Soziale Netzwerke

  

Anzeige

GIESSEN NACH DER PAUSE NIEDERGEKÄMPFT

.Oliver Würzburg gewinnt mit 82:69 gegen die 46ers und bleibt zuhause ungeschlagen

Würzburg: Zurück in der Erfolgsspur: s.Oliver Würzburg hat sich am 6. Spieltag der easyCredit BBL dank einer starken zweiten Halbzeit mit 82:69 (37:34) gegen die JobStairs GIESSEN 46ers durchgesetzt und ist damit zuhause weiter ungeschlagen. Entscheidend für den klaren Erfolg gegen die Gäste aus Mittelhessen war ein viertelübergreifender 17:2-Zwischenspurt von der 28. bis zur 32. Spielminute. 

„Dieser Lauf hat uns das Leben einfacher gemacht“, sagte Headcoach Denis Wucherer nach der Partie. In der entscheidenden Phase drückten vor allem Desi Rodriguez (16 Punkte/7 Rebounds) und Tomasz Gielo (14 Punkte/9 Rebounds) der Partie ihren Stempel auf. Topscorer der Begegnung war Aigars Skele mit 17 Zählern. Weiter geht es bereits am Dienstag um 20:30 Uhr mit dem Nachhol-Heimspiel des 2. Spieltags gegen den FC Bayern München in der s.Oliver Arena.

Nach einer absolut ausgeglichenen Anfangsphase (7:7, 5. Minute) der Partie waren es Craig Moller und Aigars Skele, die mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen die erste deutlichere Führung für s.Oliver Würzburg erzielen konnten und damit Gäste-Coach Pete Strobl nach exakt fünf gespielten Minuten zu seiner ersten Auszeit veranlassten. Vor allem dann, wenn es nach erfolgreichen Defensiv-Aktionen schnell nach vorne ging, waren die Gastgeber erfolgreich: Am Ende hatten sie 16 Punkte aus Fastbreaks erzielt, bei Gießen stand in diesem Feld des Statistikbogens nach 40 Minuten eine Null,

Bis auf sieben Punkte (15:8) konnte s.Oliver Würzburg den Vorsprung im ersten Viertel zwischenzeitlich ausbauen, weil die Schützlinge von Denis Wucherer es ihren Gästen durch intensive Verteidigung häufig schwer machten, zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Fast ein Drittel ihrer Punkte (21) erzielten die 46ers von der Freiwurflinie, während die Hausherren aus dem Feld die deutlich besseren Trefferquoten hatten. Nur im zweiten Abschnitt fehlte ihnen in einigen Situationen die nötige Konzentration im Spiel nach vorne, so dass sich die Gäste bis zum Seitenwechsel wieder auf drei Zähler heranarbeiten konnten (37:34).  

Auch im dritten Viertel blieb es lange Zeit eine enge und hart umkämpfte Partie, weil beide Teams weiter sehr viel Energie in der Verteidigung investierten. Aigars Skele erzielte die ersten sechs Würzburger Punkte nach der Pause, auf Gießener Seite punkteten in dieser Phase Philipp Fayne, Nuni Omot und der Ex-Würzburger Florian Koch, der den Spielstand mit zwei Freiwürfen in der 24. Minute auf 43:41 stellte. Drei Minuten später war die Partie nach einem Foul von Desi Rodriguez, das von den Schiedsrichtern als unsportlich gewertet wurde, wieder völlig ausgeglichen: Kilian Binapfl und Philipp Fayne versenkten drei von vier Freiwürfen zum 48:48.

Noch vor Ende des dritten Viertels folgten dann die drei vorentscheidenden Minuten des Spiels: Mit einem 9:0-Lauf konnte sich s.Oliver Würzburg zum ersten Mal zweistellig absetzen (60:50, 30. Minute). Kerron Johnson gelang in dieser Phase ein Fastbreak-Korbleger mit Bonusfreiwurf, Tomasz Gielo versenkte einen seiner drei Dreier, und Desi Rodriguez beendete schließlich den dritten Spielabschnitt mit einem Korbleger nach Offensivrebound zum 62:52. 

Nach der letzten Viertelpause setzte sich Rodriguez dann zwei weitere Male am Gießener Brett durch, und nach einem Gielo-Korbleger lag s.Oliver Würzburg durch einen viertel-übergreifenden 17:2-Zwischnspurt mit 16 Zählern vorne (68:52, 32. Minute).

Am Dienstag kommt der FC Bayern München zum Nachholspiel des 2. Spieltags

Davon erholten sich die Gäste in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr. Der Abstand blieb bis zur Schlusssirene zweistellig, und mit einem Fastbreak-Korbleger zum 77:63 nach schönem Zuspiel von Kerron Johnson machte Aigars Skele in der 39. Minute den Deckel drauf auf den dritten Würzburger Sieg im dritten Heimspiel der  Saison. 

„Gerade im dritten Viertel haben wir mit Alex King auf dem Feld in der Verteidigung sehr gut ausgesehen. Daher wundert es mich nicht, dass er und Cameron Hunt heute die besten Plus-Minus-Werte hatten. Für Alex freut mich das besonders, weil er bisher noch nicht so richtig in die Saison reingekommen war“, sagte Denis Wucherer nach dem Spiel und richtete den Fokus auf die nächste große Herausforderung: Am Dienstag um 20:30 Uhr wird in der s.Oliver Arena das Heimspiel des 2.Spieltags gegen den FC Bayern München nachgeholt.

Die Münchner waren in der vergangenen Woche zwei Mal in der EuroLeague erfolgreich und haben nach einem eher durchwachsenen Saisonstart am Sonntagnachmittag in Bayreuth wettbewerbsübergreifend ihr sechstes Spiel in Folge gewonnen. Entsprechend schwer wird es für s.Oliver Würzburg, die Heimserie fortzusetzen: „Um gegen ein EuroLeague-Team zu gewinnen, nachdem man zwei Tage voher selbst gespielt hat, muss schon viel passieren. München kennt diesen Rhythmus, alle zwei oder drei Tage zu spielen, wir kennen das nicht“, so Wucherer: „Wir werden uns natürlich gut auf sie vorbereiten und dann schauen, mit welchen Spielern sie am Dienstag antreten. Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen. Wichtig wird sein, dass alle Spieler bereit sind, denn wir werden alle brauchen.“

s.Oliver Würzburg - JobStairs GIESSEN 46ers 82:69 (22:17, 15:17, 25:18, 20:17)

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Aigars Skele 17 Punkte/2 Dreier (4 Assists), Desi Rodriguez 16 (7 Rebounds), Tomasz Gielo 14/3 (9 Rebounds), Craig Moller 8/1, William Buford 8/1, Keron Johnson 6 (4 Assists), Filip Stanic 4, Cameron Hunt 4, Alex King 3, Julius Böhmer 2, Felix Hoffmann.

Top-Performer Gießen:
Brayon Blake 14/1 (4 Steals), Kendale McCullum 12/1 (5 Assists), Phillip Fayne 11, Nuni Omot 8/2.

Key Stats:
Fastbreak-Punkte:
Würzburg 16 - Gießen 0
Trefferquote aus dem Feld: Würzburg 55 Prozent - Gießen 39 Prozent
Dreierquote: Würzburg 47 Prozent (7 von 15) - Gießen 25 Prozent (4 von 16)

Stimmen zum Spiel

Desi Rodriguez, s.Oliver Würzburg:
„Das Wichtigste heute war, das Spiel zu gewinnen. Wir haben auswärts zwei Mal nicht mit genug Energie gespielt, deswegen wollten wir heute vor unseren Fans einen Sieg holen. Das war unser einziges Ziel, und das haben wir nach einer guten Trainingswoche auch geschafft. In der ersten Halbzeit ist es für mich nicht so gut gelaufen, aber in der zweiten Halbzeit habe ich Gas gegeben und war aggressiv. Wir haben eine gute Mannschaft, und am Dienstag kommt Bayern München. Ich hoffe, dass sie vielleicht etwas müde sind. Das kann für uns die Chance sein, das nächste Heimspiel zu gewinnen.“

Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg:
„Stefan Koch hat mich im Interview vor dem Spiel darauf hingewiesen, dass wir bisher die schlechteste Verteidigung der Liga haben. Das war mir so gar nicht bewusst, und heute haben wir, wie auch schon letzte Woche in Heidelberg, in der Verteidigung ganz ordentlich und kompakt gestanden und Gießen das Leben sehr schwer gemacht. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Spiel lange sehr eng geblieben wäre, aber dann hatten wir diesen Lauf am Ende des dritten und Anfang des vierten Viertels, der uns das Leben einfacher gemacht hat. Es war der harte Fight, den wir erwartet hatten. Nach den beiden Auswärtsniederlagen wollten wir heute unbedingt gewinnen und sind dementsprechend erleichtert, dass wir das geschafft haben und zuhause weiter ungeschlagen sind.“

Pete Strobl, Headcoach JobStairs GIESSEN 46ers:
„Gratulation an Denis und seine Mannschaft für einen verdienten Sieg. Sie haben in vielen Phasen einfach härter, besser und intelligenter als wir gespielt. Spielentscheidend war heute die Phase im dritten Viertel, in der wir Desi Rodriguez und einige andere Würzburger nicht stoppen konnten. Wir müssen besser sein und besser verteidigen. Eigentlich sind wir nach Würzburg gekommen, um alles zu versuchen und einen Sieg zu holen. Es hat weh getan, dass Kyan Anderson gefehlt hat. Trotzdem hatten wir eine Chance, aber wir haben sie einfach weggeworfen, weil wir nicht konsequent genug in der Verteidigung waren.“ 

 

 

 

Foto: Viktor Meshko