Kitzingen So viele Fragen innerhalb kürzester Zeit musste Oberbürgermeister Stefan Güntner während seiner gesamten Amtszeit noch nie beantworten. Die Viertklässler aus der Siedlungsschule waren bei ihrem Besuch im Rathaus extrem neugierig – und Autogrammkarten wollten sie auch noch vom OB.
Einmal im Jahr kommen die Abschlussklassen aus der Siedlungsgrundschule ins Rathaus. Hier erhalten sie von den Auszubildenden einen Einblick in die verschiedenen Räumlichkeiten und Abteilungen und erhalten einen Eindruck davon, wie oft man im Leben aus welch unterschiedlichen Anlässen in Kontakt mit einer städtischen Behörde tritt: Angefangen von der Geburtsurkunde, über den Personalausweis, die Trauung oder den Bauantrag bis hin zur Sterbeurkunde. Wer will, kann im städtischen Archiv Familienforschung betreiben, in der Stadtbücherei Medien ausleihen, in der städtischen Musikschule ein Instrument lernen und sich in der Touristinformation Vorschläge für Unternehmungen vor Ort unterbreiten lassen. Gerade für Kinder und Jugendliche haben die Mitarbeiter von jungStil über das ganze Jahr ein attraktives Angebot parat.
Nach all diesen Informationen waren die Viertklässler selbst an der Reihe und konnte ihre Fragen an OB Güntner loswerden. Wie alt ist das Rathaus? Hat es hier schon mal gebrannt? Wann ist die Sickerhalle wieder offen? Wird es neue Spielplätze in den Marshall-Heights geben? Wann wurde die Alte Mainbrücke gebaut? Geduldig beantwortete Güntner auch persönliche Fragen nach seinem Alter – 42 – was man als OB den ganzen Tag so macht? – viele Dokumente studieren, überlegen, wie sich die Stadt positiv weiterentwickeln kann und Kontakt mit den Bewohnern pflegen – und warum er überhaupt OB werden wollte. Im Alter von elf Jahren, berichtete der OB, habe er das erste Mal bewusst Wahlen miterlebt und sich damals schon gedacht, dass OB doch mal ein cooler Job wäre. Seit drei Jahren dürfe er nun diesen Job ausüben. „Und ich finde ihn nach wie vor cool.“
Rund 50 Fragen prasselten in einer Viertelstunde auf Stefan Güntner ein, die allermeisten konnte er beantworten. Nur bei der Frage, wie alt der Main ist und wie lang – da musste der OB die Kinder auf ihren Heimat- und Sachkundelehrer verweisen.

