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Vom Tie-break in den Match-tie-break

Marktheidenfeld: Viel spannender hätte es nicht werden können! Nach dem verlorenen ersten Satz mit 5:7, wehrte Darko Bojanovic vom 1. FC Nürnberg zwei Matchbälle im Tie-break des zweiten Satzes gegen seinen Kontrahenten, Marcel Strickroth vom TC RB Regensburg, dem letztjährigen Finalisten, erfolgreich ab und rettete sich so in den finalen Match-tie-break, den er nach hartumkämpften Punkten und wechselnden Spielständen - Bojanovic führte bereits mit 8:4, Strickroth kam nochmal auf zwei Punkte ran - unter Jubel und Siegerpose mit 10:6 für sich entscheiden konnte.Während Bojanovic,die Nummer 81 in Deutschland, seine Turnierrunden im Schnelldurchgang absolvierte, das Erstrundenmatch gegen Christopher Bräuer (TC RW Erlangen) mit einem glatten 6:1, 6:0, die zwei folgenden Partien auch ohne Satzverlust sowie sich mit einem deutlichen 6:o, 6:1 im Halbfinale gegen den an Nummer drei gesetzten Bernhard Wieand (TC Regensburg) durchsetzten konnte, sties der an Nummer zwei der Setzliste geführte Strickroth in der unteren Hälfte des 32- Feldes auf beträchtlich heftige Gegenwehr. Schon im Erstrundenmatch gegen den stark aufspielenden Nils Schuhmann (TVA 1860 Aschaffenburg) konnte er nach 1:1 Satzausgleich diesen nur knapp mit 10:8 im Match-tie-break bezwingen .

 

Im folgen- den Viertelfinale hatte er mit Patrick Schmitt (TC Bamberg), Nummer sechs der Setzliste, auch einen Gegner auf Augenhöhe, den er nach 6:3, 3:6 im Matchtiebreak erst nach über zwei Stunden mit 10:8 bezwingen konnte, wobei Strickroth nach jeweils 1:3, 2:5 und 3:6 Rückständen sich an seinen Kontrahenten rankämpfte, und bei 6:6 Gleichstand nach dem Seitenwechsel seine erstmalige Führung mit 7:6 ausbaute und bis zum Schluss erfolgreich verteidigen konnte. Strickroths Kämpferherz aber zeigte sich dann auch im Halbfinale gegen Andre Büttner (Cam Nürnberg), die Nummer fünf des Turniers, der ihm den dritten Match-tie-break am Samstagabend auf der Anlage des TC Marktheidenfeld tapfer abrang bis zu dem erwähnten Finale des Laurenzi-Cups 2019 am Sonntagnachmittag um 15 Uhr 30.

 

Dass Strickroth, der im letztjährigen Finale gegen den für TC Bamberg spielende Stefan Göllner verlor, trotzdem noch genügend Motivation und körperliche Frische in diesem Endspiel gegen Bojanovic aufzubieten hatte, bescherte dem Veranstalter und dem zahlreichen Publikum zum Schluss noch ein hochklassiges und sehr spannendes Finale. Überhaupt hatte die Turnierleitung um die erste Vorsitzende Christiane Krohn, Steffen Volk, VeskoGeorgiev und Bernd Baunach wieder mal ein gutes Händchen für Management und Zusammenstellung des Turnieres. Dass mittlerweile sehr erfolgreiche Konzept Topstars und Lokalmatadoren aus Marktheidenfeld und Umgebung ein repräsentatives, sportliches "Stelldichein" im Rahmen der bereits 71. Laurenzimesse durch eine mittlerweile 35-jährige traditionsreichereiche Sportveranstaltung wie dem Laurenzi-Cup zu ermöglichen, ist längst erfolgreich aufgegangen. Da,wo nicht nur Spitzenspieler Werbung für den Sport,sondern auch lokale Sportgrößen eine gelungene Identifikation für den Club und Heimat bieten, entsteht auch mehr Publikumszulauf aus gegebenem Interesse.

 

Insgesamt hatten 69 Teilnehmer in drei Konkurrenzen gemeldet: Herren A, B und Herren 40. Neben dem Preisgeld von 2000 Euro wurden auch LK-Punkte vergeben, in der Konkurrenz " Herren A" auch Punkte für die deutsche Meisterschaft. 18 Spieler mit LK 1 - eine hochkarätige Besetzung - hatten für das Turnier gemeldet. Den TCM-Pressewart und Vereinssprecher BerndBaunach freute der Umstand besonders, dass die ersten acht gesetzten Spieler zu den 300 besten aus Deutschland gehörten. In ihren Abschlussreden lobten die Bürgermeisterin Frau Helga Schmidt-Neder und der Geschäftsführer der Lermann GmbH & CO KG Ralph Winkelmann auch das Fairplay trotz aller Wettkampf - konkurrenz und wünschten dem Turnier ein gutes Gelingen für den Laurenzi-Cup 2020.

Fotos: F. Kubis