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Standesamt veröffentlicht Statistik 2020

Ein besonderes Jahr auch für das Standesamt Schweinfurt - Auf die Zahl der Trauungen hat sich die Pandemie am meisten ausgewirkt

SCHWEINFURT -Das Standesamt Schweinfurt veröffentlicht seine Jahresstatistik 2020 (Zahlen in Klammern stellen die Zahlen des Jahres 2019 dar).

 

Im Standesamt Schweinfurt fanden 2020 erneut zahlreiche Beurkundungen statt; dabei waren manche Zahlen, teilweise auch aufgrund der aktuellen Situation, leicht rückläufig. Die tägliche Arbeit wurde jedoch durch die Corona-Pandemie sehr erschwert und es war oft nicht einfach, die Vorschriften zu Kontaktbeschränkungen etc. umzusetzen und dennoch alle Aufgaben zu erfüllen. Im Standesamt wird täglich vor Ort gearbeitet und die Bürger können nach einer entsprechenden Terminvereinbarung auch derzeit ins Rathaus kommen.

 

Die Zahl der Geburten wird von der Pandemie nicht zeitnah beeinflusst und blieb nahezu unverändert. Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt im vergangenen Jahr 2381 (2435) Geburten beurkundet (1225 Jungen, 1156 Mädchen). Dabei wurden 8 Babys zuhause geboren, davon 2 in Gemeinden, die die Aufgaben des Standesamtes an die Stadt Schweinfurt übertragen haben.

 

Im vergangenen Jahr wurden dabei 36 Zwillinge geboren. Fast 70% der Mütter waren verheiratet und ca.73% der Mütter sind deutsche Staatsangehörige. 509 der in Schweinfurt beurkundeten Babys können auch als neue Einwohner Schweinfurts begrüßt werden. Ca. 68% der Kinder haben einen Vornamen, 29% zwei und fast 3% drei Vornamen erhalten. 3 Babys haben mehr als drei Vornamen bekommen.

 

Als beliebteste Namen wurde für Mädchen Lena, Mia und Ella gewählt, die Jungen haben mit Abstand am häufigsten die Namen Felix und Max erhalten.

Trotz der aktuellen Situation ist auch die Zahl der Sterbefälle nahezu gleichgeblieben. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 1634 (1667) Sterbefälle beurkundet (832 Männer, 802 Frauen). 668 Verstorbene hatten ihren früheren Wohnsitz in Schweinfurt, 45 Verstorbene waren ausländische Staatsangehörige.

 

Auf die Zahl der Trauungen hat sich die Pandemie am meisten ausgewirkt: Zwar waren mit Ausnahme eines Samstags Eheschließungen immer möglich – auch zu der Zeit, als das Rathaus im Frühjahr für die Bürger grundsätzlich geschlossen war. Die Zahl der Gäste und die Ausgestaltung der Zeremonie musste aufgrund der Bestimmungen jedoch meist sehr beschränkt werden und auch Feiern waren teilweise kaum möglich. Dies führte häufig zu kurzfristigen Absagen oder Verschiebungen, teilweise auch mehrmals oder bis ins nächste Jahr. Manchmal waren hierfür auch Reisebeschränkungen der Grund, wenn beispielsweise die Verlobte aus dem Ausland oder auch Gäste aus einem anderen Bundesland nicht anreisen konnten. Insgesamt führten die sich häufig ändernden Vorschriften verbunden mit der Spontanität der Brautleute zu einem erhöhten Aufwand im Standesamt. Aber auch in dieser besonderen Zeit haben viele Paare im kleinen Kreis, aber dennoch mit großen Emotionen „Ja“ zueinander gesagt.

 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Standesamtsbezirk Schweinfurt 314 (404) Ehen geschlossen. Davon haben 53 Brautpaare hier geheiratet, obwohl sie keinen Wohnsitz im Standesamtsbezirk Schweinfurt haben, zusätzlich haben 56 Paare aus dem Standesamtsbezirk ein auswärtiges Standesamt für die Eheschließung gewählt. Im Rahmen der Aufgabenübertragung hat das Standesamt Schweinfurt 75 Eheschließungen von Paaren aus den Gemeinden beurkundet, insgesamt wurden 60 Trauungen auch in den Gemeinden von den Bürgermeistern/Bürgermeisterinnen vollzogen.

 

Die an Samstagen angebotenen Trautermine werden gern angenommen und sind oft frühzeitig ausgebucht. Insgesamt wurden in Schweinfurt und in den Gemeinden im vergangenen Jahr an 31 Samstagen 108 Ehen geschlossen.

Gut dreiviertel der Ehepaare wählten den Namen des Mannes, ca. 5% den Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen; insgesamt trägt in 21 Fällen einer der Partner einen Doppelnamen. 56 Paare (fast 18%) haben keinen gemeinsamen Ehenamen bestimmt.

Seit 01.10.2017 können auch gleichgeschlechtliche Partner die Ehe schließen. Die Begründung einer Lebenspartnerschaft ist seitdem nicht mehr möglich, bereits bestehende Lebenspartnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden.

Im Jahr 2020 wurden im Standesamt Schweinfurt 4 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen (jeweils 2 weibliche und 2 männliche Verlobte).

 

Die Zahl der Scheidungen von im Standesamtsbezirk Schweinfurt oder ggf. im Ausland geschlossenen Ehen betrug einschließlich 1 Lebenspartnerschaft 165 (181) und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken. Von den geschiedenen Ehen waren 145 in Schweinfurt und 20 in den Gemeinden, die ihre Aufgaben an das Standesamt Schweinfurt übertragen haben, geschlossen worden. Bei 126 Scheidungen hatte mindestens 1 früherer Ehegatte aktuell seinen Wohnsitz in Schweinfurt.

 

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr ebenfalls leicht gesunken. Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt 559 Erklärungen aufgenommen (645), davon 361 Erklärungen von Schweinfurter Bürgern und Bürgerinnen. 206 Personen traten aus der evangelischen, 352 Personen aus der katholischen und 1 Person aus einer anderen Religionsgemeinschaft aus.

 

Dem Standesamt Schweinfurt wurden vor einigen Jahren die Standesamtsaufgaben der Gemeinden Dittelbrunn, Geldersheim, Schonungen und Üchtelhausen sowie der Verwaltungsgemeinschaft Schwanfeld übertragen. Trauungen sind weiterhin in den Gemeinden möglich und werden dort von den Bürgermeistern/Bürgermeisterinnen durchgeführt. Dieses Angebot wird auch von zahlreichen Brautpaaren aus diesen Gemeinden gerne angenommen.  

Trausaal Schweinfurt