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Stadt Würzburg informiert

Top 1: Mobile Rampen für Würzburg – Top 2: Weltpankreaskrebstag - Top 3: Gedenken gegen Diskriminierung und Ausgrenzung - Top 4: Ralf Duggen übernimmt die Leitung des Internationalen Festivals für Straßenmusik und Straßenkunst - Top 5: Konzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim zu Gunsten der Würzburger

Seniorenvertretung

Würzburg
Top 1: Ein wichtiger Beitrag für mehr Barrierefreiheit.

Die Stadt Würzburg bezuschusst die Anschaffung mobiler Rollstuhlrampen
für Geschäftsinhaber:innen
Für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, stellt oftmals bereits eine
kleine Stufe ein K.O.-Kriterium dar – sie können einen Laden nicht
betreten. „Schon eine Stufe von wenigen Zentimetern ist für einen
Elektrorollstuhl nicht überwindbar. Abhilfe kann in solchen Fällen eine
mobile Rampe schaffen. Eine Stufenhöhe von bis zu 13 cm kann damit gut
überbrückt werden“ berichtet Julian Wendel, Kommunaler
Behindertenbeauftragter und Mitglied beim Verein WüSL e.V.
Der Verein WüSL hat im letzten Jahr mit seinen Legorampen intensiv auf
das Thema aufmerksam gemacht. Die Legorampen helfen mit, die
Barrierefreiheit in den Würzburger Geschäften zu verbessern. Doch
DIN-konform, also so sicher wie sie sein sollten, sind diese Legorampen
nicht.
Hier möchte die Stadt mit tatkräftiger Unterstützung von WüSL e.V. nun
Abhilfe schaffen. Aus Mitteln zur Umsetzung des Kommunalen Aktionsplans
Inklusion fördert das Inklusionsbüro der Stadt Würzburg die Anschaffung
von mobilen Kurzrampen mit 70 Prozent - zunächst bis Ende dieses Jahres.

Interessierte Inhaber:innen von Geschäften, Restaurants, Apotheken etc.
können sich bei den beiden Inklusionsbeauftragten der Stadt Würzburg
Anke Geiter und Dr. Sandra Michel melden, wenn sie eine Rampe für ihr
Geschäft anschaffen und von den städtischen Fördergeldern profitieren
möchten (inklusion(at)stadt.wuerzburg.de).
„Eine qualitativ gute, faltbare Rampe bekommt man schon für unter 500
Euro. Wir freuen uns, dass wir mit städtischen Mitteln
Ladeninhaber:innen dabei unterstützen können, zu einem wirklich
erschwinglichen Preis mehr Barrierefreiheit herzustellen“, sagt Sandra
Michel.
Das erste Testmodell konnte vor kurzem beim Beautyspace Stövesandt in
der Kaiserstraße ausprobiert werden und soll dort nun bald in Betrieb
genommen werden.
„Wir warten gespannt, wie viele Förderanfragen bei uns eintreffen
werden, und freuen uns darauf wieder einen Schritt in Richtung einer
inklusiven Würzburger Innenstadt gehen zu können“ so Anke Geiter,
Inklusionsbeauftragte bei der Stadt Würzburg.


Top 2: Im Klinikum Würzburg Mitte Standort Juliusspital leuchtet 
das Torhaus in Lila für die Gesundheit

 

Am 17. November ist Weltpankreaskrebstag. Bekannte Gebäude in Würzburg wie das Juliusspital erstrahlen an diesem Tag in den Abendstunden in der Farbe lila. Mit dieser Aktion wollen onkologische Kliniken, Forschungseinrichtungen und der von der Deutschen Krebshilfe unterstützte Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP e.V.) die Öffentlichkeit stärker über die tückische Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse informieren und für mehr Forschungsprojekte werben.

Von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr können sich Interessierte vor Ort über die Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse informieren. Das beleuchtete Gebäude weist den Weg, im Durchgang des Juliusspital-Torhauses wird die Selbsthilfegruppe für Bauchspeicheldrüsenerkrankte AdP e.V. Würzburg gemeinsam mit dem Klinikum Würzburg Mitte Standort Juliusspital und dem Uniklinikum Würzburg einen Informationsstand anbieten.

Professor Dr. Steger (Klinikum Würzburg Mitte) sowie Professor Dr. Klein (Uniklinikum Würzburg), beides Leiter der jeweiligen Pankreaszentren sowie Gerald Rapps, Leiter der Selbsthilfegruppe für Bauchspeicheldrüsenerkrankte Würzburg AdP e.V., stehen am Stand für Fragen und Informationen zur Verfügung. Kostenlose Informationsbroschüren zu Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchspeicheldrüsenkrebs, sowie Ernährung und Diabetes stehen zur Mitnahme zur Verfügung.

Die AdP-Regionalgruppe Würzburg e.V. bietet darüber hinaus regelmäßige Informationsveranstaltungen mit Fachvorträgen über Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten der Bauchspeicheldrüse in Würzburg an. Die Referenten sind Ärzte der beiden Kliniken, mit denen die Selbsthilfegruppe für Bauchspeicheldrüsenerkrankte AdP e.V. sehr eng zusammenarbeitet. Auch Angehörige sind bei den Treffen der Selbsthilfegruppe herzlich willkommen.

 

Top 3: Gedenken gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

 

Ein offener Platz, ein steinerner Davidsstern – es ist nicht viel, was
in der Domerschulstraße auf die frühere Hauptsynagoge hinweist. Am 9.
November 1938 wurde sie von SS- und SA-Männern überfallen, Fenster und
Inneneinrichtung wie auch Leuchter und Ritualien zerstört. Zu dieser
Zeit waren Juden in Deutschland bereits ausgegrenzt und verfolgt.
„Dieses Pogrom war der letzte Test, es führte direkt in die Shoah“,
erinnerte Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden, bei
der Gedenkstunde am Ort der ehemaligen Synagoge, an die Geschehnisse.
Gleichzeitig verurteilte er den wieder steigenden Antisemitismus und die
steigende Zahl der Angriffe auf jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in
Deutschland.

Die aktuellen Angriffe seien dabei nicht zusammenhangslos. Der Krieg in
der Ukraine stelle die Gesellschaft auf eine harte Probe, Inflation und
steigende Energiepreise würden die fordern, die ohnehin schon Monat für
Monat zu kämpfen haben. Außerdem seien die Folgen der Corona-Pandemie
auf unser Zusammenleben schwer abzusehen. „Unsicherheit war schon immer
ein Nährboden für radikales Denken und vereinfachende Ideologien und
einen Hass, der sich gegen das wendet, was als anders wahrgenommen
wird“, so Schuster. 

Die Gesellschaft dürfe bei Diskriminierung nicht wegschauen, so
Schuster. Dabei sei es gleichgültig, woher die Menschen kommen – ob aus
der Ukraine, dem Bürgerkriegsland Syrien, aus Afghanistan oder dem Iran:
„Ein Mensch ist ein Mensch!“

Schuster dankte den Anwesenden, die durch ihre Anwesenheit an der
Gedenkfeier gegenüber den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die
die Last und Trauer der Shoa tragen, Empathie gezeigt und Respekt
erwiesen haben.

„Die Judenverfolgung im so genannten Dritten Reich zeigt exemplarisch,
wie kurz der Weg vom menschenverachtenden Wort zur mörderischen Tat
ist“, unterstrich Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Und alles
außer der Ermordung in den osteuropäischen Vernichtungslagern habe sich
offen vor den Augen aller abgespielt: „Die meisten haben weg- oder
schweigend und tatenlos zugesehen.“ 

Deshalb sei das Ausmaß des steigenden Antisemitismus in Deutschland
alarmierend. Durch Corona habe der Antisemitismus zusätzlichen Auftrieb
bekommen. Verschwörungstheorien stellen völlig abwegige Vergleiche
zwischen den staatlichen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung und der
NS-Rassenpolitik an.

„Eine solche Verharmlosung der Judenverfolgung, eine solche Verhöhnung
der Opfer der Shoa ist absolut unerträglich“, sagt Schuchardt. „Ich
finde es beunruhigend, dass heute teilweise wieder dieselben Mechanismen
wirksam sind, die bereits in der Weimarer Republik unheilvoll gewirkt
haben: eine als krisenhaft erlebte Umbruchsituation, eine durch gezielte
Angstmache verstärkte tiefe Verunsicherung, eine verbreitete Furcht
insbesondere der Mittelschicht vor wirtschaftlichem und sozialem
Abstieg, eine auf neuen medialen Wegen massenhaft verbreitete
Hasspropaganda, die infolgedessen auf fruchtbaren Boden fällt, und eine
Suche nach Sündenböcken, die schnell in Gewalt gegen Minderheiten
eskalieren kann.“

Hier müsse der Staat konsequent gegen antisemitische Hassrede vorgehen
sowie jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger schützen. Gleichzeitig
brauche es einen gesellschaftlichen Klimawandel. Denn niemand dürfe
schweigend und tatenlos zusehen, wenn Angehörige von Minderheiten
diskriminiert und ausgegrenzt, beleidigt, bedroht und angegriffen
werden. „Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, dass in unserem Land
und in unserer Stadt nie wieder Menschen wegen ihrer Abstammung, ihrer
Herkunft, ihrer Religion oder ihrer Weltanschauung wegen um ihre
Sicherheit oder gar ihr Leben fürchten müssen“, appellierte Schuchardt
an die Stadtgesellschaft. 

Eine Möglichkeit, dem steigenden Antisemitismus entgegen zu wirken,
sieht Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann in schulischer Projektarbeit.
Äußerer Anknüpfungspunkt könne dabei das reichhaltige jüdische
kulturelle Erbe sein. So könnten Schülerinnen und Schüler erarbeiten,
wie jüdisches Leben ausgesehen hat und heute aussieht. So haben alle
Schulämter in Unterfranken bereits zugesagt, geeignete Aktivitäten zu
entwickeln. 

Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung beteten Rabbi Jakov Ebert und
Rabbi Shlomo Avrasin das Kaddisch. 

 

Top 4: Ralf Duggen übernimmt die Leitung des Internationalen Festivals für
Straßenmusik und Straßenkunst

Zehn Jahre lang stand das Internationale Festival für Straßenmusik und
Straßenkunst, kurz STRAMU, unter der Leitung von Mike Sopp. Seit
Gründung des Festivals durch Antje Molz im Jahr 2004 entwickelte es
sich unter der Leitung Sopps stetig weiter und lockte in den letzten
Jahren 100.000 an Besucherinnen und Besucher in die Würzburger
Innenstadt.
Nachdem vor kurzem der Rücktritt Mike Sopps bekannt wurde, ist nun auch
die Nachbesetzung offiziell geklärt. Ralf Duggen, Mitbegründer und seit
28 Jahren Geschäftsführer des Umsonst & Draußen Festivals übernimmt ab
sofort die Leitung für das STRAMU. Der studierte Sozialpädagoge Duggen,
der zugleich Vorstand im Dachverband freier Würzburger Kulturträger ist,
wird dafür Ende 2022 die Geschäftsführung des Umsonst & Draußen Festival
niederlegen. Duggen selbst schätzt das STRAMU seit vielen Jahr: „Die
Belebung der Innenstadt mit Musik und Artistik schafft unmittelbare
kulturelle Erlebnisse und vielerlei Begegnungen." Großen Respekt hat er
vor der Arbeit von Gründerin Antje Molz und dem bisherigen Leiter Mike
Sopp. "Sicher gibt es Ideen, wie man das STRAMU weiterentwickeln kann.
Aber das STRAMU ist gut, wie es ist und ich freue mich auf das 20.
Festival 2023." Kostenlose und somit auch barrierefreie Kultur für alle
ist für Duggen elementar, „…das war schon beim Umsonst & Draußen
Festival so und ist bei meiner neuen Aufgabe, dem STRAMU, genauso.", so
Duggen.

Der Würzburger Kulturreferent Achim Könneke ist sehr zufrieden mit der
Neubesetzung. „Da das beliebte Straßenmusik-Festival mit Ralf Duggen
einen erfahrenen Netzwerker der Würzburger Kulturszene gefunden hat, der
mit viel Erfahrung und neuen Ideen das STRAMU in den nächsten Jahren
weiterentwickeln kann.“ Könneke dankte Mike Sopp für sein langjähriges
Engagement und gutes Gespür bei der Auswahl der Künstlerinnen und
Künstler in den Sparten Musik, Theater und Artistik.
Das STRAMU gilt als eines der größten Festivals für Straßenkunst in
Europa. Im kommenden Jahr wird es vom 8. bis 10. September 2023
stattfinden. 

 

 

Top 5: Konzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim zu Gunsten der Würzburger
Seniorenvertretung

Am dritten Adventsonntag, 11. Dezember, spielt um 14 Uhr das
Heeresmusikkorps Veitshöchheim zu Gunsten der Würzburger
Seniorenvertretung im CCW. Das Orchester unter der Leitung von
Oberstleutnant Roland Kahle hat neben traditioneller Militärmusik und
Transkriptionen klassischer Ouvertüren auch Werke für sinfonische
Blasorchester bis hin zur Filmmusik und Big-Band-Arrangements im
Program. 
Tickets können ab sofort in der Tourist-Info im Falkenhaus telefonisch
und online oder im persönlichen Verkauf für 19 Euro oder 14 Euro
erworben werden.
Mit dem Erlös des Konzertes unterstützt die Seniorenvertretung
verschiedene Projekte Würzburg unterstützen.

Bildbeschreibung: Das Foto zeigt den Eingang zum Beautyspace Stövesandt in der Kaiserstraße 15 in Würzburg. Eine blaue mobile Rampe überbrückt die Stufe zum Eingang. Am oberen Ende der Rampe stehen Nils Offenmüller, Inhaber des Beautyspace Stövesandt, und Ulrich Lorey von WüSL e.V.. Rechts neben der Rampe sind Julian Wendel (WüSL e.V., Kommunaler Behindertenbeauftragter) und Dr. Sandra Michel von der Stadt Würzburg zu sehen. Foto: Niclas Helbing

Bild: Christian Schuchardt bei der Gedenkveranstaltung am Platz der ehemaligen Synagoge. Foto: Christian Wei

Bild: Ralf Duggen. Foto: Dita Vollmond