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Viel trinken und nicht in der prallen Sonne aufhalten

Fachleute vom Landratsamt geben Tipps für Mensch und Tier für die drohende Hitzewelle

Lkr. Kitzingen  

Heiße Temperaturen sind für die kommenden Tage angekündigt, auf über 35 Grad soll das Thermometer in Kitzingen klettern. Tolles Urlaubswetter für die einen, die sich im kühlen Nass vergnügen, für andere kann die drohende Hitzewelle körperlich zur Belastung werden. Auch Tiere leiden unter der großen Hitze.

 

„Viel trinken“, lautet unter anderem der Tipp, den Dr. Jan Allmanritter, der Leiter des Kitzinger Gesundheitsamts für alle Bürger hat. Diesen Rat gibt auch Dr. Claudia Baldauf, Leiterin des Veterinäramt Hundehaltern für ihre Vierbeiner: „Immer darauf achten, dass der Wassernapf voll ist.“ Wenn der Hund nicht im Haus gehalten werde, solle man zudem auf genügend Schatten im Hof oder Garten achten. 

 

Gesunde Menschen seien durch längere Hitzeperioden bei normaler Lebensführung zwar in der Regel nicht besonders gefährdet, Mitglieder von Risikogruppen müssen aber besonders aufpassen. Zur Risikogruppe gehören unter anderem Menschen mit chronischen Erkrankungen, Pflegebedürftige, Senioren sowie Babys und Kleinkinder. Ihnen rät Dr. Allmanritter, ihren Tagesablauf der Hitze anzupassen. Konkret sollten sie anstrengende Arbeiten in der Mittagshitze vermeiden und diese lieber in die Abendstunden verschieben.

 

Auch Menschen, die im Freien und noch dazu schwer körperlich arbeiten, gehören zur Risikogruppe. Sie sollten ebenfalls darauf achten, ausreichend zu trinken und genügend Pausen im Schatten einzulegen. Sportliche Aktivitäten sollten bei diesen Temperaturen auch lieber in den frühen Morgen oder den Abend verschoben werden. Gleiches gilt für Hundehalter. Auch sie sollten die täglichen Spaziergänge mit dem Vierbeiner in den frühen Morgen oder den späten Abend verlegen. Verboten ist das Zurücklassen eines Hundes im Auto bei diesen heißen Temperaturen. „Es kommt immer auf die Temperatur im Auto an. Und die kann sich in der Sonne enorm aufheizen,“ erklärt die Veterinärin. 

 

Dr. Allmanritter hat auch noch einige konkrete Tipps parat: 

  • viel trinken (mindestens 2 bis 2,5 Liter täglich), aber keine zu kalten Getränke
  • möglichst nicht in der prallen Sonne aufhalten
  • an den Sonnenschutz denken, Sonnencreme, aber auch UV-Kleidung und vor allem Kopfbedeckung
  • Speisen mit hohem Wasseranteil bevorzugen (Obst, Gemüse, kalte Suppen)
  • Wohnung möglichst kühl halten
  • Körperliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- und Abendstunden legen
  • Leichte, lockere Kleidung tragen
  • Alkohol meiden

 

Extreme Hitze, Trockenheit – die Gefahr von Bränden steigt

Die aktuelle Hitzebelastung ist hoch – die vorherrschende Trockenheit im Landkreis Kitzingen würde die Ausbreitung von Bränden noch begünstigen. Damit ein Feuer erst gar nicht entsteht, bitte an folgende Regeln halten:

  • Rauchen, offenes Feuer, Grillen etc. im Freien unterlassen, nur dafür befestigte Plätze mit ausreichend großen, nicht brennbaren Bodenflächen nutzen
  • Land- und Forstwirte sollten Löschmöglichkeiten am Fahrzeug mitführen (zum Beispiel Feuerlöscher), die Maschinen und deren Motoren vor und nach der Arbeit überprüfen, um zum Beispiel verschmutzte Filter, defekte Hydraulikschläuche etc. zu wechseln.
  • größere bzw. abgelegene Arbeitsbereiche zum Beispiel bei der Feldarbeit mit einem Traktor mit Grubber bzw. im Wald oder Buschbereich mit einem Wasserfass begleiten; so können bei einem Feldbrand die nicht betroffenen Bereiche mit einem Schutzstreifen gesichert und das Feuer so von der umgehend zu alarmierenden Feuerwehr einfacher und schneller bekämpft werden

 

Jeder Verdacht auf ein Feuer sollte sofort über die Notrufnummer 112 gemeldet werden; je früher ein Brand entdeckt wird, umso schneller kann er bekämpft werden