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Kantersieg in Peißenberg: Sonntag voller Icedome bei der Revanche?

17.02.2011

Peißenberg / Schweinfurt - Hut ab vor den Mighty Dogs: Mit dem 9:2-Kantersieg in Peißenberg setzten sich die Schweinfurter zur Halbzeit der Zwischenrunde der Eishockey-Bayernliga über den Strich der Tabelle, haben nur noch die in Bayreuth nach Penaltyschießen siegenden Weidener vor sich und verdeutlichten ihre Ambitionen auf das Play-off-Halbfinale. Ein überragendes zweites Drittel und sensationelle vier Tore alleine von Dennis Martindale schafften die besten Voraussetzungen vor den nun folgenden zwei Heimspielen in Serie gegen Peißenberg und Bayreuth. Die Eishackler müssen am Sonntag im Icedome gewinnen, um nicht frühzeitig auszuscheiden. Eine große Kulisse ist nach diesem Triumph der Schweinfurter Mannschaft nun gewiss.


Das erste Mal schlug es in Oberbayern nach fast 13 Minuten im Schweinfurter Gehäuse ein. Verteidiger Maximilian Barth traf zur Führung der Eishackler. Doch Martindale glich noch vor der Pause für die Gäste aus, die zwei Mal mit zwei Mann weniger auf dem Eis standen, diese brisanten Phasen aber schadlos überstanden. Danach dauerte es bis sechs Sekunden nach der Hälfte der Partie, ehe wieder etwas Erwähnenswertes passierte. Auf Alex Funks 1:2 ließ allerdings Spielertrainer Marcel Juhasz binnen weniger als zwei Minuten jeweils in Überzahl der Gäste auf das 3:1 auch noch das 4:1 folgen. Nach Nikolai Varianovs Anschlusstreffer kam es noch besser für die Schweinfurter: Vor rund 600 Zuschauern und mehreren Hand voll Anhängern der Mighty Dogs netzten Jens Feuerfeil und nochmals Martindale im Abstand von nur 18 Sekunden (!) zwei Mal für die Unterfranken ein. Die waren beim Stand von 6:2 zur zweiten Pause längst auf der Siegesstraße.

Mikhail Nemirovsky und Dennis Martindale (2) erhöhten sogar noch, so entstand ein vorher niemals für möglich gehaltener 9:2-Sieg der Schweinfurter in Peißenberg. "Dennis hat heute endlich die Kaltschnäuzigkeit gezeigt, die wir uns von ihm erhoffen", strahlte Coach Steffen Reiser. Am Sonntag schon kommen die Eishackler zum Rückspiel in den Icedome. Ab 18 Uhr dürften dort diesmal weit über 1000 Fans die Mighty Dogs anfeuern. Wenn´s nicht jetzt voll wird, wann dann?Gelingt noch ein weiterer Dreier, dann wäre schon am Freitag danach gegen Bayreuth die Vorentscheidung möglich. Die Eishockey-Oberliga könnte nahe rücken. Aufstieg, why not? Ab Sonntag rollt im Eisstadion auch die Anmeldewelle für die finale Auswärtspartie sieben Tage danach in Weiden an. Bei Ralf Michel unter der Telefonnummer 0171-8363053 sind Plätze in einem oder mehreren Fanbussen zu ergattern. Seit Freitag ist die Zuversicht gestiegen, das aber auch danach noch nicht Schluss ist.

"Das am Sonntag wird nicht leicht. Peißenberg hat eine gute Mannschaft, hat aber am Freitag einfach einen rabenschwarzen Abend erwischt. Und wir haben exzellentes Eishockey gezeigt. Bis auf das letzte Drittel, als ich wieder viele schlechte Angewohntheiten gesehen haben", warnte Reiser vor dem Rückspiel und vor Nachlässigkeiten. Angesichts eines 3:0 auch im finalen Abschnitt kaum fassbar, wohl aber notwendig, wenn man die Schwankungen der Mighty Dogs kennt. Weil das Publikum aber auf Siege steht, haben die Schweinfurter nun endgültig alles getan für große Kulissen am Sonntag gegen Peißenberg und fünf Tage später gegen Bayreuther, die sich im Derby gegen Weiden eine ganz enge Kiste lieferten. Noch sind alle vier Teams im Rennen. Sollten aber die Tigers auch in Weiden verlieren, so käme es für sie am 25. Februar bereits zu einem Endspiel in Schweinfurt.

Eishockey-Bayernliga, Zwischenrunde:
TSV Peißenberg Eishackler  - ERV Schweinfurt Mighty Dogs: 2:9 (1:1; 1:5; 0:3)
Tore: 1:0 (12:51) Maximilian Barth, 1:1 (16:35) Dennis Martindale (Jens Feuerfeil), 1:2 (30:06) Alex Funk (Mikhail Nemirovsky, Jens Feuerfeil), 1:3 (32:41) Marcel Juhasz (Alex Funk, Pascal Schäfer - 4:5), 1:4 (34:15) Marcel Juhasz (Mark Dunlop, Andi Kleider - 4:5), 2:4 (37:33) Nikolai Varianov - 5:4, 2:5 (38:07) Jens Feuerfeil (Beppi Eckmair, Marcel Juhasz), 2:6 (38:25) Dennis Martindale (Marcel Juhasz, Mark Dunlop), 2:7 (43:27) Mikhail Nemirovsky (Jens Feuerfeil, Beppi Eckmair), 2:8 (56:31) Dennis Martindale (Marcel Juhasz, Stephan Trolda - 4:5), 2:9 (59:50) Dennis Martindale (Marcel Juhasz, Alex Funk); Strafminuten: Peißenberg 12, Schweunfurt 16; Zuschauer: 562 (davon rund 25 aus Schweinfurt).


Von: Michael Horling