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GRÖSSERE ERFAHRUNG MACHT DEN UNTERSCHIED

s.Oliver Würzburg kann den Vorjahreserfolg nicht wiederholen und unterliegt zum Saisonauftakt in der ausverkauften s.Oliver Arena mit 80:84 (37:39) gegen Brose Bamberg - Wiedersehen in sieben Tagen

Würzburg: Eine ausverkaufte Würzburger s.Oliver Arena, ein spannendes Spiel zwischen s.Oliver Würzburg und Brose Bamberg, und am Ende ein knappes Ergebnis - es war fast alles so wie beim Saisonauftakt ein Jahr zuvor an gleicher Stelle. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Dieses Mal konnten sich nicht die Hausherren, sondern der neunmalige Deutsche Meister aus Oberfranken durchsetzen. s.Oliver Würzburg musste sich mit 80:84 (37:39) geschlagen geben, die etwas größere Erfahrung der Bamberger machte in einigen entscheidenden Situationen den Unterschied aus. Top-Scorer auf Würzburger Seite waren Gabriel Olaseni (14 Punkte), Florian Koch (13) und Skyler Bowlin (12).

Maurice Stuckey kennt nach 165 BBL-Spielen für s.Oliver Würzburg die Atmosphäre in der s.Oliver Arena und weiß auch, wo die Körbe hängen: Der Neu-Bamberger versenkte gleich seinen ersten Dreier und war in der Anfangsphase des Spiels der auffälligste Spieler im Brose-Trikot. Noch besser lief es bei den Gastgebern, die im ersten Viertel mit über 3.000 Fans im Rücken schnell ihren Rhythmus fanden und sich einen Vorsprung herauswerfen konnten. Johannes Richter und Xavier Cooks trafen zum 19:11 in der 9. Minute und veranlassten Bambergs Headcoach Ainars Bagatskis zu seiner ersten Auszeit.

In einer flotten Partie mit wenigen Unterbrechungen konnten die Gastgeber ihren Vorsprung zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kurz auf zehn Zähler ausbauen (23:13). "Dann ist es Bamberg gelungen, uns unseren Rhythmus wegzunehmen und das Spiel etwas langsamer zu machen", sagte s.Oliver Würzburg Headcoach Denis Wucherer nach dem Spiel. Das Resultat war ein 11:3-Lauf der Gäste, durch den sie auf 26:24 heran kamen. Ein Dunk des starken Augustine Rubit brachte dann in der 17. Minute die erste Bamberger Führung (28:29), die Stefan Jelovac per Dreier auf 28:32 schraubte.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit lief es dann auch bei den Gastgebern in der Offensive wieder besser. Florian Koch versenkte kurz vor dem Seitenwechsel einen Drei-Punkte-Wurf zur 37:36-Führung, ehe Arnoldas Kubolka ebenfalls von draußen zum Halbzeitstand von 37:39 aus Würzburger Sicht traf. Auch nach der Pause sahen die 3.140 Zuschauer lange Zeit ein Frankenderby auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Vor allem im dritten Viertel ging es ständig hin und her - sechs Mal war der Spielstand unentschieden. Auf Würzburger Seite war es dabei vor allem Gabriel Olaseni, der den Gästen Probleme bereitete: "British Airways" erzielte zehn seiner 14 Zähler zwischen der 22. und 26. Minute.

Im Schlussabschnitt zeigte sich dann die etwas größere Erfahrung der Gäste, die in den spielentscheidenden Situationen die besseren Aktionen hatten. Einen 10:2-Lauf der Bamberger zum 63:71 konnten die Hausherren noch kontern - Jordan Hulls und Perry Ellis sorgten dafür, dass das Spiel bis ganz zum Schluss spannend blieb. Die Wende sollte aber nicht mehr gelingen: Cameron Wells verkürzte knapp 15 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen auf 80:82, aber auch Stefan Jelovac zeigte danach keine Nerven an der Linie und versenkte beide Freiwürfe zum Endstand von 80:84.

"Wir hatten in der Schlussphase ein paar freie Dreier, die aber nicht gefallen sind", so Denis Wucherer: "Ich bin mit unserer Intensität zufrieden, aber 32 Prozent Dreierquote genügen nicht. Wir müssen Richtung 40 Prozent kommen, dann können wir so ein Spiel auch gewinnen." Die Chance, es besser zu machen, folgt bereits am kommenden Samstag in der Bamberger Brose-Arena, wo die beiden Teams im Achtelfinale des BBL Pokals aufeinander treffen.



s.Oliver Würzburg - Brose Bamberg 80:84 (19:13, 18:26, 21:22, 22:23)

 

Für s.Oliver Würzburg spielten:
Gabriel Olaseni 14 Punkte (6 Rebounds), Florian Koch 13/1 Dreier, Jordan Hulls 13/2, Skyler Bowlin 12/2 (5 Assists), Perry Ellis 11/1, Cameron Wells 6 (5 Assists), Xavier Cooks 4, Kresimir Loncar 3/1, Johannes Richter 2, Brad Lösing 2, Felix Hoffmann.

Top-Performer Bamberg:
Rubit 24, Jelovac 17/2 (6 Rebounds), Stuckey 13/3, Rice 10/1 (6 Assists), Zisis 4 (6 Assists).

Key Stats:
Rebounds: Würzburg 28 (3 offensiv) - Bamberg 36 (8 offensiv)
Freiwürfe: Würzburg 9 von 10 (90 Prozent) - Bamberg 16 von 18 (89 Prozent)


Stimmen zum Spiel:

Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg:
"Glückwunsch an Bamberg zum ersten Sieg der Saison. Die Atmosphäre war natürlich toll. Gerade im ersten Viertel haben wir es geschafft, das auch zu nutzen. Wir haben unseren Rhythmus gefunden und so gespielt, wie wir spielen wollen. Danach ist es Bamberg gelungen, uns unseren Rhythmus zu nehmen und das Spiel etwas langsamer zu gestalten. Hinten raus hatte Bamberg die nötige Erfahrung, sie haben in den wichtigen Situationen genau das richtige gemacht. Unsere Chancen waren da: Wir hatten einige freie Dreier um auszugleichen oder in Führung zu gehen, die dann aber nicht gefallen sind. Insgesamt bin ich mit unserer Intensität zufrieden. 32 Prozent Dreier genügen für uns aber nicht. Wir müssen Richtung 40 Prozent kommen, dann können wir so ein Spiel wie heute auch gewinnen."

Ainars Bagatskis, Headcoach Headcoach Brose Bamberg:
"Es war für beide Seiten ein schwieriges Spiel. Würzburg hatte durch die Atmosphäre in der Halle und die Unterstützung ihrer Fans einen Vorteil. Wir haben es geschafft, unsere Schwächen in der Verteidigung abzustellen. Würzburg ist für mich eins der besten Shooting-Teams in der Liga. Wir haben es geschafft, ihre Dreier gut zu verteidigen, sie haben nur 32 Prozent getroffen. Dafür hatten sie im Zweierbereich über 60 Prozent Trefferquote. Aber so ist Basketball, das ist Teil des Spiels. In den entscheidenden Momenten des Spiels hatten wir vielleicht etwas mehr Glück und auch etwas mehr Erfahrung, das haben wir heute genutzt."
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