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„PS: Melde dich!“ – Sucht- und Drogenbeauftragter Blienert relauncht Rauchstopp-Kampagne gemeinsam mit wichtigen Akteuren des deutschen Gesundheitssystems

Berlin: Das Rauchen erlebt gerade bei den Menschen ab 40 Jahren ein ungesundes Revival. Seit Beginn der Pandemie hat der Tabakkonsum nach ehemals sinkenden Zahlen wieder deutlich zugenommen: Rauchten Ende 2019 noch 27,2 Prozent, lag der Anteil Mitte 2022 bei 37,6 Prozent.

Dabei erhöht Tabak das Lungenkrebsrisiko drastisch, führt zu Atemwegsinfektionen und richtet Schäden an nahezu allen Organen an.

Um weiter für einen Rauchstopp zu werben und die Öffentlichkeit auf die negativen gesundheitlichen Konsequenzen hinzuweisen, führt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen die Kampagne „Deine Chance“ mit namhaften Akteuren des deutschen Gesundheitssystems. Unter dem Namen „PS: Melde dich!“ geht sie ab dem 31. Oktober in die nächste Runde.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert: „Tabak erlebt leider gerade unter den Menschen ab 40 ein ungesundes Revival. Dabei kann das Rauchen über 200 unterschiedliche Krankheiten auslösen. Auch einen klaren Zusammenhang zwischen häufigem Tabakkonsum und schweren Verläufen von COVID-19-Erkrankungen konnten wir feststellen. Ein weiterer, wichtiger Grund, um mit dem Rauchen aufzuhören. Unser Ziel ist ganz klar: Ein Rückgang des Nikotinkonsums - gerade bei den langjährigen Raucherinnen und Rauchern und den über 40-Jährigen. Die Kampagne ‚PS: Melde dich! ‘ ist deshalb aktueller denn je, weil sie wirksame Tipps vermittelt und den Menschen konkrete Hilfsangebote zur Seite stellt. Für einen Rauchaussteig ist es nie zu spät!”

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen setzt sich für einen deutlichen Ausbau der Tabak- und Nikotinprävention, ein Verbot des Sponsorings durch die Tabak- und E-Zigarettenwirtschaft und der Werbung für Nikotinprodukte selbst am Verkaufsort ein. Außerdem fordert er eine Ausweitung der Hilfen für die Tabakentwöhnung, beispielsweise in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Unterstützt und strategisch beraten wird die Bundesinitiative von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesärztekammer (BÄK), dem GKV-Spitzenverband, dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), dem Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR), der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Auch Krankenkassen, Unternehmen und Behörden begleiten sie aktiv.

Im Rahmen der Aktionswoche vom 11. bis 16. November werden unter dem Titel “PS: Melde dich!” bundesweit praktische Maßnahmen für den Rauchstopp – insbesondere für langjährige Raucherinnen und Raucher ab 40 Jahren – vorgestellt. Die Kampagne des Sucht- und Drogenbeauftragten ist Teil der Bundesinitiative “Rauchfrei leben”.

 

  

 

Foto: by Thomas Ecke