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THWS informiert

Top 1: Entscheidungshilfe für den nächsten Schritt: Schnupperstudium an der THWS - Top 2: THWS-Absolvent der Kunststoff- und Elastomertechnik mit ALLOD-Werkstoff-Preis prämiert

Top 1: Studieninteressierte können vom 11.-20. Juni 2025 Vorlesungen an der Hochschule in Würzburg und in Schweinfurt besuchen

 In den Pfingstferien bietet das Schnupperstudium an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) vom 11. bis 20. Juni 2025 eine einzigartige Gelegenheit, das Studierendenleben hautnah zu erfahren und verschiedene Studiengänge kennenzulernen. Dazu eingeladen sind alle Interessierten am Studium, insbesondere Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen bzw. der Oberstufe. Durch die Teilnahme an speziell dafür ausgesuchten Vorlesungen, Seminaren und Workshops können sie ihre Interessen erkunden, erste Kontakte knüpfen und sich auf den Übergang von der Schule zum Studium vorbereiten.

Das Schnupperstudium ermöglicht es, den Campus und die Einrichtungen der Hochschule zu erkunden und sich mit Studierenden sowie Dozierenden auszutauschen. Diese Erfahrung hilft dabei, fundierte Entscheidungen über die zukünftige berufliche Laufbahn zu treffen und einen erfolgreichen Start ins Studium zu ermöglichen.

Die Teilnahme ist kostenlos und meist ohne vorherige Anmeldung möglich. Das Programm ist auf der THWS-Webseite zu finden: https://www.thws.de/studieninteressierte/schnupperstudium

In diesem Jahr ist jeder Bachelorstudiengang an der THWS beim Schnupperstudium vertreten – ein besonders vielfältiges Angebot gibt es in den Bereichen Soziale Arbeit, Kommunikationsdesign, Angewandte Mathematik, Kunststoff- und Elastomertechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen. In den Bereichen Medienmanagement und Informationssicherheit können auch Online-Vorlesungen besucht werden.

 

Unterschied zwischen Universität und Hochschule

Technische Hochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bieten eine exzellente Ausbildung durch ihre praxisorientierten Studiengänge und die direkte Verbindung zur Berufswelt. Neben der praxisorientierten Lehre betreiben diese Hochschulen auch angewandte Forschung, die sich direkt auf praktische Anwendungen und Lösungen konzentriert. Während Universitäten stärker auf Grundlagenforschung setzen, integrieren Hochschulen praxisrelevante Forschung in ihre Lehre, um Studierende optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Ein häufiges Missverständnis ist, dass sich Universitäten und Hochschulen in der Qualität unterscheiden. In Wirklichkeit unterliegen beide den gleichen hohen Qualitätsstandards und bieten Studiengänge mit sowohl theoretischen als auch praktischen Inhalten an. Der Ruf einer Bildungseinrichtung hängt weniger von ihrem Status als Universität oder Hochschule ab, sondern vielmehr von der Qualität der Lehre, Forschung und den gebotenen Möglichkeiten für die Studierenden. Seit der europaweiten Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse sind die Abschlüsse beider Laufbahnen gleichwertig.

 

Top 2: 27. Alumni-Veranstaltung des Förderkreises Kunststofftechnik „Poly-KING“

 Werkstoff-Preis für beste Bachelorabschlussarbeit: Auf der Alumni-Veranstaltung des Förderkreises Kunststofftechnik „Poly-KING“ an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat Kurt Gebert, Geschäftsführer der ALLOD Werkstoff GmbH & Co. KG dem THWS-Bachelorabsolventen Christian A. Eroschenko den 16. ALLOD-Werkstoff-Preis verliehen.

 

Auch in diesem Jahr hat die Firma ALLOD aus Burgbernheim damit die beste Abschlussarbeit des Bachelorstudiengangs Kunststoff- und Elastomertechnik prämiert. Das Preisgeld von 1.000 Euro und eine kleine Skulptur drücken die Wertschätzung dieser besonderen Leistung aus. Der Forschungsgegenstand der Bachelorarbeit lautete „Analyse von Isolationspulverlacken auf Kupferschweißstellen zur Qualitätssicherung“ und wurde mit der Note 1,0 bewertet. Die Arbeit entstand in Kooperation mit der Firma ZF Friedrichshafen AG.

 

Prof. Dr. Jörn Leiber von der Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung (FKV), betreute die Arbeit während ihres Entstehungsprozesses und beglückwünschte Christian Eroschenko zu seiner herausragenden Leistung: „Diese Arbeit verdient in vielen Bereichen außergewöhnliches Lob. Hervorzuheben ist der sprachliche Stil, der vielzitierte ,rote Fadenʼ, der sich durch den gesamten Text zieht, sowie Aufbau und Struktur. Ein großes Lob für diese Leistung!“

 

Erfolgreiche Dissertation und professorale Neuberufung

 Im Anschluss an die Preisverleihung informierte Prof. Dr. rer. nat. Volker Herrmann, Studiendekan FKV, über den Poly-KING-Verein und den neuen Bachelorstudiengang Applied Polymer Engineering, den es als englischsprachigen TWIN-Studiengang seit dem Wintersemester 2024/25 an der THWS gibt. Er beglückwünschte zudem Dr. Stefan Frosch, der im Oktober 2024 seine Dissertation an der THWS erfolgreich verabschiedet und abgeschlossen hatte. „Dr. Froschs Beitrag zur Forschung wird zweifellos nachhaltig wirken“, so Prof. Dr. Herrmann.

 

Einer der Referenten des Vortragsprogramms war der Alumni Rick Hümmert, der einen Vortrag über seine Masterarbeit mit dem Titel „Rezyklateinsatz in technischen Bauteilen – Eine praxisnahe Materialanalyse am Bauteil Lüfterrad“ hielt, welche vom VDI in diesem Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Mit diesem Preis würdigt der Fachbereich Kunststofftechnik des VDI Hochschulabsolventinnen und -absolventen für besondere Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit in der Kunststofftechnik. Wichtige Kriterien sind wissenschaftliche Exzellenz, ein strukturiertes Vorgehen sowie die praktische Relevanz des Themas.

Als erste Professorin des Studiengangs Kunststoff- und Elastomertechnik hieß der Poly-KING-Verein Prof. Dr. Melanie Rohde-Tibitanzl willkommen, die seit diesem Sommersemester an der Hochschule lehrt. „Ihr Engagement und ihre Expertise im Spritzgießen werden unsere akademische Gemeinschaft bereichern und uns unterstützen, den Studiengang in eine vielversprechende Zukunft zu führen“, resümierte Prof. Dr. Herrmann im Hinblick auf die Zusammenarbeit.

 

Verabschiedung von drei Dozenten

 Das Poly-KING-Event, das bereits zum 27. Mal stattfand, nahm die Fakultät zum Anlass, drei Dozenten zu würdigen, die sich nach vielen Jahren an der THWS verabschieden. Dipl.-Ing. Dieter Lambl, seit 1992 an der Hochschule unter anderem als Studienfachberater und Beauftragter für Praktika, wurde von Prof. Dr. Leiber für seine verlässliche Arbeit gedankt. Auch Prof. Dr. Herrmann dankte ihm für sein Wirken an der Hochschule und hoffte auf dessen Teilnahme bei zukünftigen Poly-KING-Veranstaltungen, um den kollegialen Kontakt auch im Ruhestand aufrechtzuerhalten.

 

Prof. Dr. Ludwig Schlenk kam 1999 aus dem Industriebereich an die THWS. „Ich blicke auf mehr als 20 Jahre an der Hochschule zurück und erinnere mich an meinen Beginn und die Vorlesung ,Technische Mechanikʼ. Die Lehre hat mir viel Freude bereitet – dies steht und fällt mit den Studierenden, deshalb gilt ihnen mein besonderer Dank. Auch die Zeit als Dekan war sehr prägend für mich.“ Prof. Dr. Leiber dankte Prof. Dr. Schlenk, der in seiner Funktion als Studiengangleiter maßgeblich für die stetige Weiterentwicklung des Studiengangs verantwortlich gewesen war: „Prof. Dr. Schlenk führte das Fachgebiet Kunststoffschweißen ein und intensivierte es. Ebenso verantwortete er das Feld der additiven Fertigung im Masterstudiengang.“ Auch Prof. Dr. Schlenk war als Dekan an der Fakultät tätig und bis zuletzt Studiengangleiter. „Seine Arbeitsweise war auf pragmatische Lösungen ausgelegt. Ich danke ihm für die Unterstützung und blicke gerne auf die Zeit mit meinem Kollegen zurück“, fügte Prof. Dr. Leiber hinzu.

 

Als Drittes wurde Prof. Ansgar Jaeger verabschiedet, der seit 2007 Teil der THWS war und nun in den Ruhestand übertritt. Seine Professur wurde von Prof. Dr. Melanie Rohde-Tibitanzl übernommen. „Ich schließe mich den Worten meines Kollegen Ludwig Schlenk an“, so Prof. Jaeger. „Die Hochschullehre habe ich immer mit Freude durchgeführt und ich danke allen Mitarbeitenden der Fakultät.“ Prof. Dr. Leiber drückte seine Wertschätzung aus: „Wir haben viele Jahre gemeinsam gelehrt. Mit seiner menschlichen und humorvollen Art vertrat Prof. Jaeger das Spritzgießen und die technische Wärmelehre. Er zog die Fäden für die Umstellung des Diploms auf den Bachelorgrad und führte in die Prüfungsordnung eine Projektarbeit im sechsten Semester ein". Prof. Dr. Herrmann fügte hinzu: „Werkzeugkonstruktion war das Gebiet, an dem kein Studierender vorbeikam. Dass er in seiner Funktion als damaliger Vorsitzender des VDI-Fachbereichs Kunststofftechnik im Juni 2011 zum ,37. Ritter der Kunststofftechnikʼ vom Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI) geschlagen wurde, zeigte, wie anerkannt er in der Branche ist.“

Am Ende der Veranstaltung betonte Prof. Dr. Herrmann seine Anerkennung an alle Vortragenden und Studierenden, die dazu beigetragen hatten, das Poly-KING-Event zu organisieren. Ebenso sprach er der Verwaltung des Poly-KING-Vereins, der rund 300 Mitglieder zählt, seinen Dank aus. Alle Teilnehmenden gedachten Prof. Dr. Schönefeld, der von 1978–2007 im Studiengang tätig war, diesen maßgeblich mit aufgebaut hatte, unter anderem auch Studiengangleiter war und im November letzten Jahres verstarb.

Informationen zum Studiengang Applied Polymer Engineering

Die Atmosphäre der Hochschule kennenlernen – das geht während des Schnupperstudiums in den Pfingstferien (Foto: THWS/Simone Friese)

Einen Hörsaal mal von innen sehen – das ist beim Schnupperstudium möglich (Foto: THWS/Jule Müller)

Preisträger und THWS-Absolvent Christian A. Eroschenko (2. v. li.), Kurt Gebert, Geschäftsführer ALLOD Werkstoff GmbH & Co. KG (li.) sowie Prof. Dr. rer. nat. Volker Herrmann, Studiendekan der Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung der THWS (re.), bei der Verleihung des ALLOD-Werkstoff-Preises (Foto: THWS/Anne Speda)

(V. li.) Prof. Ansgar Jaeger und Prof. Dr. Ludwig Schlenk, beide langjährige THWS-Professoren, im Rahmen ihres Austretens aus der Hochschule bei der Präsentübergabe durch Prof. Dr. Volker Herrmann von der Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung (Foto: THWS/Anne Speda)

Drei Generationen von THWS-Professuren der Kunststoff- und Elastomertechnik: Prof. Dr. Siegfried Stitz, (li., 1978-2007), Prof. Ansgar Jaeger (re.), der die Professur von 2007-2025 inne hatte, sowie dessen Nachfolgerin Prof. Dr. Melanie Rohde-Tibitanzl, die seit dem Sommersemester 2025 an der THWS ist (Foto: THWS/Anne Speda)