch darauf ein, dass man oftmals den Frauen ein politisches Engagement in Kommunalparlamenten nicht zutraut. Aber es geht gar nicht darum, Frauen zu wählen, sondern engagierte Menschen. Dazu gehören aber Frauen und Männer. „Ihr habt einen erfolgreichen Bürgermeister, der macht es vor, wie es miteinander geht: Er ist bürgernah und aufgeschlossen für gute und neue Ideen. Außerdem habt Ihr ein starkes Team aus tollen Frauen und Männern mit vielen Ideen. Ihr könnt die Erfolge gemeinsam weiterführen“.

 

Obwohl die Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz festgeschrieben ist, besteht in vielen Bereichen noch keine tatsächliche Gleichberechtigung, sagte Bürgermeister Thorsten Wozniak in seinem Grußwort. Auch im Bundes- und im Landtag, aber insbesondere auch in den Gemeinderats- und Stadtratsgremien sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert, so Wozniak. „Eine gute Mischung aus Erfahrung und frischen Ideen, aus jung und etwas älter, aus Frauen und Männern – so stelle ich mir ein Gremium vor, das unsere anstehenden Aufgaben bewältigen kann“.

 

Nach den Ausführungen zur Kreistagspolitik von Landratskandidat Lothar Zachmann und Kreisrätin Beate Glotzmann erinnerte die Gerolzhöfer Spitzenkandidatin Ingrid Feil an die Aufgaben, die sie als engagierte Gleichstellungsbeauftragte angegangen ist. „Bestehende Ideen habe ich beibehalten, aber auch neue Akzente gesetzt. In meiner Funktion als Kulturreferentin habe ich die Idee einer Vernetzung aller Kulturschaffenden vorangetrieben, u.a. mit der neuen Kulturbroschüre, die hervorragend ankommt.“

 

Ingrid Feil weiter: „Entstanden ist ein hochwertiges Produkt, das dreimal im Jahr erscheint und Gerolzhofen als Kulturstadt ins richtige Licht rückt“. Nach den Redebeiträgen bestand noch die Möglichkeit zu Diskussion und Begegnung. Das wurde auch wahrgenommen: Barbara Stamm blieb noch eine ganze Weile am Tisch und unterhielt sich mit den Besucherinnen und Besuchern, darunter stv. Kreisvorsitzende Christine Bender.

FOTO: Benedikt Friedrich