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Weiteres Millionenprojekt in Forst

Erneuerung der Infrastruktur und Ortsgestaltung geplant

In ganz Unterfranken gilt der Forster Dorfanger als ein besonders gelungenes Beispiel für die Ortskerngestaltung und In-nenentwicklung. Erst vor wenigen Jahren konnte das umfassende Dorferneuerungs- und Infrastrukturprojekt erfolgreich beendet werden. Mehr Grün, weitere Parkplatzbuchten, eine funktionale und übersichtlichere Straßenführung und insgesamt ein freundlicheres Ortsbild konnten auf der Habenseite verbucht werden. Und auch unterirdisch wurden Kanäle und Versorgungsleitungen komplett ausgetauscht.

 

Als „Best-Practice“-Beispiel wird Forst seither immer wieder von Delegationen ausgewählt und besichtigt – sogar aus Polen sind Experten angereist. An diesen Erfolgen möchte Bürgermeister Stefan Rottmann gemeinsam mit dem Gemeinderat anknüpfen. In Fortsetzung soll nun auf einer Länge von exakt 221 Metern am südlichen Ende des Dorfangers bis zur Einmündung der Straße „am Steinberg“ ein weiteres umfassendes Bauprojekt in Angriff genommen werden. Aufhänger ist auch hier die Kanalsituation, die es umfangreich zu erneuern gilt. Erst vor wenigen Monaten hatte Bürgermeister Stefan Rottmann das Thema auf die Agenda gesetzt: Jetzt ist der Kanal auf Zustand, Schäden und Hydraulik überprüft, liegen erste Entwürfe und Varianten für den Straßenbau sowie Kostenberechnungen vor.

 

Mehr als 1 Mio. Euro sind für Kanal- und Straßenbau kalkuliert. Wie das beauftragte Ingenieurbüro Werb mitteilt, wurden die Versorger bereits informiert – so werden Synergien genutzt und beispielsweise in dem Zuge auch die Wasserleitung mit ausgetauscht. Der Kanal wird auf eine Dimension von DN 500 bis DN 700 erweitert. Das Gestaltungskonzept des Forster Dorfanger und damit insbesondere der Pflasterbelag soll weitestgehend übernommen werden. Im weiteren Straßenverlauf verengt sich die Untere Straße: Eine durchgängige Gehwegführung ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse ausgeschlossen. Soweit als möglich werden gepflasterte Gehwege mit eingeplant: Im beengten Fahrbahnbereich wird es eine Mittelrinne geben um den Charakter einer verkehrsberuhigten Straße zu schaffen. Im Einmündungsbereich Untere Straße/Blumenstraße/Dorfgraben sollen Grünflächen angelegt bzw. Baumpflanzungen erfolgen.

 

Die Fahrbahn wird in Beschaffenheit und Breite so ausgelegt, sodass sie für den landwirtschaftlichen Verkehr geeignet ist. Insgesamt ist die Straße in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Die Straßenplanung wurde zwischenzeitlich auch mit der Polizei abgestimmt und befürwortet, wie Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet. Erfreulicherweise konnte in Verhandlung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung nun auch ein Zuschuss für die Oberflächengestaltungen für den auf den Ortskern entfallenden Teil generiert werden. Eine Förderung die bisher weder einkalkuliert noch eingeplant war.

 

Wie der Bürgermeister verkündet, konnte in Verhandlung mit Anliegern nun auch drei Gärten im Einmündungsbereich zwischen Unterer Straße und Dorfgraben erworben und beurkundet werden. Die Eigentümer haben die Bewirtschaftung aufgegeben. Damit besteht die Möglichkeit weitere öffentliche Grünflächen und Parkplätze im Ortskern anzulegen, die dann auch für Friedhof und Kindergarten in direkter Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Auch die Beteiligung der Bürger und Anlieger ist in naher Zukunft geplant. Die Umsetzung der Baumaßnahmen sollen aufgrund der für die Gemeinde günstigen Förderkulisse schnellst möglichst erfolgen. Wie Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet, kann je neu verlegter laufender Meter Ka-nal mit einem hohen Zuschuss gerechnet werden, sollte die Umsetzung bis 2021 erfolgen. Seit August letzten Jahres profitiert die Gemeinde mit all ihren laufenden Kanalbaumaßnahmen von einem neuen Förderprogramm (RZWAS).

Das Foto zeigt den neugestalteten Dorfanger in Forst aus der Vogelperspektive – in Verlängerung entsteht nun ein neues Dorferneuerungsprojekt mit einer umfangreichen Infrastrukturerneuerung (Foto Gerd Zängerlein)