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Die Mighty Dogs schließen die Saison mit einem Heimsieg ab

21.03.2011

Schweinfurt - Auch das nun definitiv finale Match der Saison war ein Spiegelbild der nun abgelaufenen Runde. Die Mighty Dogs sicherten sich mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung zwar den dritten Platz in der Eishockey-Bayernliga, dürfen nun ein bisschen mehr als die geschlagenen Weidener auf ein Nachrücken in die Oberliga hoffen. Doch musste Trainer Steffen Reiser mal wieder am Auftreten seiner Truppe zweifeln. Erneut vergeigten die Schweinfurter einen Vorsprung leichtfertig. Zudem strapazierte mal wieder Beppi Eckmair die Nerven der Verantwortlichen.


Der bald 34 Jahre alte Ex-DEL-Spieler war zweifelsfrei einer der besten in dieser Saison und an sich unverzichtbarer Leistungsträger. Disziplinarisch hat sich beim Schlierseer aber nicht viel gebessert. Am Sonntag leistete sich Eckmair Mitte der Partie einen Check gegen den Kopf von Marcel Waldowsky, musste für zwei plus zehn Minuten dafür büßen, wurde vom Trainerstab allerdings dann gleich zum Duschen geschickt. "Er ist ein extrem ehrgeiziger Spieler mit absolutem Siegeswillen, aber eben auch anfällig, wenn es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt. Dann hat er schon mal schwer mit seinem Gleichgewicht zu kämpfen", sagt Coach Steffen Reiser, warum er Eckmair aus Sicherheitsgründen und nach Absprache mit dem Spieler in die Kabine beorderte.

Mann des Tages im positiven Sinn war Dennis Martindale, der als "Ersatz" für den verletzten David Nemirovsky drei der vier Schweinfurter Tore markierte. Darunter das alles entscheidende in der dritten Minute der Verlängerung, als dem Gast aus Weiden der Sudden Death ereilte. Martindales 1:0 egaliierten die Oberpfälzer noch auf etwas kuriose Weise, weil der Schiedsrichter zunächst nicht auf Tor entschied. Später stellte erneut der Kandier auf 2:1 und erhöhte Stephan Trolda in der fünften Minute des letzten Drittels gar auf 3:1.

Doch die Mighty Dogs waren zuletzt ja schon Meister in Sachen Vergeigen von Vorsprüngen. Wie schon gegen Erding, als man führte, wie schon bei den Gladiators in Halbfinalspiel drei. Wie auch am Freitag in Weiden. Und nun passierte das selbe: Patrik Schadt erzielte das Anschlusstor, 27 Sekunden (!) vor dem Ende glichen die Blue Devils durch Florian Domke aus, als die Gäste Torwart Christian Hamberger vom Eis genommen hatten und in Überzahl mit sechs Mann drückten.

Es folgte die Verlängerung und vor deutlich weniger als 1000 Zuschauern in Überzahl ausgerechnet nach Domkes Strafzeit zumindest ein Happy End für die Mighty Dogs, für die in den nächsten Tagen der noch längst nicht geklärte Fortbestand des Icedomes das wichtigste Thema ist.

Zwei weitere Duelle standen am Sonntag an. Mit dem Sieg auch in Dorfen machten die Buchloer Pirates alles klar mit dem Klassenerhalt. Die Eispiraten aus Oberbayern müssen als Drittletzter hingegen den gleitenden Abstieg befürchten, falls Landsberg in die Bayernliga ab- und aus der Bayernliga niemand in die Oberliga aufsteigt. Doch der Meister wird sich heuer wohl trauen. Im Play off-Finale eins drehten die Erding Gladiators gegen Sonthofen einen 0:2- und 1:3-Rückstand in der Schlussphase noch in einen 4:3-Sieg. Die mit 2600 Zuschauern ausverkaufte Eishalle verwandelte sich in ein Tollhaus. Freitag steht im Allgäu Match zwei an, Sonntag dann ein eventuell entscheidendes drittes wieder beim Hauptrundenmeister.

Eishockey-Bayernliga, Spiele um Platz 3:
ERV Schweinfurt Mighty Dogs - 1. EV Weiden Blue Devils: 4:3 n.V. (1:1; 1:0; 1:2)
Tore: 1:0 (13.07) Dennis Martindale, 1:1 (14:18) , 2:1 (24:22) Martindale, 3:1 (44:26) Trolda, 3:2 (53:02) Schadt, 3:3 (59:33 ) Domke, 4:3 (62:29) Martindale; Strafminuten. Schweinfurt 14 plus 10 für Eckmair, Weiden 14; Zuschauer: 900.

Unser Bild zeigt die drei entscheidenden Schweinfurter am Sonntagabend: Beppi Eckmair, Dennis Martindale und Stephan Trolda.


Von: Michael Horling