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Schonungen investiert in die Jugendsozialarbeit

Bürgermeister Stefan Rottmann: Mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit schon ab dem Grundschulalter

SCHONUNGENinvestiert weiter in Bildung, Betreuung und gute pädagogische Arbeit: Nachdem das Angebot der Schulmittagsbetreuung in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet wurde, will die Großgemeinde nun auch aktiv in die Jugendsozialarbeit für die Grundschule einsteigen. Mit einem einstimmigen Votum sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung dafür aus.

 

Jugendsozialarbeit an Schulen ist eine Leistung der Jugendhilfe und die intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Sie soll vor allem sozial benachteiligte junge Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Dadurch sollen deren Chancen auf Teilhabe und eine eigenverantwortliche sowie gemeinschaftsfähige Lebensgestaltung verbessert werden.

 

Oliver Pfister,Leiter der Sozialen Dienste am Landratsamt erklärte dem Ausschuss die Hauptaufgaben der Jugendsozialarbeit. Im Fokus stehen sozial benachteiligte junge Menschen. Dabei sollen auf gesellschaftliche Entwicklungen reagiert und eine professionelle sozialpädagogische Hilfe zur Integration dargeboten werden. Im Zentrum steht die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit.

 

Das Angebot richtet sich vor allem an junge Menschen, die unter schwierigen sozio-ökonomischen Bedingungen aufwachsen oder denen es an Unterstützung durch das Elternhaus mangelt. Auch verhaltensauffällige Kinder, teils mit erhöhtem Aggressionspotenzial und Gewaltbereitschaft gehören zur Zielgruppe. Ursachen können Mobbing, Trennung und Scheidung von Eltern bzw. Suchtprobleme sein. Auch Versagens- oder Schulängste bzw. mangelndes Selbstwertgefühl können eine Rolle spielen. Aber auch Migration und Barrieren, die damit einhergehen, können durch die Jugendsozialarbeit teils aufgefangen werden.

 

„Wir verhindern mit der Jugendsozialarbeit, dass junge Menschen auf die schiefe Bahn kommen. Jedes Kind soll die Chance erhalten, etwas aus ihrem Leben machen zu können!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann. Und auch Schulleiterin Maria Scheuring sieht absolut Bedarf: „Gerade die Corona-Krise ist für junge Familien, insbesondere für Schülerinnen und Schüler eine große Belastung: Präventiv könnte die Jugendsozialarbeit unterstützend tätig werden und den jungen Heranwachsenden eine wichtige Stütze sein bzw. Orientierung geben.“

 

Idealerweise könnte schon zum neuen Schuljahresbeginn eine Teilzeitstelle geschaffen werden, die dann ein Büro an der Grundschule bezieht. Die Einrichtung einer Jugendsozialarbeit in Schonungen ist erst seit kurzem möglich bzw. kann sie nun genehmigt werden. Dank Förderungen durch Freistaat und Landkreis reduziert sich der jährliche gemeindliche Eigenanteil auf etwa 12.500 Euro. Hinzu kommt die einmalige Einrichtung eines Arbeitsplatzes an der Schule. Die Jugendsozialarbeit soll möglichst dauerhaft fortgesetzt und auch einen festen Platz an der dann neugebauten Grundschule erhalten, wie Bürgermeister Stefan Rottmann erklärt. Wie Oliver Pfister vom Landratsamt erklärt, will nun auch der Landkreis für die Realschule in Schonungen eine solche Jugendsozialarbeit etablieren.

Foto: Schon deutlich ausgeweitet hat die Großgemeinde Schonungen in den vergangenen Jahren das Angebot der Schulmittagsbetreuung. Eigens dafür wurden weitere Räumlichkeiten im Grundschulkomplex zur Verfügung gestellt. (Foto St. Rottmann)