Würzburg: Im Rahmen des Politischen Aschermittwoch veranstaltete die Partei Die Linke einen Abend des gemeinsamen Austauschs im Standard. Anwesend waren nicht nur MdB Aaron Valent, der sich für einen lebendigen Antifaschismus und die Verteidigung demokratischer Werte aussprach und Landratskandidat Benek Wronski, sondern auch die amtierenden Stadträt*innen und
Kandidat*innen zur Kommunalwahl.
Benedikt Wronski,Landratskandidat der Linken Würzburg, erklärte zu Beginn seiner Rede die eigentliche Bedeutung des politischen Aschermittwochs: Im Fasching dürfen die Narren die Obrigkeit attackieren, am Aschermittwoch übernimmt die Politik wieder die Attacke. "Ironisch, denn man merkt nicht wirklich viel davon", fährt Wronski fort, "In Faschingssitzungen ist es wahrscheinlicher, stumpfem Sexismus und Rassismus zu begegnen, als das gegen die herrschende Klasse geschossen wird.“
StadträtinBarbara Meyer macht in ihrer Rede zum Thema, was auch einer der Kernpunkte unseres Wahlprogrammes und unser politischer Anspruch als Die Linke ist: Bezahlbares Wohnen. „Die Mieten steigen, die Einkommen nicht.“, problematisiert Barbara Meyer zu Beginn. „Würzburg gehört zu den teuersten Städten Bayerns. Der Anteil des Einkommens, der für Miete draufgeht, ist für viele Haushalte schlicht zu hoch. Das ist kein Schicksal. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und politischer Untätigkeit.“
Doch wir als Die Linke möchten nicht nur kritisieren, sondern auch Lösungen anbieten. Barbara Meyer stellt diese, in Form der Mietwucher-App seit November auch in Würzburg installiert ist, und einer städtischen Stelle zur Verfolgung von Mietwucher und Mietpreisüberhöhungen, ausführlich vor und betont: „Eine Verwaltung, die nur erklärt, warum etwas nicht geht, bleibt hinter ihrem Auftrag zurück. Unsere Maßnahmen sind kein Experiment. Es funktioniert andernorts bereits. Konsequente Nutzung der bestehenden rechtlichen Instrumente.
Mietwucher ist eine Straftat. Man kann dagegen vorgehen. Mehr Transparenz für Mieter*innen. Die App ist ein Anfang. Die Stadt könnte weitere Schritte setzen.“ Aber wir wollen nicht nur reagieren, sondern auch initiieren. Barbara Meyer hebt hervor: „Dazu gehört, Wohnraum zu schaffen, zu sichern und zu regulieren. Diese Maßnahmen sind weder radikal noch unrealistisch. Würzburg braucht eine Wohnungspolitik, die Verantwortung übernimmt. Eine Politik, die anerkennt, dass Wohnen ein Grundrecht ist kein Spekulationsobjekt.“
Durch den Abend geführt wurden die Teilnehmenden von Stadtratskandidatin Ramona Wild und KreissprecherinFelicia Müller. Nach dem thematischen Einstieg in den Abend, inklusive Getränke und Snacks, wurde der Raum für den Austausch zwischen Kandidierenden undTeilnehmenden geöffnet. Bei einem „Q&A“ (Questions and Answers) bekamen die Anwesenden die Möglichkeit, selbst kritische Nachfragen zu stellen oder herauszustellen, welche Themen sie persönlich besonders beschäftigen.
Hierbei nahmen sich die Amtierenden und Kandidierenden viel Zeit, um alle Fragen ausführlich und gewissenhaft zu beantworten. So zum Beispiel die Frage „Wofür wollt ihr euch besonders einsetzen?“, bei der ganz besonders spürbar wurde, mit welcher Leidenschaft und Überzeugung die Kandidat*innen ihre politische Arbeit ausüben.
Im Anschluss an die offene Fragerunde ließen die Anwesenden den Abend bei Livemusik und lockeren Gesprächen ausklingen.
Fotos: by Die Linke Würzburg



