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Stadt Schweinfurt informiert

Top 1: Oberbürgermeister Sebastian Remelé in Göteborg; Top 2: Sirenenprobealarm im Stadtgebiet Schweinfurt; Top 3: High Tech Agenda Bayern verspricht Robotik-Center für Mensch-Maschine-Interaktion in Schweinfurt mit 260 Studienplätzen; Top 4: 1. Schweinfurter Wirtschaftstreff

Top 1: Auf dem Programm: SKF Konzernzentrale, Chalmers Universität und Oberbürgermeisterin von Göteborg

Schweinfurt Die Stadt Schweinfurt hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten weiterentwickelt. Weg vom reinen Industriestadt-Image hin zu einer weltoffenen Stadt mit Kunst und Kultur. Nichts desto trotz bleibt die Industrie das Herzstück Schweinfurts. Um auch künftig von ihr profitieren zu können, ist es Aufgabe der Stadt, den Standort Schweinfurt attraktiv zu halten und Kontakte zu den Mutterkonzernen zu pflegen.

Aus diesem Anlass reiste Oberbürgermeister Sebastian Remelé in Begleitung von Ordnungsreferent Jan von Lackum und Wirtschaftsförderin Pia Jost für drei Tage nach Göteborg, dem Hauptsitz der Firma SKF.

 

Gleich an Tag 1 stand ein wichtiges Thema auf der Tagesordnung. Im SKF Head Office ging es um die aktuelle Situation von SKF und die technologischen Entwicklungen, insbesondere der Transformation zur Industrie 4.0 und um die Digitalisierung.

 

Dass es schon heute Produktionsstätten gibt, die nahezu voll automatisiert sind, wo Roboter fast alle anfallenden Tätigkeiten erledigen, zeigte sich eindrucksvoll bei einer Werksbesichtigung. Pro Schicht sind in einer solchen Halle noch etwa zehn Mitarbeiter beschäftigt.

 

Tag 2 führte die Delegation aus Schweinfurt in die Chalmers Technical University.

Vertreter der Universität präsentierten deren Geschichte sowie die heutige Ausrichtung und die Schwerpunkt-Forschungsthemen.

Seit 1994 ist die Universität eine Stiftungsuniversität. Zunächst als Experiment gedacht, erwies sich dies als Erfolgsmodell, ist die Universität heute doch eine weltweit hochangesehene Technische Universität, die in Rankings stets vordere Plätze belegt. 75% der Tätigkeit ist Forschung. Die restlichen 25 % sind derzeit rund 11.000 internationale Studierende in Masterprogrammen. Die meisten nichteuropäischen Studenten kommen aus Indien, China und Pakistan. Die Universität unterhält zahlreiche strategische Partnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen und arbeitet in Projekten mit SKF zusammen. Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit der Industrie sind Forschung und Entwicklung, aber natürlich auch Fachkräftegewinnung.

 

Dass Zukunft auch Herausforderung ist, dazu tauschte sich Oberbürgermeister Sebastian Remelé mit Kent Viitanen, Präsident Bearing Operations SKF am Nachmittag aus. Die Digitalisierung und Industrie 4.0 wird Auswirkungen auf die Arbeitsplatzgestaltung haben, auch am Standort Schweinfurt. Daher muss es Ziel sein, gemeinsam mit der Belegschaft die Zukunft zu gestalten und den Transformationsprozess erfolgreich zu bewältigen. Zum einen muss die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhalten und ausgebaut werden, gleichzeitig müssen aber auch die Beschäftigten bei der Bewältigung dieser Herausforderungen mitgenommen und für die Notwendigkeit der eigenen Veränderungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit sensibilisiert werden. Am Standort in Göteborg ist man bereits einige Schritte weiter, so dass diese Erfahrungen für den Standort Schweinfurt genutzt werden können und sollen.

 

Dass Göteborg und Schweinfurt prinzipiell vor den gleichen Herausforderungen stehen, zeigte sich bei einem Austausch der beiden Stadtoberhäupter. Anneli Rhedin, Oberbürgermeisterin von Göteborg empfing Oberbürgermeister Sebastian Remelé im Rathaus der mit über 570.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Schwedens. Auch hier sind Themen wie beispielsweise die Integration Zugewanderter zu meistern.

Was die Wirtschaftsförderung betrifft, ist Göteborg anders aufgestellt.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Göteborg umfasst neben der Stadt Göteborg sechs weitere kommunale Gebietskörperschaften. Dennoch sind auch hier Parallelen zu finden. Eine zentrale Herausforderung Göteborgs der letzten Jahre bis Jahrzehnte war der Strukturwandel vom Werftenstandort zu einem modernen, innovativen Wirtschaftsstandort. Besonders interessant und auch impulsgebend war die Besichtigung des Lindholmen Science Parks, der mit einer E- bzw. Hybrid-Busstrecke angefahren wird. Darüber hinaus haben zahlreiche namhafte Unternehmen in den Park, der auf einem ehemaligen Werftsgelände entstand, investiert und arbeiten dort an Innovationen.

 

Top 2: Sirenenprobealarm im Stadtgebiet Schweinfurt

Schweinfurt – Die Stadt Schweinfurt wird am

Dienstag, 22. Oktober in der Zeit von 09:00 bis 13:00 Uhr

mehrmals an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Sirenen testen.

 

Unter anderem wird eine mobile Sirene mit der Drehleiter der Schweinfurter Feuerwehr an unterschiedlichen Orten der Stadt eingeschaltet, um Standorte zu testen, an denen sich aktuell keine Sirene befindet.

 

Es handelt sich lediglich um Probealarme, ein Grund zur Beunruhigung besteht nicht.

 

Top 3: High Tech Agenda Bayern verspricht Robotik-Center für Mensch-Maschine-Interaktion in Schweinfurt mit 260 Studienplätzen

Schweinfurt - Zukunft findet Stadt – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in seiner Regierungserklärung vom 10. Oktober die volle finanzielle Unterstützung für ein Robotik-Center für Mensch-Maschine-Interaktion in Schweinfurt mit 260 Studienplätzen zugesichert.

Schweinfurt ist damit Teil der HighTech Agenda Bayern und erhält für das Robotik-Center ebenso wie Kempten für ein Zentrum Pflege Digital, Deggendorf für ein Zentrum für Digitalisierungstechnologien, Aschaffenburg für den Studiengang „Medical Engineering“ mit der Zusage, dass diese Projekte vollständig finanziert werden können, Planungssicherheit. Hinzu kommt noch der Ausbau des Fraunhofer-Instituts für angewandte Informationstechnik zum Thema Blockchain am Standort Bayreuth.

 

„Das ist eine großartige Neuigkeit für die Stadt Schweinfurt. Mit dem neuen Robotik-Centrum für Mensch-Maschine Interaktionen gehen wir einen großen Schritt weiter in Richtung Zukunft. Wir müssen dem digitalen Zeitalter mit genau solchen Innovationen wie diesen begegnen, um uns auch weiterhin im Wettbewerb halten zu können. Teil der HighTech Agenda Bayern zu sein bedeutet für die Stadt Schweinfurt eine große Chance“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

 

Auf der Fläche des Ledward Campus wird hierfür nun im Rahmen des i-factory-Konzeptes als erstes von drei Gebäuden das Robotik-Gebäude für die beiden Studiengänge Robotik (dt.) und robotics (engl.), errichtet. Das Gebäude soll 2025 fertiggestellt sein.

 

Top 4: 1. Schweinfurter Wirtschaftstreff Anmeldung ab sofort möglich

Schweinfurt - Zum 1. Schweinfurter Wirtschaftstreff am

5. November 18:00 Uhr

lädt die Wirtschaftsförderung alle Unternehmerinnen und Unternehmer der Stadt in das ChancenCenter, Amsterdamstr. 16/18, Halle 2.2 ein.

 

Kurzen Berichten der Stadtverwaltung zur Schul- und Kindergartenentwicklung sowie zu Vorhaben der Innenstadtbelebung folgt die FHWS mit Einblicke in Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Danach stellen sich die Apicon GmbH und die Fa. Pase Licht- und Tontechnik vor.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Austausch.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 51-6076 oder per E-Mail an margot.buettner@schweinfurt.de möglich.

Die Schweinfurter Delegation zeigte sich beim Rundgang durch die moderne SKF Fabrik in Göteborg sehr beeindruckt. Auf dem Foto – v.l.: - Produktionsleiter Niklas Udgren, Wirtschaftsförderin Pia Jost, SKF Pressesprecher Theo Kjellberg, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Ordnungsreferent Jan von Lackum, D-Fabrik Werkleiter Kostadin Kostavski, Manager Produktionssysteme Torsten Nordgren, SKF GmbH Geschäftsführer Harald Speck und Managing Director SKF Sweden and Country Manager Ajay Naik. Bild: SKF (Kwok-Keung Cheng)