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Selbstbewusst und Weltbewusst im Puls von Autonomie und Verbundenheit

Bad Kissingen – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Heiligenfelder Gespräche" hat Frithjof Paulig am 30. September 2020 einen Vortrag in der Akademie Heiligenfeld gehalten. Der Coach von Führungskräften sprach zum Thema "Selbstbewusst und Weltbewusst im Puls von Autonomie und Verbundenheit". Im Vortrag veranschaulichte er den Teilnehmenden die Möglichkeit, bei sich anzukommen und sich hier ganz zu fühlen, trotz tagtäglicher Zweifel und Unsicherheiten.

 

Laut Paulig liege es in der menschlichen Natur, jeglichen Schmerz krampfhaft von sich wegzustoßen. Es entstehe Entfremdung durch das Suchen von Schuld und Auslösern bei der Erlangung von Anerkennung, Liebe, Macht und Geld im Außen. Es scheine, dass Menschen sich darauf fixieren, wie sie sein wollen, obwohl jede Fixierung sie weiter von sich selbst und ihrer unendlichen Tiefe an Möglichkeiten entferne. Paulig sagte: „Auf nicht erfüllte Pläne und Vorstellungen folgt letztendlich Enttäuschung und der Drang, nichts mehr fühlen zu wollen.“ Er fügte hinzu: „Wenn wir Glück haben, halten wir das nicht durch.“ Dauerhafte Anspannung führe zu Sinnlosigkeit. Schmerz ist wichtig. Wenn er zugelassen wird, entwickle sich ein Gefühl von Lebendigkeit. Diese sowie andere Emotionen und Erfahrungen machen den Menschen einzigartig. Paulig erklärte: „Die Welt besteht aus Impulsen und jeder Mensch ist einer davon.“

 

Hilfreich sei, sich die Frage „was will ich wirklich?“ immer wieder zu stellen, sobald man eine Antwort sehe. Es gelte, tiefer nachzuhaken, was der Kern unserer Wünsche sei.

Außerdem erläuterte er, dass Unsicherheit nicht aufhalten solle, Beziehungen entstehen zu lassen. Keiner weiß, was morgen sein werde, dennoch sei jede Person „Leben“ und zu Großem fähig, sobald sie sich mit anderen Menschen vernetze. Schließlich forderte Paulig auf, die Wahrnehmung mit all der Verletzlichkeit und Einzigartigkeit eines Menschen anzunehmen und etwas Großes daraus wachsen zu lassen.