VEITSHÖCHHEIM: Zum Auftakt in das neue Schuljahr 2025/2026 stattete Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib ( SPD ) dem Gymnasium Veitshöchheim einen Informationsbesuch ab, um sich vor Ort ein aktuelles Bild von der Situation der Schule zu machen, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern konnte. Da für das Gymnasium der Landkreis Würzburg als Sachaufwandsträger verantwortlich zeichnet, wurde Halbleib begleitet von stellvertretender Landrätin Christine Haupt-Kreutzer und den Kreisräten Bernhard Schlereth (Veitshöchheim) und Klaus Schmidt (Bürgermeister Waldbüttelbrunn). Empfangen wurde der politische Besuch von Schulleiter Dr. Bernhard Brunner und seinem Stellvertreter Gunnar Leuner.
Halbleib zeigte sich beeindruckt vom pädagogischen Angebot und der Leistungspalette der Schule, die im letzten Schuljahr 728 Schülerinnen und Schüler aus 21 Gemeinden auf das Abitur vorbereitete. „Das Gymnasium Veitshöchheim ist eine starke, attraktive und unverzichtbare Bildungseinrichtung, deren breites Lernangebot Schülerinnern und Schülern zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Zusammen mit dem großen angegliederten Sportzentrum, das sportliche Förderung auf hohem Niveau ermöglicht, sowie der offenen Bauweise des Schulgebäudes, die moderne Lern- und Arbeitsformen unterstützt, gehört Veitshöchheim zu den schulischen Flaggschiffen in der Region Würzburg.“ betonte Halbleib.
Zentrale Herausforderungen: Lehrkräftemangel und Raumnot
Allerdings führen die Attraktivität des Gymnasiums und steigende Schülerzahlen auch zu einer Raumproblematik, die eine rasche Lösung braucht, so Halbleibs Einschätzung. So mussten für das neue Schuljahr 2026/2027 Schülerinnen und Schüler abgewiesen und die Zahl der Eingangsklassen auf drei beschränkt werden, was zu Klassengrößen mit mehr als 30 Schülerinnen und Schülern führt. Hinzu kommt, dass mit der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums 80 bis 90 Schülerinnen und Schüler mehr untergebracht werden müssen. Zusammen mit dem notwendigen Bedarf an Räumen für Beratungs- und Hilfsangeboten sowie der derzeit ins Berufsförderungswerk ausgelagerten Mittagsversorgung müsste dringend ein Anbau geschaffen werden, um das Gymnasium räumlich fit für die Zukunft zu machen. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, wurden zwei mobile Containerklassenzimmer auf dem Schulgelände errichtet, die aktuell für den Schulbetrieb fertiggestellt werden. Das könne, so die Einschätzung der Schulleitung aber nur eine Übergangslösung sein. Auch nach Halbleib Einschätzung braucht es daher dringend einen konkreten Plan für die Erweiterung der Schule
Eine große Herausforderung stellt für die Schulleitung auch der beginnende Lehrermangel dar, vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Physik und Chemie. Zwar könne man durch das große Engagement des Lehrerkollegiums die Unterrichtsversorgung noch gewährleisten, doch eine Offensive für mehr Lehrkräfte sei dringend geboten, um eine verlässliche Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Schmerzhaft sind für die Schulleitung auch die aktuellen Budgetkürzungen beim laufenden Schulbetrieb und die Streichung von 16 Förderstunden, die für viele Schüler wichtig wären.
Denn auch am Gymnasium ist der Bedarf an psychologischer Betreuung gerade nach Corona gestiegen. „Die Streichung der Förderstunden durch das Kultusministerium und die Kürzung des Lehrkräftebudget sind negativ für Schule und Schüler.“ so Halbleibs Einschätzung. Volkmar Halbleib sicherte zu, die Anliegen aufzunehmen und im Landtag einzubringen. Trotz der Herausforderungen werde an der Schule hervorragende Arbeit geleistet. Umso mehr müssten der Landkreis und der Freistaat Bayern ihre Hausaufgaben machen, damit das auch in Zukunft gewährleistet sei.

