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Zum 100. Geburtstag

Gedenken an Jack Steinberger

BAD KISSINGEN - Anlässlich des 100. Geburtstag von Jack Steinberger hat Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel zusammen mit dem Ehepaar Walter, Freunde der Familie Steinberger, am Geburtshaus des am 12. Dezember 2020 im Alter von 99 Jahren verstorbenen Ehrenbürgers der Stadt Bad Kissingen einen Kranz zum Gedenken niedergelegt.

 

Jack Steinberger hatte 1934 in der NS-Zeit Bad Kissingen in Richtung Amerika verlassen. Nach einer Physikerkarriere mit zahlreichen Auszeichnungen erhielt er 1988 als Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Laufbahn den Nobelpreis für Physik. Ende der Achtzigerjahre begann eine sensible Annäherung zwischen seiner Geburtsstadt und dem Nobelpreisträger. Daraus entwickelte sich ein freundschaftliches Miteinander, das zu regelmäßigen Besuchen des Wissenschaftlers in Bad Kissingen führte. 2001, anlässlich seines 80. Geburtstages, wurde das Gymnasium in Bad Kissingen nach ihm benannt. Im Jahr 2006 sprach ihm der Stadtrat der Stadt Bad Kissingen die Ehrenbürgerwürde zu. Jack Steinberger starb am 12. Dezember 2020 im Alter von 99 Jahren im Kreise seiner Familie in Genf.

 

Für Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel war Jack SteinbergerAusnahmephysiker, Intellektueller, Sohn und Freund der Stadt Bad Kissingen“.

 

Parallel zur Kranzniederlegung wurde ein Schild am Geburtshaus Jack Steinbergers angebracht, mit dem mittels eines QR-Codes die Biographie Jack Steinbergers ersichtlich wird. Es ist ein vorgezogenes Infoschild der vom Stadtarchiv in Vorbereitung befindlichen DenkmalRoute „Jüdisches Leben in Bad Kissingen“ (geplant für 2023).

Bildunterschrift: Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel (l.) legte anlässlich des 100. Geburtstags von Jack Steinberger einen Kranz an dessen Geburtshaus nieder. Rudolf (M.) und Marlis (r.) Walter, Freunde der Familie Steinberger, begleiteten ihn hierbei.