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Uniklinikum Würzburg

Myelom-Forum informiert über aktuelle Forschungsergebnisse in der Krebstherapie

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, informieren Experten des Uniklinikums Würzburg über Neuigkeiten in der Behandlung des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks: Zum sechsten Mal wendet sich das Myelom-Forum an Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten.

 

Das Uniklinikum Würzburg (UKW) ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom (MM). Außerdem gehört die bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken, des am UKW angesiedelten Onkologischen Spitzenzentrums. Diese Expertise – und die Fähigkeit, auch komplexe medizinische Zusammenhänge laienverständlich darzustellen – führen dazu, dass Patienten, Angehörige und sonstig Interessierte aus ganz Deutschland zu den am UKW veranstalteten Myelom-Foren kommen. Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, findet die sechste Neuauflage statt. Zwischen 16:00 und 19:00 Uhr stellen die Krebsspezialisten des Klinikums im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße neue Forschungserkenntnisse sowie aktuelle Therapiemethoden vor.

 

Diverse immuntherapeutische Ansätze

„Schwerpunkt der Veranstaltung sind unterschiedliche immuntherapeutische Ansätze zur Behandlung von MM und anderen Krebsarten, die wir am Klinikum in mehreren Arbeitsgruppen erfolgreich vorantreiben“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Der international renommierte Tumorexperte fährt fort: „Beim Forum werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel über den aktuellen Stand des Hemibodies-Projekt informiert, bei dem im Labor maßgeschneiderte Eiweißmoleküle das Immunsystem des Patienten so aktivieren, dass es die Krebszellen zielgerichtet zerstören kann. Außerdem sind wir dabei, die schon bei anderen Tumorerkrankungen erfolgreich eingesetzten CAR T-Zellen auch gegen das Multiple Myelom zu wenden.“ Die Idee dahinter: Weiße Blutkörperchen des Patienten werden mit einem sogenannten Chimären Antigen-Rezeptor (CAR) ausgerüstet, der wie ein Sensor ein spezielles Molekül auf den Myelom-Zellen erkennt und diese dann vernichtet.

 

Antworten auf persönliche Fragen

Wie von der Veranstaltungsreihe gewohnt, werden die Zuhörerinnen und Zuhörer Gelegenheit haben, von qualifizierter Seite Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten. Ebenfalls schon gute Tradition sind die begleitenden Infostände in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen.

 

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am 6. Myelom-Forum Würzburg ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter allerdings um eine Anmeldung bis 2. Juli 2018 im Sekretariat von Prof. Hermann Einsele unter Tel: 0931/201-40001 oder bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@kampfgegenkrebs.de.

Nach diesem halbtägigen „Forschungsspecial“ wird im November dieses Jahres das 7. Myelom-Forum als ganztägige „Großveranstaltung“ wieder ein noch breiteres Themenspektrum rund um das Multiple Myelom abdecken.

 

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

Labor CCC Mainfranken. In den Forschungslabors des Uniklinikums Würzburg werden diverse immuntherapeutische Ansätze gegen Multiples Myelom vorangetrieben. Bild: Daniel Peters / Uniklinikum Würzburg---Angriff auf Tumorzelle: Durch einen Chimären Antigen-Rezeptor können T-Zellen Tumorzellen, zum Beispiel beim Multiplen Myelom, erkennen und zerstören. Bild: Michael Hudecek / Uniklinikum Würzburg