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FC Schweinfurt 05 scheitert an vermeintlichem Außenseiter Rain / Lech

Regionalliga Bayern: 1. FC Schweinfurt 05 – TSV Rain am Lech: 1:3 (1:2)

Schweinfurt: Nach dem achtbaren Ergebnis in Unterhaching durfte man gespannt sein wie es gegen das Kellerkind Rain wohl abgehen wird. Die Schnüdel gingen die Partie selbstbewußt und mit breiter Brust an und nahmen das Heft gleich in die Hand. Doch der Gast stand zunächst massiv in der Abwehr und verteidigte sehr engagiert und ließ nicht viel zu. Das Team von Trainer Gmünder versuchte vor allem über die Flügel das Bollwerk des TSV Rain knacken. Auch mit Mittelfeldspiel kam Schweinfurt nicht all zu gut weiter da einige Kombinationen mißlangen und die Päße nicht ankamen oder ins Leere gingen. Die Grün - Weiß wollten eine schnelle Führung egal wie, doch die rote Wand aus Rain stand weiterhin sicher. Dann endlich die Erlösung der Fans, Tim Kraus zog kräftig ab und köpfte die Kugel zur 1:0 (24.) Führung in den Kasten der Gäste. Nun sollte erst mal Ruhe in die Reihen der Schnüdel kommen dacht man, doch postwendend konterten die Gäste Schweinfurt aus und glichen zum 1:1(25:) durch Blerand Kurtishaj aus. Was nun, Angriff ist die beste Medothe zum Erfolg zu kommen aber es war wie verhext, die Gäste öffneten ihr Abwehrarbeit und spielten plötzlich, frech aber auch selbstbewußt mit und machten Schweinfurt das Leben schwer. Dann der nächste Schock, denn die Gäste gingen kurz vor der Pause sogar mit 1:2 (40.) durch Blerand Kurtishaj in Führung so ging man mit einem 1:2 Rückstand in die Pause. Jetzt war guter Rat in der Heimkabine angesagt um das Ruder noch herumzureißen.

Der umsichtige SR. Kenny Abieba bat nach Stärkung beider Team pünktlich zur 2. Halbzeit. Die Heimfans im Stadion wurden immer unruhiger und peitschten ihr Jungs immer wieder nach Vorne und hofften auf einen schnellen Ausgleich. Der Wille war zwar da den Bock noch umzustoßen doch die Harmonie der Schnüdel kam immer mehr ins stottern und das Team verkrampfte zunehmend. Rain nutzte jetzt die Schwächen der Schnüdel geschickt aus und spielte munter mit. Schweinfurt wollte einfach nicht gelingen das Heft wieder in die Hand zu bekommen, es war an diesem Tage der Wurm drin im Spiel der Heimmannschaft und unverständlich nach dem Achtungserfolg zuvor in Unterhaching. Auch der Treffer der Gäste durch Arif Ekin zum 1:3 (85.) machte das Kraut auch nicht mehr fett an diesem geschenkten Tag. So ist dem Team von Trainer Gmünder zu wünschen, daß sie schnell wieder auf die Beine kommen und gute Besserung zu wünschen.

Stimmen zum Spiel:

FC SW 05 Kapitän Lukas Billick: Wir haben alles vermissen lassen, kamen nicht in die Zweikämpfe, waren zu dumm und haben verdient verloren. Man habe vorher angesprochen, wie Rain seine Tore erzielt – und diese dann trotzdem nicht verhindert. „Man merkt bei allen die Verunsicherung. Die breite Brust fehlt. So leicht geht das nicht raus aus den Köpfen. Wir kriegen es nicht auf die Kette, über 90 Minuten zu zeigen, was wir wollen und was wir können“ Ich schaue nicht auf die Tabelle, auf Mentalität und Charakter kommt es jetzt in Buchbach an. „ Nun kann man zeigen, aus welchem Holz man ist! “  Im Moment ist „die Enttäuschung natürlich sehr groß, weil wir sehr vieles schlecht gemacht haben. Da darf man sich zurecht was anhören von den Fans. Jeder einzelne von uns muss sich nun mal Gedanken machen, welche Ziele er persönlich hat!

Trainer Christian Gmünder: „ Unbegreifbar wie wir uns beim 1:3 ausspielen lassen. Dies ist nicht Regionalliga-würdig“ und alles „aufarbeiten und Tacheles reden“ will und sich am Samstag bei den Fans nach ausgiebigen Gesprächen für die schwache Leistung entschuldigte.

FC Schweinfurt 05: Nico Stephan – Julius Landeck (ab 70. Jannis Rabold), Lukas Billick, Lucas Zeller (ab 46. Jacob Engel), Ivan Mihaljevic – Kevin Fery (ab 46. Georios Spanoudakis) – Alexander Bazdrigiannis, Felix Schwarzhoz (ab 46. Adam Jabiri), Tim Kraus (ab 59. Nicolas Pfarr), Kristian Böhnlein – Pascal Moll

Trainer: Christian Gmünder

TSV Rain: Fabian Eutinger – Angelo Meyer, Jannik Schuster, Lukas Gerlspeck, Altin Maxhuni, Arif Ekin – Johannes Müller (ab 87. Tim Härtel), Stefan Müller, Kevin Gutia (ab 71. Dominik Schröder), Blerand Kurtishaj (ab 75. Metthew Loo) – Jonas Greppmeir (ab 90.+1. Patrick Högg)

Trainer: Martin Weng

Tore: 1:0 (24.) Tim Kraus, 1:1 (25.) Blerand Kurtishaj, 1:2 (40.) Arif Ekin, 1:3 (85.) Jonas Greppmair
Gelbe Karten: Bazdrigiannis, Schwarzholz, Mihailjevic, Landeck – Maxhuni, Gutia, Loo

Schiedsrichter: Kenny Abieba (SG Quelle Fürth); Assistenten: Dr. Andreas Heidt und Christoph Stühler

Zuschauer: 434

Fotos: by Nuus.de