Nürnberg/Frankfurt. Der VSA des Bayerischen Fußball-Verbandes ehrte die 7 Bezirkssieger im Funkhaus in Nürnberg und wählten mit Iris Spitaler (Kategorie: Schiedsrichterin), Tobia Buchfink (Kategorie: Schiedsrichter U50) und Ludwig Bauer (Kategorie Schiedsrichter Ü50) die bayerischen Vertreter für die DFB-Bundesehrung 2025 im DFB-Campus nach Frankfurt aus.
Beim Eintreffen im Hotel am Samstagnachmittag wurden die Preisträger mit Bändchen, Namensschild und einer Geschenktasche (Danke Schiri 2025-Tasse mit Namen, Badetuch und der Eintrittskarte für das BL-Spiel Eintracht Frankfurt gegen FC ST.Pauli) überrascht.
Nach dem Beziehen der Zimmer wurden bereits erste Gespräche mit anderen Preisträgern geführt, während der Willkommenssnack
genossen wurde. Spannend wurde es dann bei der Bundesliga-konferenzschaltung von Sky mit den Bildern in Wandgröße im Hotelsaal. Um 18:30 Uhr begann die Vorbereitung auf die abendlichen Festveranstaltung auf dem DFB-Campus. Mit 2 DFB-Bussen wurde erfolgte die Anfahrt. Hier trafen die Bayern auch auf Walter Moritz, dem bayerischen Vertreter im DFB-Schiedsrichteraus-schuß, der gleich für ein Gruppenfoto eingespannt wurde. Nach einem Begrüßungsumtrunk mit Fingerfood und einen Rundblick auf die Skyline von Frankfurt und dem Campusgelände-begann um 20 Uhr die Ehrungsveranstaltung, die von Lutz Wagner in seiner unnachahmlichen Art humorvoll begleitet wurde.
Die Ehrung am DFB-Campus war geprägt von Dankbarkeit, Respekt und vielen bewegenden Momenten. Gefragt waren auch die bayerischen Preisträgern, die von der Schiedsrichterzeitung (Tobias Buchfink und Ludwig Bauer) befragt wurden, dazu wurde Ludwig Bauer zu einem Interview von Fußball.de über seinen Werdegang gebeten.
Am Ehrungsabend kam es zu einem sehr freundlichen und offenen Austausch mit aktiven Profischiedsrichtern. Mit dabei war unter anderen Christian Dingert ; der SR des diesjährigen DFB-Pokalend-spieles, der am Folgetag mit seinem Gespann die Partie Eintracht Frankfurt und dem FC St.Pauli leitete und ein besonderes Trikot für seine Spielleitung am nächsten Tag mit seinen Mannen bekam. Ein SR-Dress, auf dem auf der Rückseite all die Namen der Preisträger Danke SR 2025, eingetragen waren. Dieses Trikot bekam auch das Schiedsrichterinnengespann von FIFA-Referee Karoline Wacker, die am Folgetag ein Frauen-Bundesligaspiel in Hoffenheim leitete. Auf die zahlreichen Fragen von Lutz Fröhlich gaben beide Gespanne interessante und ehrliche Antworten über ihre Zusammenarbeit vor, während und auch nach dem Spiel. Nach der Vorspeise zeichnete Christine Baitinger die weiblichen Preisträgerinnen aus, die ein persönliches Schiedsrichtertrikot überreicht bekamen mit den Namen aller Preisträger des Jahres 2025 auf der Rückseite und die Danke Schiri 2025-Ehrungsmünze.
Nach der Hauptspeise ehrte Florian Steinberg die Schiedsrichter U 50, die unter dem Beifall der Gäste auf die Bühne kamen und das auf ihren Namen signierte SR-Hemd freudestrahlend in Hände nahmen.
Der Nachspeise folgte der Höhepunkt der Ehrungsveranstaltung. Es wurden die Ü50-Preisträger von Peter Oprei geehrt, die Lutz Fröhlich auch zu Schiedsrichter-Legenden ernannte. Hier war die älteste Legende Dieter Gennrich, der mit 80 Jahren noch Spiele in der Kreisliga B pfeift. Als dienstäl-testen SR befragte Peter Oprei den bayer. Vertreter Ludwig Bauer nach seiner 61-jährigen SR-Karriere und sprach dabei das 1.000 Spiel mit den Münchner Bayern an, seine 40jährige Tätigkeit als Lehrwart mit einem prominenten Schüler ; BL-SR Benjamin Brand im 40. Lehrwartejahr, sowie seine 47 Gespanne mit nur weiblichen SRA in der BL, BOL und LL vor 30 Jahren, als weibliche SR noch dünn gesät waren..
Spannend wurde es, als sich alle Preisträger mit ihrem Trikot zu einem gemeinsam Gruppenfoto auf der Bühne versammelten. Knut Kircher „Geschäftsführer „Sport und Kommunikation“ bei der DFB Schiri GmbH sagte: „Wir denken, dass auch Aktionen wie die Danke Schiri-Veranstaltung dazu beitragen, dass die Schiedsrichter-zahlen wieder ansteigen. Wir wollen damit zeigen, dass wir anerkennen, was an der Basis für wertvolle Arbeit geleistet wird. Ich bin überzeugt, dass es zu viel Lob nicht gibt. Deshalb muss diese Aktion auch weitergehen. Diesen Wunsch äußerte auch Udo Penßler-Bayer als Vorsitzender des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses. Denn er versprach: “Nächstes Jahr treffen wir uns hier wieder.“
Jeder Preisträger durfte sich beim Verlassen des Campus einen Fußball mit Autogrammen der Spieler und SR aus der letztjährigen
1.DFB-Pokalhauptrunde als Erinnerung aussuchen. Weit nach Mitternacht brachten die DFB-Busse alle zurück ins Hotel, wo noch
bis 2.00 Uhr im Barbetrieb gefeiert wurde.
Am Sonntag nach dem Frühstück wurde der DFB-Campus wieder angesteuert. Der Leiter der Schiedsrichter GmbH, Knut Kircher, der
selbst als FIFA-Schiedsrichter unterwegs war, fesselte in einem tollen Inpuls-Referat „vom Amateur zum Profi und zurück“ die Geehrten und die 60 Minuten vergingen wie im Fluge, er blieb keine Antwort schuldig.
In 3 Gruppen erfolgte eine Führung durch den neuerbauten Campus mit zahlreichen Relikten aus der DFB-Geschichte, natürlich durfte der WM-Pokal, wie auch der Presseraum nicht fehlen. Großes Interesse fand die spielfeldgroße Sporthalle mit Kunstrasen. Mit einem Büffet wurde der interessante Campusbesuch beendet und es wurde die Rückfahrt zum Hotel angetreten.
Nach einer kurzen Erholungspause traf man sich zu einem weiteren Highlight, dem Bundesligaspiel Eintracht Frankfurt gegen FC St.Pauli im 200 m vom Hotel entfernten Stadion. Vor allem der Spielverlauf hatte es in sich, denn wir saßen 10 m von der Gästekurve entfernt und mit dem Sieg der Gäste, die ihren Nichtabstieg sehr lautstark feierten, wurden unsere Ohren stark beansprucht. Über die tadellose Leistung des SR-Gespannes freuten wir uns besonders, waren die Geehrten doch mit ihren Namen auf dem Rücken des Gespannes beteiligt.
Die Ehrungsveranstaltung war ein wundervoller Abend mit tollen Geschichten, vielen lachenden Gesichtern und Menschen, die eine
Liebe – die Liebe zur Schiedsrichterei – verbindet. Ein Abend den alle Beteiligten nicht so schnell vergessen werden.












