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Schonungen verjüngt sich weiter

Starke Nachfrage nach Betreuungs- und Kindergartenplätze in allen 9 Einrichtungen

Die Belegungszahlen der Kindergärten lassen keinen Zweifel aufkommen: Schonungen mit seinen Ortsteilen verjüngt sich immer weiter. Der Zuzug junger Familien und Geburtenboom in der Großgemeinde ist ungebrochen. Betreuungsplätze vom Kleinkind über Vorschulkinder bis hin zur Schulkindbetreuung sind sehr begehrt.

 

Jedes Jahr im Herbst treffen sich die Kindergartenleitungen und Trägervereine zu einem Austausch. Corona-bedingt fand die Zusammenkunft diesmal in der Alten Kirche Schonungen statt um die Abstände der knapp 20 Teilnehmer zu wahren. „Gerade in diesen Zeiten brauchen die Kindergärten das Rathaus als verlässlichen Partner. Wir wissen es zu schätzen, was die Betreuerinnen und Betreuer, aber auch die Träger in diesen Zeiten leisten!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Er erinnerte auch nochmal an den Corona-Lock-Down im März und die Schließung der Kindergärten: „Da waren viele Eltern verzweifelt und konnten ihren Berufen nicht mehr nachgehen!“

 

Obwohl die Platzkapazitäten erweitert und an bestehenden Kindergärten in den vergangenen Jahren An- bzw. Umbauten umgesetzt wurden, sind aktuell einzig im Kindergarten Reichmannshausen vereinzelt noch freie Betreuungsplätze vorhanden. Insgesamt 327 Kinder besuchen die neun Kindergärten der Großgemeinde. Etwa 80 Kinder sind dabei unter 3 Jahre.

 

Der „Run“ auf die Kindergärten hält seit fast sieben Jahren konstant an. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Fachkräfte und gut ausgebildetes Betreuungspersonal bzw. Ehrenamtliche für die Vorstandschaften der Trägervereine bzw. Elternbeiräte zu finden. Um eine Entlastung bei den Kindergärten zu schaffen, hat die Gemeinde nun ein weiteres, eigenständiges Schulkindbetreuungsangebot an der Grundschule durch das „Haus Marienthal“ geschaffen.

 

Bürgermeister Stefan Rottmann erinnerte im Rahmen des Jahrestreffens nochmal an erfolgreich abgeschlossene Kindergartenprojekte in den letzten Jahren: Alleine die Kinderkrippe hatte ein Investitionsvolumen von etwa 2,5 Mio. Euro, dazu kommt noch die neue Straßenumfahrung, Parkplätze und Gehwege an der neuen Krippe. Von der benachbarten neugebauten Energiezentrale ausgehend, wird die Kindertagesstätte nun mit klimafreundlicher Wärme in den Wintermonaten versorgt. Außerdem wären da Investitionen beispielsweise in die Außengestaltung des Kindergartens in Mainberg, die komplett neukonzipierte Außenanlage in Abersfeld zu nennen oder aber die große Spielburg im Kindergarten von Marktsteinach. Am Waldkindergarten in Schonungen direkt an der Streuobstwiese wurde eine Schafsweide angelegt. Hinzu kommt natürlich der laufende Bauunterhalt der neun Kindergärten.

 

Rottmann dankte auch in diesem Jahr neben den Fördermittelgebern, den vielen ehrenamtlich tätigen Eltern, vor allem aber auch der örtlichen Kirchenverwaltung und im Zusammenhang mit dem Waldkindergarten der Arbeiterwohlfahrt für die gute Zusammenarbeit. Die Gemeinde sei entschlossen zügig noch weitere Sanierungs- und Neubauprojekte anzugehen. Gerade in Hausen stelle sich akut die Frage, ob eine Sanierung oder gar ein Neubau in Frage kommt. Und auch die Kindergärten in Reichmannshausen, Waldsachsen und Abersfeld sind sanierungsbedürftig. Wichtig sei nun, dass sich die Diözese als jeweiliger Immobilieneigentümer positioniert und seine Bereitschaft signalisiert die Projekte anzugehen.

Erfreulich sei, dass die Kindergärten in den letzten Jahren rege am Gemeindegeschehen teilnahmen, sei es bei Kirchweih- und Faschingsumzügen oder am Schonunger Weihnachtsmarkt. Mit Tag der offenen Türen, Kindergartenfesten oder durch öffentliche Baumpflanzungen werden die Kindergärten und deren Bedeutung regelmäßig ins Bewusstsein gerufen.

 

Mit den neu entstandenen Senioren- und Pflegeeinrichtungen, sei es die Tagespflege, Sozialstationen oder das Seniorenzentrum in Schonungens neuer Mitte gab es noch vor Corona auch zahlreiche Projekte und Kooperationen.

Foto: Kaum fertiggestellt, ist die neue Kinderkrippe in Schonungen auch schon wieder nahezu vollständig belegt. 36 Kleinkinder besuchen aktuell die neue Einrichtung. (Foto St. Rottmann)