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Versprechen muss man halten

Bundesweiter Aktionstag von ver.di für mehr Personal in der Pflege

KITZINGEN – „Wir machen schon seit Jahren darauf aufmerksam, dass es an Personal in der Pflege fehlt“, sagte ver.di Generalsekretär Stefan Kimmel am Montag vor 70 Pflegekräfte vor dem Haupteingang der Klinik Kitzinger Land in Kitzingen. Der Gewerkschafter kritisierte den Gesundheitsminister Jens Spahn, der versprochen hatte, die unzumutbaren Arbeitsbedingungen zu verbessern, was bisher leere Versprechungen waren.

 

Der Minister hatte die ver.di, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und den Deutschen Pflegerat beauftragt ein Instrument zur Personalbemessung zu erarbeiten. Bisher sei nichts geschehen, um die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte anzugehen, dabei seien die PflegerIinnen in Dauerüberlastung, so Kimmel, der sich Sorge um den Berufsstand macht, denn die Krankheitsquote liegen die Krankmeldungen mit über neun Prozent deutlich über der in anderen Berufen.

 

Wie dramatisch die Personalnot im Pflegebereicht aussieht, erklärte der Gewerkschafter in Zahlen. 90.000 Pflegekräfte haben bisher ihren Beruf verlassen und „in wenigen Jahren werden uns 500.000 Pflegekräfte fehlen." Kimmel forderte den Gesundheitsminister auf, das Anliegen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ernst zu nehmen, denn rund zwei Millionen Mitglieder werden bis zur im Herbst stattfindenden Bundestagswahl genau hinschauen, ob die Missstände im Pflegebereich beseitigt wurden.

Rund 70 Pflegekräfte versammelten sich vor der Klinik Kitzinger Land in Kitzingen, um an der bundesweiten ver.di Protestaktion auf das Problem des Personalnotstands aufmerksam zu machen. Fotos. S. Thomas