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Riesenerfolg: Gleich drei Bayerische Meistertitel für die Fechter der TG Schweinfurt

13.07.2011

Weilheim / Schweinfurt - Sehr erfolgreich verlief das vergangene Wochenende für die Schützlinge von Fechttrainer Henryk Fabian der TG Schweinfurt. Bei den Bayerischen Juniorenmeisterschaften in Weilheim machten die Damen den Anfang.


Sarah Wittmann musste in ihrer Vorrunde lediglich vier Gegentreffer einstecken, so dass sie anschließend bereits an Platz eins gesetzt war. Auch ihre Gefechte in der Direktausscheidung gegen Sarah Liebe vom TSV Oberammergau und Annika Freier vom TSV Neu-Ulm konnte Sarah problemlos für sich entscheiden, so dass sie sich direkt für das Finale der besten acht Fechterinnen qualifiziert hatte. Zwei weitere Siege gegen Raphaela Huber vom TSV Oberammergau und gegen Cosima Schugmann vom FC Fürth brachten sie endgültig ins Gefecht um den begehrten Meistertitel. Gegnerin war Anna-Lea Ulm, die für den TSV Schwaben Augsburg. Zwar konnte Wittmann ihre Gegnerin überrumpeln und führte schnell mit 5:0, doch das Blatt sollte sich noch drehen: Ulm kämpfte sich geduldig mit viel Einsatz und großem Siegeswillen Punkt für Punkt wieder heran. Schließlich stand es 14:14. Aber beide Fechterinnen zeigten gute Nerven. Mehrere Doppeltreffer brachten keine endgültige Entscheidung. Doch dann startete Ulm einen Angriff, den Wittmann jedoch blitzschnell abwehren und schließlich ihrerseits mit dem Siegtreffer abschließen konnte und ihr somit den verdienten Meistertitel einbrachte.

Bei den Herren belegte Samuel Drescher nach der Vorrunde ebenfalls Platz eins, vor seinem Vereinskameraden Wulf Bott. Maximilian Rehberger fand sich auf Rang fünf wieder und auch der jüngere Paul Bott hatte sich noch für die Direktausscheidung qualifiziert. Zwar konnte er die folgenden beiden Gefechte nicht gewinnen. Aber Rang 16 in diesem starken Teilnehmerfeld war für ihn ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die Schweinfurter Musketiere Drescher, Bott und Rehberger kämpften sich zwar nicht immer auf dem direkten Weg, ansonsten aber über den Hoffnungslauf bis unter die besten vier Junioren-Fechter von Bayern. Im ersten Halbfinale unterlag Rehberger dem Kaufbeurer Christian Büttner mit 7:15. Im Vereinsduell zwischen Bott und Drescher ging es heiß her und Bott konnte sich gegen seinen Vereinskameraden Drescher klar durchsetzen. Leider setzte sich Büttner auch im Finale gegen Bott durch, der bis zu diesem Zeitpunkt alle seine Gefechte siegreich beendet hatte. So erfocht Wulf Bott die hochverdiente Silbermedaille und Samuel Drescher und Maximilian Rehberger landeten auf dem hervorragenden 3. Platz.

Aber noch standen die Mannschaftsmeisterschaften aus. Die Schweinfurter Vereinsmannschaft (Samuel Drescher, Wulf Bott, Maximilian Rehberger, Paul Bott) kämpfte im Finale gegen den TV Kaufbeueren und gewann den Titel mit einem deutlichen 45:38. Bis zum vierten Gefecht lagen die Fechter aus Kaufbeuren sogar in Führung. Wulf Bott gelang es jedoch dann im fünften Gefecht gegen Stephan Sieber diese Führung zunächst auszugleichen und schließlich ging er sogar seinerseits mit einem Punkt in Führung. Im anschließenden Gefecht gegen Christian Büttner gelang es Drescher sogar, diese Führung weiter auszubauen. Rehberger ging in seinem letzten Gefecht kein Risiko ein und begnügte sich mit einem 2:1 gegen Sieber. Stefan Kleiner sollte jetzt den TV Kaufbeuren noch einmal heranführen. Aber Drescher wusste dies durch zahlreiche Doppeltreffer zu verhindern. So war der Abstand für Büttner schon zu groß, um gegen Wulf Bott den Sieg zu erreichen.

Sarah Wittmann trat in der SG mit dem VFL Kaufering an. Im Finale gegen den TSV Neu-Ulm ging Marion Menzel in ihrem ersten Gefecht gegen Annika Freier sofort in Führung. Von da an bauten die Mädels der Startgemeinschaft diesen Vorsprung kontinuierlich aus. Sarah Wittmann übernahm als Schlussfechterin einen komfortablen 10-Punkte-Vorsprung und begnügte sich deshalb am Ende dieses langen Tages mit einem Remis ebenfalls gegen Annika Freier. Das 45:35 bescherte Wittmann zum Abschluss ihrer erfolgreichen Saison den angestrebten dritten Bayerischen Meistertitel.

Auf dem Bild von links nach rechts: Samuel Drescher, Maximilian Rehberger, Sarah Wittmann, Wulf Bott, Paul Bott.


Von: Michael Horling