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Tischtennis-Serie: Waigolshausen sieben Spiele ungeschlagen

17.02.2011

Waigolshausen / Kleinwallstadt – Der TSV Waigolshausen bleibt in der Rückrunde der Tischtennisbezirksoberliga weiterhin ungeschlagen und sichert sich gegen den stark verstärkten, direkten Konkurrenten DJK Kleinwallstadt, einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Dem höchstspielenden Schweinfurter Verein dürfte der Klassenerhalt damit nicht mehr zu nehmen sein.


Erst nach 3 Stunden und 45 Minuten, als der stark spielende Kleinwallstädter Christoph Sauer, mit einem seiner wenigen Rückhandfehler das Schlussdoppel der Partie beendete, stand fest, dass sich die Reise nach Kleinwallstadt für die Waigolshäuser doch noch auszahlen würde. Zuvor hatten die Spieler des TSV in zahlreichen, hart umkämpften, hochklassigen Spielen nahezu ausnahmslos den Kürzeren gezogen. So gingen 4 von 6 Fünfsatzspielen an die Hausherren aus Kleinwallstadt, was die Grundlage der 8:7 Führung vor dem Abschlussdoppel darstellte.

 

Begonnen hatte die Partie für die Waigolshäuser allerdings noch recht erfreulich. Einerseits durfte man die Trikots des neuen Hauptsponsors 1. FC Print einweihen und das erste - und wohl zunächst auch einzige Mal – gemeinsam in einem für die Fahrt gewonnen Kleinbus anreisen. Andererseits ging man nach den Doppeln zunächst mit 2:1 in Führung. Hier zeigte sich allerdings schon wie der Abend weiter verlaufen würde. Denn das einzige Doppel, das man an diesem Abend verlieren sollte, ging nach 5 packenden Sätzen an den Kleinwallstädter Gastgeber.

 

Auf den erfreulichen Auftakt folgte rasch Ernüchterung. Zu stark zeigte sich das vordere Paarkreuz der Gastgeber. Hier sollte es weder Michael Münch, noch Roman Hoffmann gelingen zu punkten. Der mit Knieproblemen kämpfende, derzeit eigentlich stark spielende Münch, musste seiner Verletzung Tribut zollen und blieb nahezu chancenlos. Hoffmann konnte gegen die überragend aufspielende Kleinwallstädter Nummer 1, Christoph Sauer, zwar mithalten, verlor dennoch klar in 3 Sätzen. Im zweiten Spiel gegen Martin Giegerich vergab er hingegen mehrere Matchbälle und musste sich schließlich nach 5 engen Sätzen unglücklich geschlagen geben.

 

Da auch die Waigolshäuser Mitte in Kleinwallstadt nicht ihren besten Tag erwischte, wurde aus der 1:2 Führung rasch ein 4:3 Rückstand. Dieser konnte allerdings von dem wie immer starken hinteren Waigolshäuser Paarkreuz in eine erneute Führung umgemünzt werden. Sowohl Samuel Weigand als auch Matthias Münch machten hier deutlich, warum die Waigolshäuser derzeit wohl nicht aus der Bezirksoberliga zu verdrängen sind. Nach den ersten acht Partien stand es folglich 4:5 für Waigolshausen und nach den beiden bereits erwähnten Niederlagen im vorderen Paarkreuz 6:5 für Kleinwallstadt. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide und entsprechend verbissen wurde um jeden Punkt gerungen. Was hieraus erwuchs war Tischtennis vom Feinsten, das in einem fulminanten Schlussdoppel seine Krönung fand.

 

Zunächst lief allerdings erst einmal alles gegen den TSV. Sowohl der beherzt kämpfende Norbert Klauth, als auch der bis dato in der Rückrunde noch ungeschlagene Christian Hasler mussten sich in zwei Fünfsatzkrimis geschlagen geben. Klauth verlor den ersten Satz klar, gewann den 2 souverän unterlag im 3 mit 18:16, gewann den vierten mit 14:12, ehe Miroslav Laurinc beim Stand von 9:9 mit zwei knallharten Schussbällen aus dem Konterspiel heraus, den fünften und entscheidenden Satz für sich entschied. Hasler hingegen zeigte nach verschlafenem ersten Satz, seine wahre Stärke, ging mit 2:1 nach Sätzen in Führung und sah wie der sichere und verdiente Sieger aus. Ehe der mit variablen Spinattacken agierende Kleinwallstädter Christian Leeb sein Spiel umstellte, Hasler in die Defensive zwang, selbst keinerlei Fehler mehr machte und die Sätze vier und fünf sicher für sich entschied. Die Kleinwallstädter führten nun mit 8:5 und alles deutete auf einen Sieg der Heimmannschaft hin.

 

Wieder einmal war allerdings auf das hintere Waigolshäuser Paarkreuz verlass. Matthias Münch beherrschte seinen Kleinwallstädter Gegner Wolfgang Klüpfel souverän und auch der Viersatzsieg von Samuel Weigand gegen Raban Krämer war eigentlich nie wirklich in Gefahr. Das Schlussdoppel musste also beim Stand von 8:7 für Kleinwallstadt die Entscheidung bringen.

 

Es folgte ein Schlussdoppel der Extraklasse mit vielen außergewöhnlichen Bällen, leidenschaftlichem Einsatz und einem Happyend für den Gast. Ausschlaggebend hierfür war das sehr variable Angabe- und Annahmespiel des starken Waigolshäuser Schlussdoppels. Hier konnten sowohl Christian Hasler, als auch Roman Hoffmann mit einigen perfekt gespielten direkten Punkten glänzen. Hinzu kam die gute Mischung aus harten Rückhandschussbällen Hoffmanns und hervorragenden Vorhandtopspins Haslers. Spielentscheidend waren dann aber wohl einige unnötige leichte Fehler auf Seiten der Gastgeber, die man sich gegen das Waigolshäuser Schlussdoppel einfach nicht erlauben darf. So blieb unter dem Strich ein verdientes Unentschieden, welches den Waigolshäusern aber deutlich mehr nutzen dürfte als den stark abstiegsbedrohten Kleinwallstädtern. Bei einem Satzverhältnis von 33:30 für Waigolshausen war der Punktgewinn jedoch durchaus verdient.

 

 


Von: Norbert Klauth