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Veranstaltungen im Rahmen der Stolperstein-Verlegung am 2. und 6. Dezember in Würzburg

WÜRZBURG

Am Donnerstag, den 2. Dezember werden zum 30. Mal in Würzburg
Stolpersteine verlegt. Danach liegen 648 Steine in Würzburg, so viele,
wie in keiner anderen bayerischen Stadt.


Besonderes Augenmerk finden dabei zwei Verlegungen: eine um 10.30 Uhr in
der Domstraße 38. Dort wird einer fünfköpfigen Familie Pollack gedacht,
die aus Giebelstadt zugereist war und ermordet wurde. Zwei Kinder (13
und 15 Jahre alt) wurden eigens aus einem Kinderheim in München nach
Würzburg beordert, um dann sofort in den sicheren Tod zu gehen.


Bei der anderen Verlegung, die um 14.00 Uhr in der Stephanstraße 7
stattfindet, reisen Verwandte aus Israel und Frankreich an, um bei der
Zeremonie mitzuwirken.
Von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr erfolgen die Verlegungen. Näheres siehe
www.stolpersteine-wuerzburg.de .


Am Montag, den 6. Dezember findet anlässlich der 30. Verlegung eine
Abendveranstaltung im großen Ratssaal des Rathauses statt.
Als Referent dafür wurde der Historiker und Ressortleiter Innenpolitik
der Süddeutschen Zeitung Dr. Joachim Käppner gewonnen. Sein Thema bringt
die Zeit vor 80 Jahren in den Blick: „1941 – Der Angriff auf die ganze
Welt“. So ist auch sein Buch überschrieben.
Außerdem wird die erste Deportation vor 80 Jahren nach Riga
thematisiert. Die musikalische Gestaltung übernimmt Frau Anja Günther,
Perkussion.


Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr mit einem Grußwort des
Oberbürgermeisters. Angesichts der Corona-Lage ist sie nur zugänglich
nach den 2G-Regeln und nach einer schriftlichen Anmeldung bei
stolz(at)denkort-deportationen.de

 

Zum Bild: Für Familie Metzger wurden diese Steine in der Herzogenstraße verlegt. (Sept.2019) Quelle: AK Stolpersteine