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Sarah Wittmann Dritte bei Bayerischer Fechter-Aktiven-Meisterschaft

20.03.2011

München / Schweinfurt - Wacker schlugen sich die TG-Fechter Sarah Wittmann, Wulf Bott und Samuel Drescher am letzten Samstag bei den Bayerischen Meisterschaften der Aktiven in München. Da es noch um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in einem Monat in Tauberbischofsheim ging, war die Bayerische Degenelite vollzählig angetreten. Dadurch ließen sich jedoch die zwei Altersgruppen jüngeren Schweinfurter Musketiere des Fechttrainers Henryk Fabian in keiner Weise beeindrucken.


Sarah Wittmann startete zwar mit einer Niederlage gegen Vera Warter vom gastgebenden MTV München, aber die drei anschließenden Gefechte beendete sie siegreich und ließ dabei insgesamt nur mehr einen Gegentreffer zu. So konnte sie als Neuntplazierte in die Direktausscheidung gehen. Gegen ihre beiden ersten Gegnerinnen, Susanne Schiller vom TV Kaufbeuren und Anna-Lea Ulm vom TSV Schwaben Augsburg setzte sie sich jeweils deutlich mit 15:8 durch.
Aber jetzt wartete eine schwere Gegnerin auf Wittmann: Isabell-Charlotte Preuss vom USC München war immerhin die amtierende Bayerische Meisterin. Aber von Anfang an war Wittmann anzumerken, dass sie sich für diesen Tag viel vorgenommen hatte. Im ersten Drittel konnte sie ihre Gegnerin überraschen und mit geschickt gesetzten Treffern einige Punkte Vorsprung erfechten. Pruess spielte ihre große Erfahrung eiskalt aus, verleitete Wittmann mit viel Geduld zu einem eigenen Angriff, den sie dann selbst parierte und mit einer geschickten Riposte und einem eigenen Treffer beendete. Punkt für Punkt holte Preuss so wieder auf. Wittmann gelang in diesem zweiten Drittel kein eigener Treffer. Aber in der folgenden Drittelpause konnte die TG-lerin sich neu konzentrieren und motivieren. Ihr gelang es die Angriffe ihrer Gegnerin zu kontern, so dass es nach Zeitablauf 10:10 stand. Das Gefecht ging in die Verlängerung, der nächste Einzeltreffer musste die Entscheidung bringen. Wittmann begann diese Minute voll konzentriert und mit gut vorbereiteten eigenen Angriffen. So war ihr Siegtreffer auch hochverdient. Sie hatte sich direkt ins Finale der besten acht bayerischen Fechterinnen gekämpft. Ihre Gegnerin musste in den Hoffnungslauf. Diesen konnte sie jedoch für sich entscheiden, so dass beide sich im Viertelfinale wieder gegenüber standen. Zwar ging auch dieses Gefecht wieder über die volle Distanz. Aber mit 14:9 konnte Sarah sich dieses Mal doch recht deutlich durchsetzen.

Die Ranglistenerste Helena Lowack vom TV Ingolstadt war Wittmanns Gegnerin im Halbfinale. Lowack erfocht sich zunächst einige Punkte Vorsprung. Aber Wittmann ließ sich dieses Mal ihrerseits nicht beeindrucken. Sie focht sich Punkt für Punkt wieder heran, bis ihr im zweiten Drittel der Ausgleich gelang. Am Ende jedoch setzte sich doch die Ingolstädterin mit 13:15 durch. Aber für Wittmann waren die Bronzemedaille und die 10 Punkte auf der Bayerischen Aktivenrangliste Trost genug.

Noch erfolgreicher begann Samuel Drescher das Turnier. Er gewann in der Vorrunde alle seine Gefechte und war als viertplazierter Fechter von der ersten Runde der Direktausscheidung befreit. Anschließend gewann er deutlich gegen Michael Lonzer vom USC München mit 15:11 und gegen Michael Hartig vom TSV Grünwald mit 15:10. Dem Einzug in die Runde der besten acht bayerischen Fechter stand nun nur mehr der Vizemeister des Jahres 2010 Frank Baedeker vom TV Ingolstadt im Weg. Drescher verlor sein erstes Gefecht in diesem Turnier und musste in den Hoffnungslauf. Hier traf er mit Mario Voigt vom FC Fürth erneut auf einen starken und erfahrenen Fechter. Leider unterlag er auch ihm und musste sich mit einem sehr guten neunten Platz in diesem stark besetzten Turnier zufrieden geben.

Der jüngste Schweinfurter bei diesem Turnier, Wulf Bott, überstand ebenfalls die Vorrunde und das erste Gefecht der Direktausscheidung ohne Probleme. Doch dann musste er sich sowohl Michael Schölss vom TV Ingolstadt mit 13:15 als auch Mario Voigt vom FC Fürth mit 12:15 jeweils knapp geschlagen geben und erreichte Platz 28.

Auf dem Bild als Zweite von links Sarah Wittmann sichtlich zufrieden mit ihrem 3. Platz


Von: Michael Horling