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Geschafft - Würzburger Kickers in der 3.Liga

Würzburg:  Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel am vergangenen Donnerstag waren die Würzburger Kickers im Vorteil beim Rückspiel am ausverkauften Dallenberg. Jedoch Lok Leipzig brauchte einen Sieg, um einen Aufstieg zu ermöglichen. Die Fans aus Leipzig waren zahlreich angereist um ihr Team zu unterstützen und nahmen einen lautstarken Platz am Dalle ein.

 Michael Schiele bot nahezu dieselbe Elf wie im Hinspiel auf. Lediglich für Martin Thomann, der im Hinspiel verletzt ausgewechselt werden musste und deshalb zunächst nur auf der Bank Platz nahm, rückte wie im Hinspiel Meisel in die Anfangsformation. Hemmerich und Zejnullahu schafften es wie erwartet in den Kader. Die Kickers waren damit auch sehr gut besetzt.

Leipzigs Trainer Jochen Seitz schickte die gleiche Elf wie im Hinspiel ins Rennen. Laurin von Piechowski saß nicht wie erhofft auf der Bank, dafür aber der im Hinspiel noch verletzte Malik McLemore.

Lok beginnt mutig - Hägele muss zweimal retten

Dass Lok unter Zugzwang stand, war dem Nordost-Meister durchaus  klar und anzumerken.  Die Gäste verzichtet auf hohes Anlaufen und agierten mit kompaktem Mittelfeldpressing , dabei waren die Torchancen  der Seitz-Elf  ebenbürtig. Aber die erste gute Abschlussmöglichkeit hatten die Kickers, doch Bonga brachte nach einem hohen Ballgewinn von Meisel nicht genug Druck hinter den Ball (10.). Im Gegenzug Gefahr vor dem Tor des FWK , Hägele mußte bei einem Schuss von Öztürk nach Rückpass von Adetula den Kopf dazwischenhalten. Bei der folgenden Ecke rettete Hägele in höchster Not und kratzt den Schuss von Wilton von der Linie.

Würzburg wird gefährlicher und Nischalke schlägt zu

Nach dieser Doppelchance ging Lok jedoch ein wenig der Mut verloren. Die Kickers kamem mehr und mehr in Fahrt und drängten Leipzig mit viel Ballbesitz und einer  Zweikampfquote in dessen Hälfte zurück. Verstärkt stellte Würzburg Leipzigs linke Abwehrseite mit flotten Tiefenläufen vor erhebliche Probleme. Vor allem Bonga und Nischalke sorgten immer wieder für große Gefahr.  Dieses Duo war es auch, was die Kickers nach 30 Minuten verdientermaßen in Führung brachte. Bonga brachte den Ball von der rechten Seite scharf vors Tor, wo Nischalke aus kurzer Distanz die 1:0 Führung besorgte. Jetzt bebte die AKON - Arena und die Fans der Rothosen waren voller Freude und weiter in Hochstimmung.

Sekunden nach dem 1:0 verpasste Omore nach Vorarbeit von Bonga frei vor Naumann das 2:0 und eine frühe Vorentscheidung (32.). Bis zur Pause hatte Würzburg ein gewisses spielerisches Übergewicht.  Da Berisha in der 37. Minute nach einem Meisel-Zuspiel von der Grundlinie die Kugel nicht an Naumann vorbei brachte, blieb es beim 1:0 zur Pause.

Leipzig hofft 75 Sekunden  - doch Cisse schießt die Kickers in die 3. Liga

Würzburg stand nach der Pause etwas tiefer und ließ Lok kommen - mit der Idee, vielleicht den alles entscheidenden Konter zu fahren. Die passive Rolle bekam den Unterfranken jedoch nicht gut. Lok wurde merklich gefährlicher und machte in der 71. Minute den Ausgleich. Öztürk bediente Meier halblinks im Strafraum, dieser legte quer in die Mitte, hier stand Ziane und schob Kugel aus kurzer Distanz über die Linie (71.).

Nun schien alles für Leipzig wieder offen doch Würzburg antwortete umgehend. Nur Sekunden nach dem 1:1 erstickte ein Joker die Leipziger Hoffnungen denn  Meisel brachte den Ball von der rechten Seite scharf in die Mitte, wo Nischalke aus der Drehung abzog. Cisse, erst vor wenigen Sekunden eingewechselt, stand beim darauffolgenden Abpraller goldrichtig und stellte den alten Abstand wieder her (72.).

Das zweite Würzburger Tor roch nach einer Vorentscheidung. Während der Großteil der 10.717 Fans bereits in Partylaune war, musste die Partie aufgrund von Rauchschwaden auf dem Feld - ausgehend aus dem Würzburger Block - für wenige Minuten unterbrochen werden. Im Leipziger Lager war die Stimmung dagegen im Keller. Ein Rauchtopf fand den Weg aufs Spielfeld, wurde jedoch von Ziane höchstpersönlich entfernt.

Ein vermeintliches 2:2 zählt nicht

In den Schlusssekunden war sie dann da, die allerletzte Chance aufs Comeback. Hipper sah bei einem hohen Ball nicht gut aus. Der darauffolgende Schuss prallte von der Unterkante der Latte auf die Torlinie und zurück ins Spiel. Der souveräne SR. Wienefeld ließ weiterspielen und begrub damit die Leipziger Hoffnungen (90.+3). Wenig darauf war Schluss. Nun war die Freude groß und Würzburg wieder in der 3.Liga , dies wurde bis in die späte Nacht kräftig gefeiert.

Tore: 1:0 (30.) Nischalke, 1:1 (71.) Ziane, 2:1 (72.) Cisse

Aufstellung

FC Würzburger Kickers: Hipper, Omore, Hägele, Farahnak, Kurzweg, Kraus, Meisel ab (77.) Hemmerich, Berisha ab 72. Cisse , Nischalke ab (90.) D. Schmidt, Ochs, Bonga, 

Reservebank: Friedsam (Tor), Guttenberger (Tor), Uhl, Gögce, Muteba, Zejnullahu,Schmidt, Cisse,Thomann,Hemmerich, Muteba

Trainer: Michael Schiele

1. FC Lok Leipzig: Naumann, Dombrowa ab (80.) Elsner, Wilton, Kusic, Grözinger ab (88.) Rühlemann,  Abderrahmane, Öztürk, Siebeck ab(59.) C. Maier , Cevis ab (46.) Mc Lemore, Adetula ab (88.) Kang, Ziane

Reservebank: Müller (Tor), Zimmer, Kabashi, Verkamp, Mc Lermore, Elsner, Maier, Rühlemann,Kang

Trainer: Jochen Seitz

Schiedsrichter: Jarno Wienefeld

Zuschauer: 10717

Fotos: by Nuus.de