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Raus aus dem Hinterhof

Fahrradservice des Erthal-Sozialwerk bezieht Ladenfront in der Sanderstraße

Würzburg  Bürgermeister Christian Schuchardt kam – wie sollte es anders sein – auf dem Fahrrad, Landtagsabgeordnete Kerstin Celina brachte das Grünen-Lastenrad „Ella“ direkt zur Generalüberholung mit: Am vergangenen Freitag feierte der Fahrradservice des Erthal-Sozialwerks die Erweiterung der Räumlichkeiten in der Sanderstraße.

 

Viel Lob gab es vom Oberbürgermeister für das „Vorzeigeprojekt“ zur Inklusion von Menschen mit seelischer Beeinträchtigung. Seit vielen Jahren stehe der Fahrradservice für gelungene Integration von Menschen mit Behinderung auf den Arbeitsmarkt. Zwar sei Würzburg nicht gerade Spitzenreiter, was den bundesweiten Vergleich der fahrradfreundlichen Städte angeht. In den vergangenen Jahren habe sich aber bereits viel getan. So dürfe der Fahrradservice auch in Zukunft mit treuer Kundschaft rechnen.

 

Darauf hofft auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Kerstin Celina. Mit Blick auf den Klimawandel würdigte sie die wichtige Arbeit der rund 25 Beschäftigten. Froh sei sie, dass der Fahrradservice mit der neuen Ladenzeile direkt in der Sanderstraße „endlich vom Hinterhof mitten ins Geschehen“ komme – „denn das hat er mehr als verdient“. Um den Worten Kraft zu verleihen, übergab sie gleich einen Auftragsschein für die Generalüberholung des Lastenfahrrads der Würzburger Grünen.

 

Auch Geschäftsführer Bernhard Götz und Werkstattleiter Hans F. Schulz stellten die herausragende Leistung der Mitarbeitenden dar. Was 1984 mit einer Außengruppe der Werkstatt für Menschen mit Behinderung des Erthal-Sozialwerk in der Erthalstraße begann, habe sich zur festen Adresse in Würzburg etabliert. „Nach dem Umzug in die Sanderstraße im Jahr 1998 haben wir lange darauf gewartet, uns räumlich erweitern zu können“, so Schulz. „Jetzt ist der neue Ladenraum eingerichtet und wir bräuchten fast schon wieder mehr Platz.“

 

Mehr Platz gibt es künftig auch für den Schraubenservice, der ebenfalls in den neuen Ladenbereich gezogen ist. Pastoralreferentin Brigitte Zecher, Seelsorgerin im St. Josefs-Stift, und Pfarrer Jürgen Dolling segneten die Mitarbeitenden und die neuen sowie die bestehenden Räume. Die bekannten Räumlichkeiten im Hinterhof, in denen auch die Fahrradwaschstraße untergebracht ist, bleiben erhalten. Auch künftig werden dort Fahrräder zur Reparatur angenommen. Auch die gefragten E-Bikes sind weiterhin im hinteren Ladenbereich erhältlich.

 

Über das Erthal-Sozialwerk

Das Erthal-Sozialwerk hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu ermöglichen. Mit vielfältigen, differenzierten Angeboten in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Begegnung, Beratung und Rehabilitation trägt es seit 1996 dazu bei, die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Die Einrichtungen und Dienste des Erthal-Sozialwerks befinden sich in Stadt und Landkreis Würzburg, im Landkreis Main-Spessart und in der Stadt Aschaffenburg. Heute sind das St. Josefs-Stift Eisingen e.V. und der Caritasverband für die Diözese Würzburg e.V. zu gleichen Teilen Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH ErthalSozialwerk.

 

 

Bild 1: Pastoralreferentin Brigitte Zecher und Pfarrer Jürgen Dolling (rechts im Bild) segneten die neuen und bestehenden Räume des Fahrradservices.___Bild 2:  Die neue Ladenfront in der Sanderstraße 27 bringt den Fahrradservice „endlich raus aus dem Hinterhof“, war man sich bei der offiziellen Einweihung einig. Bild 3: Oberbürgermeister Christian Schuchardt lobte den Fahrradservice des Erthal-Sozialwerk als Vorzeigeprojekt der Inklusion von Menschen mit seelischer Beeinträchtigung auf den Arbeitsmarkt. Bilder: Melissa Hager