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Partnerlandkreise Würzburg und Mateh Yehuda wollen Erfahrungen im Weinbau miteinander teilen

WÜRZBURG/MATEH YEHUDA - Partnerschaftspflege in Corona-Zeiten: In einer Videokonferenz tauschten sich Landrat Thomas Eberth und sein Amtskollege Niv Viezel aus dem israelischen Partnerlandkreis Mateh Yehuda über eine Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit aus. Seit 1990 sind die Landkreise Würzburg und Mateh Yehuda bereits freundschaftlich verbunden, zunächst insbesondere über den Jugendaustausch, 1997 wurde die Landkreispartnerschaft besiegelt.

 

Anlass des digitalen Treffens waren zwei wichtige Feiertage, die Israel in diesen Tagen beging. Am 14. April gedachte Israel seiner gefallenen Soldaten und der Opfer von Terrorismus. Auf den 15. April fiel dieses Jahr der Unabhängigkeitstag Jom HaAtzmaut. „Die beiden Tage zeigen, wie nahe Freude und Trauer manchmal beieinander liegen“, sprach Eberth den israelischen Freunden seine Verbundenheit aus. Die Landkreispartnerschaft auch in Zeiten mit Leben zu füllen, in denen gegenseitige Besuche ausfallen müssen, sei ihm sehr wichtig, so Eberth.

 

Die beiden Landkreise, die durch den Weinbau starke Berührungspunkte haben, könnten bald noch enger zusammenarbeiten. Landrat Niv Viezel, sein Stellvertreter Beni Eliraz und Partnerschaftsbeauftragte Maya Ashkenazi stellten die Pläne für eine Weinakademie in Mateh Yehuda vor. Stolz berichteten sie, dass Mateh Yehuda als erste Region in Israel ein eigenes Gütesiegel für die im Landkreis produzierten Weine erhielt. Das verwundert nicht, liegen doch die dreißig besten Weingüter Israels in der Region. In einem nächsten Schritt will Mateh Yehuda die Ausbildung seiner Winzer und den modernen Weinbau fördern. Von früheren Besuchen im Landkreis Würzburg kennen Viezel, Eliraz und Ashkenazi die Angebote der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Eine Kooperation mit der LWG wäre aus Sicht des Partnerlandkreises eine willkommene Unterstützung. Landrat Thomas Eberth und Klaus Rostek, Gründungsmitglied der Landkreispartnerschaft, begrüßten den Wunsch nach engerer Zusammenarbeit sehr. Eberth schlug als weiteren Kooperationspartner die Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt vor. Am Schulort Ochsenfurt sind die Ausbildungsberufe Winzer/Winzerin und Weintechnologe/Weintechnologin beheimatet.

 

Eberth lud seinen Amtskollegen Viezel ein, im Herbst mit einer kleinen Delegation in den Landkreis Würzburg zu kommen und erste Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit im Weinbau zu führen. „Hoffen wir, dass es das Infektionsgeschehen zulässt und wir die Landkreispartnerschaft bald auch wieder persönlich pflegen können“, verabschiedete sich Eberth bei den israelischen Freunden.

BU: Der Landkreis Würzburg pflegt die Partnerschaft mit der israelischen Region Mateh Yehuda in Corona-Zeiten digital. V.l.n.r.: Christine Puchalla, Büro des Landrats, Klaus Rostek, Mitbegründer der Landkreispartnerschaft, Kathrin Jungmann, Kommunale Jugendpflegerin und Landrat Thomas Eberth. Per Videokonferenz zugeschaltet sind (v.l.n.r.) stellvertretender Landrat Beni Eliraz, Landrat Niv Viezel und Partnerschaftsbeauftragte Maya Ashkenazi. Foto: Kathrin Klotzbach