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Wie sich Schonungen gegen die Waldbrandgefahr rüstet

Tanklöschfahrzeug, erhöhte Schlauchkapazitäten und der Bau einer Löschwasserzisterne

Heftige und unkontrollierte Waldbränden wie zuletzt in Australien kennen wir hierzulande nur aus den Fernsehnachrichten, trotzdem ist die Waldbrandgefahr auch in Schonungens Wäldern ein ernst zu nehmendes Szenario. Tatsächlich häuften sich in den letzten Jahren die Einsätze aufgrund von langen Dürre- und Hitzeperioden in den Wäldern. Bisher sind die Einsätze immer glimpflich verlaufen, wie die zuständigen Kommandanten auch heuer in ihren Einsatzberichten erklärten. Der Wald stellt einer der größten Vermögenswerte der Großgemeinde dar.

 

Entscheidend ist, dass binnen kurzer Zeit bei einem Brandfall, ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle geschafft wird. In den weitläufigen Waldgebieten der Großgemeinde durchaus eine Herausforderung für die Feuerwehren. Schonungens Verantwortliche setzen auf erhöhte Kapazitäten bei den Tanklöschfahrzeugen – so wird ein neues HLF-20-Einsatzfahrzeug mit eingebautem Löschwassertank voraussichtlich zum Ende des Jahres in Dienst gestellt.

Ein zweites wichtiges Kriterium ist das Vorhalten ausreichend einsatzfähiger Schläuche. Hier wurde nun für alle Wehren der Großgemeinde eine zentrale Schlauchpflege, Prüfung und Wartung eingeführt: Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die die Schonunger Feuerwehr nun seit kurzem mit übernommen hat. Wie Bürgermeister Stefan Rottmann mitteilt, sollen in diesem Jahr größere Mengen neuwertiger Schläuche für die Wehren beschafft werden. Mitthilfe von speziellen Logistikfahrzeugen, wie dem erst neubeschafften TSF-L im Ortsteil Hausen, könnten größere Mengen Schläuche im Notfall an die Einsatzstelle geschafft werden.

 

Neben den Tanklöschfahrzeugen und die Möglichkeit im Einsatzfall ausreichend lange Schlauchstrecken in kurzer Zeit verlegen zu können, hat Schonungen nun auch Gelder für den Bau einer Löschwasserzisterne zur Verfügung gestellt. In Mainberg an der Hennebergstraße ist nun ein 100-Kubikmeter großer Tank unterirdisch verbaut worden. Strategisch macht der Standort Sinn: Neben der angrenzenden Wohnbebauung im Bereich der Grund- und Hennebergstraße, könnte das Wasser im Ernstfall auch für den benachbarten Wald genutzt werden. Die weitläufigen Waldflächen auf Gemarkung der Großgemeinde reichen dort sogar bis zum Deutschhof in Schweinfurt, gleichzeitig gibt es dort aber kaum natürliche Gewässer die genügend Löschwasser im Einsatzfall liefern könnten.

 

Mit einem Schwerlastkran wurden die Fertigbauteile nun an ihren Bestimmungsort, im Kurvenbereich der Hennebergstraße, gehoben. Die Oberfläche soll nach Ende der Baumaßnahme wieder ansprechend gestaltet werden. Nach Fertigstellung ist nur das Edelstahl-Saugrohr oberirdisch ersichtlich.

Fotos: Imposante Baustelle im Bereich der Hennebergstraße in Mainberg: Mithilfe eines Schwerlastkrans wurden die Fertigbauteile für die Löschwasserzisterne platziert. (Fotos Conny Rümmler)