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Mighty Dogs: Mikhail Nemirovsky und Ole Swolensky bleiben, die Bayernliga ist wahrscheinlicher

29.05.2011

Schweinfurt - Im Haus des Sports in München zur ordentlichen Mitgliederversammlung des BEV, Fachsparte Eishockey, waren am Samtag auch Vertreter der Mighty Dogs zugegen. Antrag Nummer 9 zur Tagungsordnung, gestellt vom ESC Dorfen, war für die Unterfranken natürlich der wichtigste Punkt. Ob die Eishockeykommission der Bayernliga schon kurzfristig die Probleme der Oberliga Süd mit ihrer Vereinsknappheit würde lösen können? Die Schweinfurter verkündeten ja schon zuvor, dass sie als Nachrücker zur Verfügung stehen würden. Das Fachmagazin Eishockey NEWS berichtet in seiner Dienstagsausgabe ausführlich über die Mighty Dogs und führt das Team vorerst auf den Seiten der Oberliga.


"Leider gab es zu diesem Tagesordnungspunkt keine Abstimmung, allerdings rege Diskussion von allen Beteiligten", berichtet Stephan Steinert, 2. Abteilungleiter beim ERV. Binnen drei Wochen will sich die Kommission nun zusammensetzen und eine Entscheidung finden. "Ich hoffe, sie wird eine tragfähige Lösung für das gesamte Eishockey in Bayern finden", so Steinert, der ganz persönlich die Diskussion zum Antrag von allen Seiten zu emotional geführt fand.

Vor wenigen Tagen startete die Mannschaft bereits in Sommertraining. Wobei an sich ja noch gar kein Team zusammen ist. Varian Kirst und Stephan Trolda sind als Abgänge bestätigt. Mikhail Nemirovsky (Foto) wird aufgrund seines Zweijahresvertrags eine weitere Saison bleiben, auch Torwart Ole Swolensky sagte  zu. "Mit zwei weiteren Spielern sind wir uns im Prinzip einig, diese wollen wir aber erst bekannt geben, wenn alle Formalitäten erledigt sind", sagt Abteilungsleiter Gerald Zettner. Über die Besetzung der Ausländerposition will der Verein erst dann entscheiden, wenn die Ligenzugehörigkeit definitiv feststeht "und wir wissen, welche Mannschaftspositionen noch stark besetzt werden müssen. Wir haben mit Dennis Martindale natürlich auch über einen deutschen Pass gesprochen. Hierfür müsste er aber seine kanadische Staatsbürgerschaft abgeben und das Verfahren kann eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Dennis hat dies für sich noch nicht entschieden", berichtet Zettner über den bisherigen Kontingentspieler, der eine Deutsche geheiratet hat.

Auch noch nix fix ist, wer Trainer wird. Vom bisherigen Duo wird sich Marcel Juhasz, der am 4. Juni seine langjährige Freundin Nina heiratet, definitiv zurückziehen. Gerald Zettner: "Für die Bayernliga hoffen wir, Steffen Reiser nochmals zu überzeugen. Natürlich wünschten wir uns auch ein Engagement von Resi in der Oberliga. In Vorgesprächen hat er aber bereits angedeutet, dass der Fokus in einer Oberligasaison noch stärker auf die Gewinnung und Pflege von Sponsoren gelegt werden muss. Neben dieser anspruchsvollen und zeitaufwendigen Aufgabe sieht er dann keinen Spielraum für eine Trainertätigkeit. So wie wir Resi aber kennen, ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen...."


"Die Bayernliga ist wahrscheinlicher!"
Interview mit Schweinfurts Abteilungsleitern Gerald Zettner (Foto) und Stephan Steinert

Planen die Mighty Dogs weiter zweigleisig?
Steinert: Nach heutigem Stand der Dinge können wir noch für beide Ligen planen, allerdings ist eine Entscheidung in den nächsten Wochen notwendig, um wirklich noch alle erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen.
Zettner: Wir haben bereits und werden zunächst weiterhin mit den Spielern sprechen, die ohnehin für beide Ligen geplant sind. Im Hinblick auf  Neuzugänge brauchen wir aber sehr zeitnah eine Entscheidung, da hier die Zeit knapp wird und sich der Spielermarkt so langsam aber sicher lichtet.

Oberliga oder Bayernliga - was ist die wahrscheinlichere Variante?
Steinert: Nach dem heutigen Tag sehen wir die Bayernliga für die Mighty Dogs wahrscheinlicher als die Oberliga. Aber schauen wir mal, wie es sich weiterentwickelt.
Zettner: Eine gesunde Oberliga Süd als Bindeglied zwischen Amateur- und Profieishockey wird die Herausforderung für die Zukunft sein. So etwas braucht aber Zeit und die hat man für eine solche Aufgabenstellung nicht mehr. Unser Nachrücken in die Oberliga wäre demnach die pragmatischste Lösung. Dennoch sollte man an der Strukturierung der Ligen weiter intensiv arbeiten, um für die Zukunft eine tragfähige und interessante Lösung zu haben.

Offiziell gab´s noch immer keine Meldung, ob und wie es mit dem Icedome weitergeht. Gibt´s Neues, was man verkünden kann?
Zettner: Wir haben keine nachteiligen Informationen, sodass wir als Umkehrschluss unsere Planungen vorantreiben.

Am 7. Juni steht die Jahreshauptversammlung des Vereins an. Laut Tagesordnung wird über die Übergabe der Eishalle an die Stadt Schweinfurt abgestimmt. Das bedeutet, dass sich Verein und Stadt jetzt geeinigt haben?
Zettner: Das können wir nicht sagen, da für die Verhandlungen mit der Stadt der Vorstand zuständig ist. Da dieser Punkt auf der Tagesordnung steht, hoffen wir natürlich auch, dass der Vorstand der Hauptversammlung eine Lösung präsentieren kann.  

Es wird also sicherlich Eishockey nächste Saison geben? Oder ist das noch fraglich?
Steinert: Dass es eine weitere Saison im Icedome geben wirds ist mehr als wahrscheinlich, allerdings kann diese Frage abschließend erst nach den Besprechungen mit der Stadt Schweinfurt beantworten werden.


Von: Michael Horling