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Pressemitteilung der Antifa Würzburg zum Neo-Nazis Nicklas Bruder

Eröffnung eines Neonazi-Tattoostudios in der Innenstadt.

Würzburg -Am 10.10.2020 eröffnet Nicklas Bruder, einschlägig bekannter und vorbestrafter Neonazi, ein Tattoostudio in der Eichhornstraße 19 - womit ein Neonazitreff mitten im Herzen der Würzburger Fußgängerzone entsteht. Die Antifa Würzburg ruft ab 14 Uhr zum Gegenprotest auf, um ein klares Zeichen gegen faschistische Umtriebe in Würzburg zu setzen! Die Würzburger Zivilgesellschaft darf nicht zulassen, dass sich gewalttätige Rechtsextreme Strukturen in und um Würzburg - oder sonstwo - schaffen. Nicklas Bruder ist bereits 15-fach vorbestraft. Für die aktive Teilnahme am rechtsextremen Angriff auf das alternative Szeneviertel Connewitz in Leipzig am 11.01.2016 ist er aktuell für zwei Jahre auf Bewährung. Dort wurde er zusammen mit 214 gewalttätigen und bewaffneten Personen von der Polizei verhaftet. Neben Mitgliedern der extremen Rechten beteiligten sich hierbei auch Personen aus dem Hooligan- und Rockermillieu. Der Angriff galt vermeintlich linken Lokalitäten und Strukturen - getroffen hat es vor allem Anwohner:innen und lokale kleine Läden. Die Geschäfte wurden zum Teil schwer beschädigt und geplündert. Insgesamt entstand ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe. So wurde ein Imbiss mithilfe einer sog. Kugelbombe verwüstet. Der Betreiber befand sich zur Tatzeit im Laden und blieb nur durch ein Wunder unverletzt. Auch andere Anwohner:innen konnten sich nur durch Flucht vor körperlichen Übergriffen durch den rechten Mob retten. Aus dem Prozess ging hervor, dass Nicklas Bruder

sich bewusst war, dass es zu Gewalttaten kommen wird.

 

Der Vorfall liegt bereits viereinhalb Jahre zurück und es steht außer Frage, dass Menschen sich ändern können. Ein Blick auf Bruders Aktivitäten auf Facebook offenbart jedoch eindeutig, dass sich an seiner faschistischen Gesinnung nichts geändert hat. In seinem alten Tattoostudio (inkside, Grünau) finden sich Aufkleber der extrem rechten Kleidermarke „Thor Steinar“. Außerdem hat er kein Problem damit, eindeutig rechte Szenecodes als Tattoomotive zu stechen: Schwarze Sonne: Ein Symbol der SS, welches in ihrer Versammlungsstätte im Dritten Reich, der Wewelsburg, in den Boden eingelassen ist und in ihrer Darstellung aus drei übereinandergelegten Hakenkreuzen besteht. Es dient als Erkennungsmerkmal unter Neonazis, und legaler Ersatz für das Hakenkreuz.

 

Route 18: Aufgrund seines neonazistischen Hintergrundes ist davon auszugehen, dass die „18“ ein Zahlencode für den ersten und achten Buchstaben des Alphabets ist. Sie steht also für „AH“, „Adolf Hitler“. Die „18“ ist ebenfalls ein beliebter Szenecode und ein Bekenntnis zu Hitler. Es ist nicht hinnehmbar, dass ein verurteilter Neonazi hier ungestört sein Geschäft führen kann! Klarer Widerspruch und vehementer Protest sind notwendig! Keine Läden den Faschisten!

 

Siehe auch de.indymedia.org/node/108148

Bildquelle: Antifa