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Titelfavorit dominiert

„Ich habe vor dem Spiel schon gesagt, Passau ist für mich Titelaspirant Nummer 1. Davon weiche ich nicht ab. Auch wenn wir die Punkte hier nicht holen, viel andere holen sie auch nicht.“, stellte Trainer Michael Dippold erneut in der Pressekonferenz nach der 6:3-Niederlage in Passau, dass ihm von Anfang an klar war, dass gegen den EHF die Trauben hoch hängen.

 

In der gesamten Auswärtspartie gab es ein klares Chancenplus für die Black Hawks. Die Mighty Dogs legten den Fokus auf eine gute Verteidigung und konnten sich auf ihren hervorragend aufgelegten Schlussmann Kevin Kessler verlassen. „Passau hat losgelegt wie die Feuerwehr. Unsere Taktik war, ein bisschen Glück haben und einen guten Torwart und uns aufs Kontern verlagern, weil wir kräftemäßig wussten, dass wir spielerisch vielleicht nicht ganz mithalten konnten. Wir haben im Moment leider drei Verletzte, wir haben am Freitag schon mit vier Verteidigern gespielt. Gegen Kissingen mussten wir natürlich über unsere Grenzen hinausgehen. Das war so ein bisschen die Marschrute, hinten dicht stehen und nach vorne schauen ob irgendwas geht.“, erklärte Michael Dippold den Spielplan. Und Stürmer Jonas Manger nutzte seine – wenn auch etwas kuriose – Chance zum 1:1 Ausgleich. Denn 40 Sekunden vor der Drittelpause war Clemens Ritschel im Passauer Tor der Meinung, dass die Mighty Dogs, die bereits in Unterzahl waren, eine weitere Strafe kassierten und der Passauer Torwart machte sich auf den Weg zur Spielerbank. Indessen versenkte Jonas Manger die Scheibe zum Ausgleich im leeren Tor.

 

Im zweiten Drittel zeigte sich ein ähnliches Bild. Passau setzte Schweinfurt erneut unter Druck, scheiterte aber bis auf das 2:1 durch Tobias Feilmeier (27.) stets an Kevin Kessler. Doch erneut Jonas Manger stellte in der 34. Minute wieder das Unentschieden her, als er einfach abzog und der Puck in den Maschen zappelte.

 

Im Schlussdrittel machte Passau dann alles klar. Allerdings konnte Marcel Grüner mit einem Schuss ins lange Eck zuerst noch den Führungstreffer der Black Hawks wieder ausgleichen (47.). „Wir wussten von Anfang an, dass das kein leichtes Spiel ist, aber wir haben uns durch unseren Kampfeswillen seht gut präsentiert und sehr gut dagegengehalten. Natürlich was Kessi eine richtige Stütze für uns. Durch ein paar Unachtsamkeiten kamen wir im letzten Drittel wieder in Rückstand.“, so der Torschütze zum 3:3. Beim 4:3 Führungstreffer spielten dann Torschütze Petr Sulcik und Dominik Schindelbeck den Schweinfurter Schlussmann mit einem Doppelpass ungehindert aus (50.). Danach besiegelten zwei fatale Fehler an der gegnerischen blauen Linie (54./SH1; 55.) die Niederlage der Mighty Dogs. Denn auch als Kevin Kessler, der ein Wahnsinnsspiel abgeliefert und an die 50 Schüsse von Passau abgewehrt hatte, für einen weiteren Feldspieler in eigener Überzahl das Tor verlies, konnten die Schweinfurter nicht noch einmal verkürzen, so dass es bei der 6:3 Niederlage gegen den EHF Passau blieb.

 

Trotz der Niederlage war Trainer Michael Dippold mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Fakt ist, wir waren dran, wir haben wieder nie aufgegeben, wir haben nicht lockergelassen und gebissen. Das ist das, was wir zeigen müssen und nur über diesen Kampf geht’s. Die spielerischen Elemente müssen wir gegen andere Gegner in die Waagschale werfen.“

 

Für die Mighty Dogs steht nun ein Doppelheimspielwochenende an. Los geht es am Freitag, den 18.10.2019, um 20 Uhr gegen den ESC Geretsried. Am Sonntag, den 20.10.2019, ist dann um 18 Uhr der EA Schongau zu Gast im Icedome. „Das Auftaktprogramm war wirklich schwierig. Diese vier Mannschaften die ersten vier Spiele. Da ist mir, als der Spielplan herausgekommen ist, schon ein bisschen schlecht geworden. Gern hätten wir sechs oder neun Punkte gehabt, aber es hätten auch null sein können. Jetzt müssen wir schauen, dass wir wie ein Eichhörnchen unsere Punkte sammeln. Wir machen einfach weiter.“, lautet die Devise des Schweinfurter Chefcoaches.

 

Spielstatistik:

EHF Passau – Mighty Dogs 6:3 (1:1; 1:1; 4:1)

Tore: 1:0 Ales Kreuzer (Jan Sybek, Sylvester Radelsbeck), 16. Minute

1:1 Jonas Manger (Marcel Grüner), 20. Minute, SH1

2:1 Tobias Feilmeier (Jan Sybek, Sylvester Radlsbeck), 27. Minute

2:2 Jonas Manger, 34. Minute

3:2 Florian Fischer (Arthur Platonow, Wayne Grapentine), 47. Minute

3:3 Marcel Grüner (Jan Kouba, Jonas Manger), 47. Minute

4:3 Petr Sulcik (Dominik Schindelbeck, Philipp Müller), 50. Minute

5:3 Petr Sulcik, 54. Minute, SH1

6:3 Jan Sybek (Robin Deuschl, Marius Wiederer), 55. Minute

Strafzeiten: EHF Passau 8, Mighty Dogs 4

Zuschauer: 743