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Überfraktioneller Antrag von Uwe Hartmann, Bayernpartei und Tobias Volk, FW-FBW

Antragstext: Prüfung für Verbot von Steingärten in Baugebieten

Kitzingen - Beschlussvorschlag: Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob es juristisch vertretbar ist, für neue Bauvorhaben künftig folgende Festlegung zu treffen:

„ Außenflächen müssen begrünt oder bepflanzt werden, sofern dies nicht einer anderen zulässigen Verwendung entgegensteht.“

 

Gleichzeitig wird die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, in bereits bestehenden Wohngebieten Steingärten zu verhindern – beispielsweise durch Schaffung einer entsprechenden Satzung.

 

Nach erfolgter Prüfung soll das Ergebnis dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Stadtverwaltung wird zudem gebeten, eine Aufklärungskampagne, (Pressemitteilung, vor allem auch in den Medien Fundgrube und Falter, evtl. auch durch eine Flyeraktion) zum Umweltnutzen der Vorgärten ins Leben zu rufen.

 

Begründung:

Durch die oben erwähnten Maßnahmen soll eine Verschotterung der Kitzinger Vorgärten entgegen gewirkt werden. In zahlreichen anderen Kommunen haben die Stadt- und Gemeinderäte bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen, denen es zu folgen gilt.

 

- Angesichts von Hitzesommern und auch Starkregenereignissen wird das kleinräumige Stadtklima von diesen Maßnahmen profitieren. Immer mehr Städte kommen zu der Einsicht, dass wir gerade im urbanen Bereich mehr Grünflächen benötigen.

 

- Verbaute Städte heizen sich immer mehr auf und kühlen nachts nicht mehr ab. Steingärten verstärken diesen negativen Effekt. Sie heizen sich im Sommer stärker auf als naturnahe Gärten. Die in den Steinen gespeicherte Wärme wird über Nacht abgegeben und wirkt so der erfrischenden Abkühlung entgegen. Pflanzen hingegen kühlen ihre Umwelt eher ab, da sie Wasser verdunsten. Der Boden im Steingarten kann zudem kein Wasser speichern und es fehlen meist große Pflanzen die Schatten spenden.

 

- Auf Grünflächen fühlen sich sowohl Bodenorganismen, Insekten und Singvögel wohl. Diese Maßnahme dient also nicht nur unserem städtischen Klima sondern auch der Artenvielfalt. Im Idealfall bieten begrünte Flächen den Tieren, welche in den monotonen innerstädtischen Bereich nicht überleben können Nahrung, Unterschlupf und Raum nicht zuletzt auch für ihre Kinderstube.

 

- Zu guter Letzt möchten wir auch noch darauf aufmerksam machen, dass auch für den Menschen das städtische Mikroklima von immenser Bedeutung ist, denken Sie bitte insbesondere an Menschen mit Herz- Kreislaufproblemen.