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Fast schon Außenseiter beim Schlusslicht

27.10.2010

Eishockey: Die Schweinfurter Mighty Dogs empfangen vor dem Gastspiel in Pfronten im Icedome zunächst starke Memminger

Schweinfurt - Erst sechs Punkte, dann gar keine, schließlich wieder die optimale Ausbeute: Die Mighty Dogs (5. Platz, 12 Zähler) sind bislang auf Berg- und Talfahrt gewesen. Der Trend geht nun dahin, dass am vierten von 15 Wochenenden der Hauptrunde der Eishockey-Bayernliga eine Leerfahrt fast ausgeschlossen scheint, reisen die Schweinfurter doch nach dem freitäglichen Icedome-Gastspiel von Tabellennachbar Memmingen (6., 10) zum Schlusslicht nach Pfronten (16., 0). Doch Vorsicht: Dort wurde den Unterfranken schon so manches Bein gestellt.


"Aufgrund der Ergebnisse der letzten zwei Jahre werden wir schon fast zum Außenseiter", übertreibt es Steffen Reiser freilich ein wenig. "Pfronten hat fast alle Spiele bisher sehr knapp verloren", warnt der ERV-Trainer jedoch vor dem Gastspiel, das letzte Saison immerhin mit einem 7:6-Sieg nach Penaltyschießen endete, nachdem sich die Dogs zuvor schon immer wieder schwer taten im Allgäu. Dennoch war das im Dezember des vergangenen Jahres einer von nur fünf von 45 möglichen Heimpunkten, welchen die Falcons ausgerechnet gegen Schweinfurt ergatterten. Seit ihrem Wiederaufstieg zierten sie jeweils das Tabellenende, um dann doch spätestens  in den Play-Downs das Wunder des Klassenerhaltes zu vollbringen.

Die volle Konzentration gilt aber zunächst dem Heimspiel am Freitag gegen Memminger, die nach ein paar unglücklichen Spielzeiten nun mit dem Kaufbeurer Coach Jogi Koch und einer schönen Mischung aus Talenten aus dem Lager des Nachbarn sowie Routiniers wie Manfred Jorde (38), Darek Switzer (40) oder dem aus Rosenheim gekommenen Kanadier Ron Newhook durchstarten wollen. "Memmingen hat eine sehr gute Truppe, mit einer überragenden ersten Reihe, gespickt mit bekannten Namen wie auch Löhle, Jainz oder Börner", warnt Reiser auch da. Allerdings sind die Mighty Dogs wohl komplett und dürfte so langsam auch für die Fans der Spaß an der Eishockeyzeit beginnen. "Darauf hoffen wir", sagt Reiser, "Werbung für das Spiel hat die Mannschaft ab dem zweiten Drittel gegen Germering ja gemacht. Generell abstellen" sollte seine Truppe aber die Themen Überheblichkeit und Abheben. Die Gefahr ist nach zwei Siegen in Folge nun wieder da, allerdings kamen sie ja auch "nur" gegen Aufsteiger zustande, die am Ende eher in der unteren Tabellenhälfte erwartet werden.

Die Zusammensetzung der drei Blöcke soll nun möglichst so bleiben wie nach der Umstellung gegen Germering nach der ersten Pause. Also dürften Andi Kleider und Beppi Eckmair verteidigen und vor ihnen Marcel Juhasz, Mikhail Nemirovsky und Alex Funk stürmen. Kapitän Markus Koch und Pascal Schäfer sind hinten vorgesehen mit Stephan Trolda, Jens Feuerfeil und dem neben diesem Duo erfolgreichen Dennis Martindale. Block drei sollten dann Simon Knaup und Markus Ploss sowie im Angriff Michéle Amrhein, Benedikt Waldner und Martin Dürr bilden.

Eishockey-Bayernliga:
Schweinfurt Mighty Dogs - Memmingen Indians (Freitag, 20 Uhr, Icedome)
Pfronten Falcons - Schweinfurt Mighty Dogs (Sonntag, 18 Uhr)