Würzburg „Pfarrer Werner Schindelin hat sich bis ins hohe Alter ohne Rast und Ruh für die Schwächsten in unserer Gesellschaft stark gemacht. Sein vielseitiges soziales Engagement hat in Würzburg Früchte getragen.
Vieles, was er angestoßen hat, wird bleiben, auch weil er stets Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die gute Sache gesucht und gefunden hat“, würdigt Oberbürgermeister Christian Schuchardt die Lebensleistung des Gründers des Würzburger Vereins für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Der Verein erhöhte seit 1970 durch zahlreiche Initiativen die Teilhabechancen junger Menschen mit Handicap. Es entstand Schritt für Schritt ein bedeutendes Förderzentrum. Neue Schulen und Wohnheime setzten sich auch stets das Ziel, allen Herausforderungen zum Trotze eine größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der betreuten Menschen zu erreichen.
Vielen Würzburgerinnen und Würzburgern wird Schindelin auch als Religionslehrer am Mozart-Gymnasium, als Gemeindepfarrer in der Gartenstadt Keesburg, durch seine Arbeit für die Evangelische Bürgerstiftung oder als Klinikseelsorger im König-Ludwig-Haus in Erinnerung bleiben.
„Werner Schindelin war ein großer Menschenfreund und ein geschickter Verhandlungspartner, der mit viel Nachdruck und noch mehr Charme für seine Projekte warb. Als Netzwerker und Teamspieler gelang es ihm, die sozialen Strukturen in unserer Stadt und in der Region nachhaltig zu verbessern“, erinnert sich Sozialreferentin Dr. Hülya Düber an Werner Schindelin, der für sein Engagement unter anderem 2013 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde. Die Stadt Würzburg verlieh ihm 2005 die Behr-Medaille.

