Würzburg: Den 32. Würzburger Friedenspreis erhalten im Jahr 2026 die Omas gegen Rechts Würzburg, entschied das Komitee des Würzburger Friedenspreises. „Wir würdigen damit das konsequente Engagement der Omas gegen Rechts Würzburg im Kampf für DemokraHe und Vielfalt sowie gegen Rassismus und rechtsextremes Gedankengut.“
Die Verleihung des mit 3.000 € doterten Friedenspreises erfolgt am Sonntag, 26. Juli, ab 11 Uhr in einer öffentlichen Feierstunde im Mainfranken Theater. „Egal ob bei Kundgebungen zum Schutz unseres demokratschen Zusammenlebens oder bei Protestaktonen gegen rechte Parteien oder Gruppierungen – die Omas gegen Rechts sind immer vor Ort und treten lautstark für eine friedliche und diverse Gemeinschat ein“, betont das Komitee bei der Begründung seiner Entscheidung. „Gerade mit Blick auf den fortdauernden Rechtsruck und darauf, dass menschenfeindliche Positonen von einzelnen Parteien zunehmend öffentlich verbreitet und normalisiert werden, kann das Engagement von Organisatonen wie den Omas gegen Rechts nicht genug gewürdigt werden.“
Das unabhängige Komitee Würzburger Friedenspreis setzt sich aus Vertreter*innen von über 20 Gruppen und Initatven, Parteien sowie Einzelpersonen aus Würzburg und Unterfranken zusammen. Seit 1995 würdigt der Würzburger Friedenspreis alljährlich Menschen und Gruppen aus der Region, die sich „von unten her“ in besonderer Weise für Frieden, Völkerverständigung oder die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. So wurde im Jahr 2025 die „Klara-Oppenheimer-Schule“ mit dem 31. Friedenspreis geehrt.
Die Omas gegen Rechts Würzburg vereinen Menschen, die sich parteiunabhängig für eine demokratsche Zukunt einsetzen wollen. Das Wort „Omas“ darf man dabei nicht wörtlich nehmen, denn Alter und Geschlecht sind dabei irrelevant. Wichtg sind die gemeinsamen demokratschen Werte und die Bereitschat, aktv in die Gesellschat hineinzuwirken. Dabei arbeiten die Omas gegen Rechts Würzburg mit zahlreichen anderen Organisatonen zusammen und stärken dadurch demokratsche Netzwerke. Sie engagieren sich in zahlreichen Projekten. So organisieren sie regelmäßig Mahnwachen, etwa die Menschenkette um das Würzburger Rathaus anlässlich der Kommunalwahl, und sie sind mit Infoständen, beispielsweise zum Tag des Grundgesetzes oder zum Tag der Befreiung, präsent.
Nicht nur bei Kaffee und Kuchen suchen sie aktv den demokratschen Diskurs mit der Stadtgesellschat: Sie waren auch Teil der 3D-Woche der Don-Bosco-Berufsschule, wo sie sich mit Jugendlichen zu den Möglichkeiten demokratscher Teilhabe ausgetauscht haben. Darüber hinaus wollen sie den digitalen Raum nicht den Rechten und Rechtsextremen überlassen: Sie sind mit eigenen Beiträgen, zum Beispiel offenen Briefen, in den sozialen Medien präsent, auch, um jüngere Menschen zu erreichen.

